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Infos über die Tierklasse Wirbellose

Was sind Wirbellose? Was sind Wirbellose? - Fotos: (v.o.l.n.u.r.): Allexxandar, George P Gross, Nature's Charm, Pawe? Borówka, e2dan, NatureDiver/Shutterstock

Was sind wirbellose Tiere?

Merkmale und Besonderheiten von Wirbellosen:

  • Keine Wirbelsäule: Das Hauptmerkmal ist das Fehlen eines inneren Knochengerüsts und einer Rückengräte.
  • Riesige Artenvielfalt: Wirbellose bilden die größte Gruppe im Tierreich – über 96 % aller bekannten Tierarten gehören dazu. Zu ihnen zählen:
    • Weichtiere: (z. B. Schnecken, Muscheln, Tintenfische)
    • Stachelhäuter: (z. B. Seesterne, Seeigel)
    • Gliederfüßer: (Insekten, Spinnentiere, Krebstiere)
    • Einfache Organismen: (Schwämme, Würmer, Nesseltiere)
  • Vielseitige Stützsysteme: Statt Knochen nutzen sie oft Außenskelette (Chitin), Kalkschalen oder wassergefüllte Körperhöhlen (Hydroskelett).
  • Lebensräume: Sie besiedeln nahezu jeden Winkel der Erde – vom tiefsten Ozean bis in die höchsten Gebirge.

Wusstest du schon?

Nur etwa 4 % aller Lebewesen auf der Erde sind Wirbeltiere (wie Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische). Die Welt gehört faktisch den Wirbellosen!


Was sind Weichtiere? Was sind Weichtiere? - Fotos: (v.o.l.n.u.r.): Vittorio Bruno, David A Litman, Eric Lemar, Scott T Slattery, David A Litman, Jon Milnes/Shutterstock

Was sind Weichtiere?

Merkmale und Besonderheiten von Weichtieren:

  • Wirbellose Tiere: Weichtiere (Mollusken) haben kein Innenskelett und keine Knochen.
  • Weicher Körper: Ihr Körper ist meist sehr biegsam.
  • Schutzhülle: Viele Arten besitzen eine schützende Schale oder ein Gehäuse aus Kalk (z. B. Schnecken und Muscheln).
  • Raspelzunge: Fast alle Weichtiere nutzen eine sogenannte Radula zum Zerkleinern ihrer Nahrung.
  • Muskulöser Fuß: Die meisten bewegen sich kriechend auf einem kräftigen Hautmuskel fort.

Tintenfisch Tintenfisch - Foto: JonMilnes/Shutterstock

Lebensraum

Wo gibt es Weichtiere?

Weichtiere leben meist im Wasser, ein paar wenige auch an Land (Schnecken).

  • Süßwasser (z. B. Posthornschnecke)
  • Meerwassser (z. B. Kalmare)
  • An Land (z. B. Schnecken)

Fortbewegung

Wie bewegen sich Weichtiere fort?

Weichtiere haben sehr unterschiedliche Arten der Fortbewegung entwickelt. Sie:

  • gleiten (z. B. Schnecken)
  • stoßen sich ab (z. B. Tintenfische)
  • ziehen sich (z. B. Muscheln)
  • schwimmen (z. B. Jakobsmuschel)

Ernährung

Was essen Weichtiere?

Weichtiere ernähren sich von Plankton, Algen oder Flechten. Je nach Art fressen sie auch andere Weichtiere, Krebse oder Fisch. Es gibt:

  • Pflanzenfresser (Herbivoren) (z. B. Meeresschnecken)
  • Allesfresser (Omnivoren) (z. B. Perlboot)
  • Fleischfresser (Karnivoren) (z. B. Tintenfische)
  • Filtrierer (z. B. Muscheln)

Fortpflanzung

Wie vermehren sich Weichtiere?

Die meisten Weichtiere legen Eier, aus denen Larven schlüpfen.

Wie unterscheidet man Weichtiere von anderen Tierarten?

Was Wirbellose im Gegensatz zu anderen Tierarten fast alle gemeinsam haben, ist die Raspelzunge. Mit ihr raspeln, zerkleinern und nehmen die Tiere Nahrung auf. Weichtiere haben kein Skelett. Ihr Körper besteht hauptsächlich aus weichem Fleisch, das von Muskeln und Haut (dem so genannten "Mantel") zusammengehalten wird. Nicht alle haben außen eine harte Muschel aus Kalk, z. B. Tintenfische. Auch Schnecken kriechen nicht immer mit einem Haus umher, z. B. Nacktschnecken.

Artenvielfalt

Es gibt über 130.000 Arten von Weichtieren:

Schnecken: ca. 100.000
Muscheln: ca. 10.000
Kopffüßer/Tintenfische: ca. 1.000
Käferschnecken: ca. 900

Was sind Stachelhäuter? Was sind Stachelhäuter? - Fotos: (v.o.l.n.u.r.): NatureDiver, unterwegs, aquapix, Manamana, Erin Wildermuth, NatalieJean/Shutterstock

Was sind Stachelhäuter?

Merkmale und Besonderheiten von Stachelhäutern:

  • Kalkskelett: Sie haben eine feste Haut mit Kalkplatten und oft auffälligen Stacheln.
  • Meeresbewohner: Stachelhäuter leben ausschließlich im Salzwasser (z. B. Seesterne und Seeigel).
  • Fünfstrahlige Symmetrie: Ihr Körperbau ist meist sternförmig oder rundlich in fünf Abschnitte geteilt.
  • Wassergefäßsystem: Sie besitzen ein einzigartiges Kanalsystem (Ambulacralsystem) zur Bewegung.
  • Fortpflanzung: Die meisten Arten legen Eier, aus denen Larven im freien Wasser schlüpfen.

Seestern Seestern - Foto: aquapix/Shutterstock

Die Geschichte der Stachelhäuter

Stachelhäuter entwickelten sich vor über 500 Millionen Jahren.

Lebensraum

Wo gibt es Stachelhäuter?

Sie leben ausschließlich im Meer. Es gibt keine Stachelhäuter in Süßwasser oder an Land. Die meisten Arten halten sich am Meeresboden auf, von flachen Küstengewässern bis hin in große Tiefen.

Ernährung

Was essen Stachelhäuter?

Je nach Art, Pflanzen und/oder Fleisch. Seeigel sind Alles- oder Pflanzenfresser. Seewalzen schlucken Sand in der Hoffnung, dass sich darin Essbares befindet. Seesterne machen Jagd auf Muscheln. Seelilien und Haarsterne filtern das Wasser nach Nahrung.

  • Fleischfresser (Karnivoren) (z. B. Seesterne)
  • Pflanzenfresser (Herbivoren) (z. B. Seeigel)
  • Allesfresser (Omnivoren) (z. B. Seegurken)
  • Filtrierer (z. B. Seelilien)

Fortbewegung

Wie bewegen sich Stachelhäuter fort?

Stachelhäuter haben einen einzigartigen Trick: Sie bewegen sich über ihr eigenes Wassergefäßsystem. Sie bewegen sich, indem sie:

  • rudern (z. B. Schlangensterne)
  • laufen (z. B. Seeigel)
  • ihre Saugfüße benutzen (z. B. Seesterne)

Fortpflanzung

Wie vermehren sich Stachelhäuter?

Stachelhäuter legen Eier.

Artenvielfalt

Es gibt etwa 6.300 Arten von Stachelhäutern:

Schlangensterne: ca. 2.000
Seesterne: ca. 1.500
Seewalzen: ca. 1.200
Seeigel: ca. 950
Seelilien: ca. 620
Haaarsterne: ca. 550

Was sind Krebstiere? Was sind Krebstiere? - Fotos: (v.o.l.n.u.r.): marima, (Pistolenkrebs), nicefishes, John A. Anderson, Napat, Jung Hsuan/Shutterstock

Was sind Krebstiere?

Merkmale und Besonderheiten von Krebstieren:

  • Wirbellose Gliedertiere: Krebse gehören zu den Gliederfüßern und haben kein Rückgrat.
  • Chitin-Panzer: Ihr Körper wird durch ein hartes Außenskelett geschützt, das beim Wachsen gehäutet wird.
  • Kiemenatmung: Die meisten Krebstiere entnehmen Sauerstoff über Kiemen aus dem Wasser.
  • Gliedmaßen: Sie besitzen zwei Paare von Antennen (Fühler) und oft Scheren zur Verteidigung.
  • Entwicklung: Krebse entstehen aus Eiern und durchlaufen oft verschiedene Larvenstadien.

Einsiedlerkrebs Einsiedlerkrebs - Foto: marima/Shutterstock

Die Geschichte der Krebse

Krebse leben seit mehr als 500 Millionen von Jahren auf der Erde und sind mit den Insekten verwandt. Sie atmen mit Kiemen, sogar diejenigen Krebse, die an Land leben.

Lebensraum

Wo gibt es Krebstiere?

Krebse leben in allen Gewässern der Erde, ein paar wenige auch an Land.

  • Salzwasser (z. B. Krill)
  • Süßwasser (z. B. Flusskrebse)
  • An Land (z. B. Kellerassel)

Ernährung

Was essen Krebstiere?

Krebstiere sind vorwiegend Allesfresser. Sie ernähren sich von Algen, Wasserpflanzen, Insektenlarven, Würmern, Minikrebsen, Fische, Krabben und Schnecken.

  • Allesfresser (Omnivoren) (z. B. Einsiedlerkrebs)
  • Fleischfresser (Karnivoren) (z. B. Fangschreckenkrebs)
  • Pflanzenfresser (Herbivoren) (z. B. Palmendieb)
  • Filtrierer (z. B. Seepocken)

Fortbewegung

Wie bewegen sich Krebstiere fort?

Krebse laufen oder schwimmen. Ausnahme: Rankenfüßer wie die Seepocken. Als Larven schwimmen sie, aber als erwachsene Tiere bleiben ihr ganzes Leben lang an einem Ort. Krebstiere können also:

  • laufen (z. B. Hummer)
  • schwimmen (z. B. Garnelen)
  • festsitzen (z. B. Seepocken)

Fortpflanzung

Wie vermehren sich Krebstiere?

Krebse entwickeln sich aus Eiern und sind zunächst Larven, aus denen sie sich dann zum erwachsenen Tier verwandeln.

Artenvielfalt

Es gibt etwa 67.000 Arten von Krebstieren:

Höhere Krebse: ca. 28.000
Muschelkrebse: ca. 15.000
Ruderfußkrebse ca. 12.000
Zungenwürmer: 130
Fischläuse: 130
Rempipeda: 24
Hufeisengarnelen: 11

  • Aktualisiert am

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