Ob Quallen, Korallen oder Seeanemonen – Nesseltiere gehören zu den ältesten und ungewöhnlichsten Lebewesen der Erde!
Was sind Nesseltiere?
Nesseltiere sind wirbellose Tiere, die vor allem im Meer leben, seltener auch im Süßwasser. Zu ihnen zählen insbesondere Quallen, Korallen und Seeanemonen. Weltweit gibt es über 11.000 Arten, die entweder frei im Wasser treiben oder fest am Meeresboden leben.
Besondere Merkmale von Nesseltieren
1. Nesselzellen zur Verteidigung
Alle Nesseltiere besitzen spezielle Nesselzellen. Sie geben bei Berührung ein Gift ab. Auf diese Weise fangen Nesseltiere Beute oder verteidigen sich gegen Raubtiere.
2. Strahlenförmiger Körper
Die meisten Nesseltiere haben einen Körper, der sich von der Mitte aus strahlenförmig nach außen ausdehnt – das kann man besonders gut bei Seesternen sehen.
3. Zwei „Zustände“
Nesseltiere kommen in zwei typischen Zuständen oder Formen vor: als frei schwimmende Qualle und/oder als festsitzender Polyp (griechisch für „Vielfüßer). Es gibt Quallen, die zuerst als Polypen am Boden leben und erst später frei durch die Meere schwimmen. Andere Nesseltiere wie zum Beispiel Korallen leben ausschließlich als Polypen am Meeresboden.
Stammbaum der Nesseltiere
Spannende Fakten über Nesseltiere
Es gibt 11.000 Arten von Nesseltieren.
Sie werden in fünf Klassen unterteilt: Blumentiere, Stielquallen, Würfelquallen, Schirmquallen und Hydrozoen.
Blumentiere zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich nicht fortbewegen. Zu ihnen zählen Korallen und Seeanemonen.
Zu den Würfelquallen gehört die besonders giftige Seewespe.
Bekannte Schirmquallen sind die Ohrenqualle, Feuerqualle und die Spiegeleiqualle.
Zu den Hydrozoen zählt die Portugiesische Galeere, eine Staatsqualle.
Nesseltiere sind giftig und können bei Berührung schmerzhafte Wunden verursachen.
Die meisten leben in Salzwasser, manche auch in Süßwasser.