Infos über die Tierklasse Amphibien und Reptilien
Was sind Amphibien?
Merkmale und Besonderheiten von Amphibien:
- Wirbeltiere: Wie alle Lurche besitzen sie ein Innenskelett mit einer Wirbelsäule.
- Doppelleben: Sie leben sowohl an Land als auch im Wasser
- Metamorphose: Sie entwickeln sich vom im Wasser lebenden Larvenstadium (z. B. Kaulquappen) zum erwachsenen Tier.
- Feuchte Haut: Ihre Haut ist meist feucht und schleimig, da sie auch über die Haut atmen (Hautatmung).
- Wechselwarm: Ihre Körpertemperatur passt sich der Umgebung an; im Winter fallen sie oft in eine Kältestarre.
- Laichablage: Die meisten legen ihre weichen Eier ohne feste Schale direkt im Wasser ab.
Die Geschichte der Amphibien
Die Amphibien zählen zu den Wirbeltieren und haben sich vor 416 bis 359 Millionen Jahren aus den Fischen entwickelt. Ihr Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet „doppellebig“. Genau das beschreibt auch ihre Lebensweise: Im Gegensatz zu den Fischen können sie teilweise auch an Land leben. Sie werden im Allgemeinen in drei Gruppen eingeteilt: Froschlurche, Schwanzlurche und Schleichenlurche.
Stammbaum der Amphibien
Lebensraum
Wo gibt es Amphibien?
Amphibien leben meist in der Nähe von Wasser, denn in trockenen Gebieten würden sie austrocknen. Es gibt sie also:
- Im Wasser
- An Land
Ernährung
Was essen Amphibien?
Was Amphibien essen, kann sich im Laufe ihres Lebens verändern. Im Larvenstadium ernähren sich die meisten Amphibien von Pflanzen. Nach der Metamorphose fressen sie fast ausschließlich Fleisch. Sie köenn sein:
- Pflanzenfresser (Herbivoren)
- Fleischfresser (Karnivoren)
- Allesfresser (Omnivoren)
Fortbewegung
Wie bewegen sich Amphibien fort?
Amphibien bewegen sich auf vielfältige Art. Sie können:
- klettern (z. B. Frösche)
- springen (z. B. Frösche)
- laufen (z. B. Salamander)
- kriechen (z. B. Bergmolch)
- schwimmen (z. B. Frösche)
- tauchen (z. B. Axolotl)
Fortpflanzung
Wie vermehren sich Amphibien?
Amphibien schlüpfen meist aus Eiern und sind zu diesem Zeitpunkt noch kleine Larven, die ihren Eltern so gar nicht ähnlich sehen. Erst später machen sie eine Entwicklung durch, die man Metamorphose nennt. Durch sie verwandeln sie sich in erwachsene Tiere. Metamorphose ist griechisch und steht für „Umgestaltung“, „Verwandlung“.
Wie unterscheiden sich Amphibien von anderen Tierarten?
Der auffälligste Unterschied zu anderen Tierarten ist die Metamorphose, die sie im Laufe ihres Lebens durchmachen (siehe Fortpflanzung). In der Regel haben sie auch eine dünne und feuchte Haut, abgesehen von den Kröten, die eine trockene, ledrige Haut besitzen.
Fun Facts
Giftdrüsen
Viele erwachsene Amphibien wehren sich gegen Feinde mit Hilfe von Gift, das sie in speziellen Drüsen herstellen. Am bekanntesten dafür sind die Pfeilgiftfrösche.
Amphibien im Winter
Was machen Amphibien im Winter? Amphibien haben einige Tricks auf Lager, um den eisigen Winter zu überstehen. Der Waldfrosch lässt sich beispielsweise einfrieren, um im Frühjahr wieder aufzutauen!
Artenvielfalt
Es gibt insgesamt knapp 8.600 Amphibienarten:
| Frösche, Kröten, Unken: | ca. 7.550 |
| Salamander, Molche, Olme: | ca. 780 |
| Blindwühler: | ca. 215 |
Was sind Reptilien?
Merkmale und Besonderheiten von Reptilien:
- Wirbeltiere: Reptilien haben ein festes Knochenskelett und eine Wirbelsäule.
- Hornschuppen-Haut: Ihr Körper ist durch trockene, feste Schuppen geschützt, die sie vor dem Austrocknen bewahren.
- Häutung: Da die Schuppenhaut nicht mitwächst, müssen sich viele Reptilien (wie Schlangen) regelmäßig häuten.
- Eier mit Schale: Die Jungen entwickeln sich meist in Eiern, die oft an Land abgelegt werden.
- Lungenatmung: Im Gegensatz zu Amphibien atmen Reptilien von Geburt an ausschließlich über ihre Lungen.
- Wechselwarm: Sie regulieren ihre Energie über die Sonne und müssen sich aktiv aufwärmen, um beweglich zu bleiben.
Die Geschichte der Reptilien
Reptilien gehören zu den Wirbeltieren und besiedelten schon vor über 315 Millionen Jahren die Erde. Sie haben sich aus den Amphibien entwickelt. Die Bezeichnung stammt aus dem Lateinischen, „reptilis“ steht für „kriechend“. Zu den Reptilien gehören Schildkröten, Echsen, Schuppenkriechtiere und Krokodile.
Stammbaum der Reptilien
Lebensraum
Wo gibt es Reptilien?
Reptilien leben die meiste Zeit an Land. Andere verbringen die meiste Zeit im Wasser und kommen nur für kurze Zeit an Land. Sie leben:
- Im Wasser (z. B. Meeresschildkröten)
- An Land (z. B. Erdkröten)
Fortbewegung
Wie bewegen sich Reptilien fort?
Die meisten Reptilien können gut schwimmen, einige davon sogar gut klettern. Reptilien wie Schlangen haben keine Beine und bewegen sich fort, indem sie sich über den Boden schlängeln.
- klettern (z. B. Chamäelons)
- springen (z. B. Basilisken)
- laufen (z. B. Komodowarane)
- kriechen (z. B. Schlangen)
- schwimmen (z. B. Krokodile)
- tauchen (z. B. Alligatoren)
Ernährung
Was essen Reptilien?
Die meisten Reptilien sind Fleischfresser, die sich von Wirbellosen, Säugetieren und anderen Reptilien ernähren. Einige Arten ernähren sich auch von Pflanzen. Reine Pflanzenfresser sind selten.
- Fleischfresser (Karnivoren)
- Allesfresser (Omnivoren)
- Pflanzenfresser (Herbivoren)
Fortpflanzung
Wie vermehren sich Reptilien?
Das ist spannend! Reptilien pflanzen sich je nach Art auf unterschiedliche Weise fort:
- Ovipar: Sie legen Eier (z. B. Schildkröten)
- Ovovivipar: Sie gebären lebenden Nachwuchs aus Eiern (z. B. Blindschleichen)
- Vivipar: Sie gebären lebenden Nachwuchs beinahe wie Säugetiere (z. B. Skinke)
Wie unterscheiden sich Reptilien von anderen Tierarten?
Vor allem durch die Hornschuppen-Haut. Sie wächst ihr ganzes Leben lang. Schildkröten und Krokodile bilden aus ihr einen Panzer. Schlangen und Echsen müssen ihre Haut in regelmäßigen Abständen abstreifen, weil sie nicht mitwächst und zu klein wird. Bei Schlangen sieht das sehr eindrucksvoll aus, denn sie streifen ihre alte Haut oft im Ganzen ab.
Fun Facts
Körpertemperatur
Sowohl Reptilien als auch Amphibien haben keine gleichmäßige Körpertemperatur, daher nennt man sie wechselwarm. Um ihre Körpertemperatur zu erhöhen oder zu senken, gönnen sie sich Sonnenbäder oder ziehen sich in kühle Höhlen zurück. Dadurch brauchen sie nicht so viel Energie wie Säugetiere.
Artenvielfalt
Es gibt insgesamt knapp 9.500 Reptilienarten:
| Schlangen: | ca. 3.900 |
| Leguane: | ca. 2.000 |
| Geckos: | ca. 1.600 |
| Skinks: | ca. 1.275 |
| Schildkröten: | ca. 360 |
| Schleichen: | 350 |
| Krokodile: | 26 |
| Brückenechse: | 1 |
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