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Große Hunde

Große Hunde sind nicht nur „XL“, weil sie über 60 cm groß sind. Auch ihr Herz ist XL, wenn sie mit „ihrem“ Zweibeiner zusammen sein können. Große Hunderassen sind Deutsche Doggen, Bernhardiner, Berner Sennenhunde und Neufundländer. Am Ende des Artikels findest du eine Liste der Hunderassen (mit Bild), die besonders groß und kinderfreundlich sind.

Eckdaten für große Hunde:

Größe: mind. 60 cm groß
Gewicht: 25-50 kg
Lebenserwartung: 9-12 Jahre

Vorteile:
• Charakter: die Ruhe in Person

Große Hunde haben ein sehr sanftes, ruhiges Wesen. Natürlich tobt ein Welpe auch mal herum, aber insgesamt sind große Hunde viel gelassener. Sie haben ein großes Selbstvertrauen in sich selbst, ohne das Bedürfnis, jemanden etwas beweisen zu müssen.

• Erziehung: leichtes Spiel

Große Hunde sind - im Vergleich zu kleinen Hunden - deutlich gehorsamer und geduldiger. Sie lassen sich einfacher erziehen und trainieren, denn sie haben kein gesteigertes Bedürfnis, auf stur zu machen und sich gegen ihr Herrchen durchzusetzen.

• Auslauf: weniger ist mehr

Große Hunde sind nicht für actiongeladene Sportarten wie Joggen und Agility geeignet. Auch Ausdauer-Sport, wie z. B. lange Wanderungen/Tagesmärsche, sind nicht ihr Ding. Warum? Erstens ist ihr Energie-Level für gewöhnlich eher niedrig und und zweitens sind ihre Gelenke für hohe und ausdauerne Belastungen nicht gemacht. Sie brauchen weniger Bewegung und Auslauf, als man denkt.

• Wirkung: auf Abstand

Vor großen Hunden haben die meisten Menschen Respekt. Anstatt sich ihnen zu nähern und sie zu streicheln, bleiben die meisten lieber auf Abstand. Das ist gut, wenn man sich gerne beschützt fühlt. Einen großen Hund neben sich zu haben, vermittelt ein starkes Gefühl der Sicherheit und schreckt Fremde ab.

Deutsche Dogge Deutsche Dogge - Foto: Eric Gevaert/Shutterstock

Nachteile:
• Platzbedarf: großes Körbchen

Große Hunde brauchen in der Wohnung natürlich Platz für ein entsprechend großes Körbchen. Davon abgesehen kann auch ein großer, aber ausgeglichener, ruhiger Hund in einer kleineren Wohnung glücklich werden. Im Artikel: "Hunde, die sich für die Wohnung eignen" erfährst du mehr über das Thema.

• Unterwegs: nicht ganz so einfach

Mal schnell den Hund unter den Arm klemmen oder kurz in die Hundebox im Auto setzen. Das ist bei kleinen Hunden kein Thema. Bei größeren Hunden bedarf es besserer Vorbereitung.

• Gewicht: untragbar

Bernhardiner, Dogge und Neufundländer können gut und gerne 70-90 kg wiegen. Tragen lässt sich so ein Hund natürlich nicht. Sollte er krank werden und nicht laufen können, müssen mindestens vier Hände anpacken. Und wenn ein großer Hund kräftig an der Leine zieht, hat man kaum eine Chance, ihn zu halten. Deshalb ist eine richtige Erziehung insbesondere bei großen Hunden wichtig.

• Familie: mit Vorsicht zu genießen

Große Hunde sind trotz oder gerade wegen ihres großen Herzens mal etwas ungestüm. In zu engen Räumen können sie sich auch manchmal etwas ungeschickt bewegen. Leider keine gute Voraussetzung, wenn kleine Kinder im Haushalt sind, denn dabei könnten diese verletzt werden.

• Gesundheit: schneller alt

Größere Hunde wachsen sehr schnell und leider altern sie dadurch auch schneller. Ihre Lebenserwartung ist deutlich niedriger als bei kleinen Hunden. Zusätzlich zu typischen Krankheiten wie Hüft- und Ellenbogen-Problemen kommen Bandscheibenvorfälle und Herzfehler.

• Kosten: teurer

Ein großer Hund frisst mehr als ein kleiner. Logischerweise sind die Futterkosten deshalb auch höher. Ebenso muss man mehr Geld in die Ausstattung investieren.

Große Hunderassen: