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Dackel

Steckbrief Dackel

Größe 17-27 cm
Gewicht 5-9 kg
Herkunft Deutschland
Farbe braun, gold, rot, schwarz
Lebensdauer 12-15 Jahre
Geeignet als Familienhund, Begleithund
Charakter abenteuerlustig, neugierig, schnüffeln gerne, graben gerne
Auslauf 3 von 5
Sabbern 0 von 5
Haaren 2 von 5
Fellpflege 2 von 5

Fröhlicher Dackel Foto: Irina/stock.adobe.com

Beschreibung der Hunderasse

Der Dackel ist eine sehr beliebte Hunderasse. Er ist sehr verspielt und lustig. Wenn der „Teppichporsche“ mit seinem langen Körper und den kurzen Beinen selbstbewusst „angedackelt“ kommt, kann sich niemand seinem Charme entziehen.

Der Dackel ist ein sehr liebevoller Hund, der sich gegenüber seiner Familie als treuer Gefährte versteht. Vor allem gegenüber Herrchen und Frauchen, mit denen er am liebsten auf dem Sofa kuschelt. Auch mit anderen Haustieren verträgt er sich gut, insbesondere wenn er als Welpe mit ihnen aufwächst.

Der Dackel ist aber auch furchtlos, unabhängig, wild, hat wenig Geduld und kann dickköpfig sein. Das macht ihn wiederum zu einem guten Wachhund, denn wer nicht zur Familie gehört, dem ist er grundsätzlich gegenüber misstrauisch, egal ob Erwachsene oder Kinder. Wenn er das Gefühl hat, dass sein „Rudel“ angegriffen wird, ist er sofort zur Stelle, um es zu verteidigen. Daher neigt er auch dazu, laut zu bellen.

Erziehung und Training 

Es ist nicht schwer, einem Dackel Kommandos beizubringen. Er lernt schnell und gerne. Aber: Es braucht eine gute Portion Disziplin und Beharrlichkeit. Oft scheitert das Training an uns Menschen. Bei seinem zuckersüßen Hundeblick schmelzen wir dahin (kein Wunder!). Wir werden nachgiebig und machen Ausnahmen. Doch das hilft weder uns noch dem Hund. Es ist besser, wenn es klare Regeln gibt. Mit einer konsequenten Erziehung sind Dackel ausgeglichener und ruhiger.

Niedlicher Dackel Foto: andreac77/stock.adobe.com

Bewegungsdrang und Auslauf

Oft heißt es, dass Dackel aufgrund ihrer Größe kaum Bewegung brauchen. Das stimmt aber nicht. Sie laufen nicht lange und weit, aber sie bewegen sich sehr gerne.

Sportarten und Aktivitäten

Verstecken spielen, Verfolgungsspiele, Apportieren, Agility, Dog Dancing

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • kommen gut in einer Wohnung zurecht
  • guter Wachhund
  • Fellpflege macht wenig Arbeit
  • haaren wenig

Nachteile

  • kein Anfängerhund
  • benötigen mehr Auslauf als man denkt
  • etwas dickköpfig
  • neigen zu Übergewicht
  • neigen zum Bellen
  • starker Jagdtrieb

Jagdtrieb beim Dackel Foto: OlgaOvcharenko/stock.adobe.com

Aussehen

Allgemeines

Dackel haben einen sehr langen Körper und sehr kurze Beine.

Größe und Gewicht

Der Dackel ist eine kleine Hunderasse. Es gibt es drei Arten: den „normalen“ Dackel, den Zwerg-Dackel und den Kaninchen-Dackel. Sie werden aber nicht anhand ihrer Schulterhöhe bestimmt, sondern durch den Brustumfang:

  • Dackel: über 35 cm Brustumfang
  • Zwerg-Dackel: 30-35 cm Brustumfang
  • Kaninchen-Dackel: bis zu 30 cm Brustumfang

Diese Größen wurden vom Hundeverband FCI (Fédération Cyncologique Internationale) als Standard festgelegt. Interessant: Es gibt auch amerikanische Dackel. Sie werden nicht nach Brustumfang, sondern nach Gewicht eingeteilt.

Dackel haben einen sehr langen Körper und sehr kurze Beine. Es gibt Kurzhaar-, Langhaar-, und Rauhaardackel, deren Fell die unterschiedlichsten Farben haben kann. Zum Beispiel Rot, Schwarz-Rot, Braun oder Gold. Je nach Größe nennen sie sich auch Zwergdackel (kleiner) oder Kaninchendackel (noch kleiner).

Fell und Farben

Langhaar, Kurzhaar und Rauhaar sind die drei Felltypen beim Dackel. Der Langhaar hat wunderschönes, seidiges Fell. Allerdings bedeutet es auch mehr Arbeit. Beim Rauhaar ist das Fell eher drahtig und besitzt eine dichte Unterwolle. Der Kurzhaar ist am einfachsten zu pflegen. Er hat keine Unterwolle und haart kaum.

Fellfarben

Ihr Fell kann die unterschiedlichsten Farben haben. Zum Beispiel Rot, Schwarz-Rot, Braun oder Gold. Beim Rauhhaardackel spricht man von „saufarben“. Die Tiere können auch mehrfarbig gescheckt oder gestromt sein. Einen gefleckten Dackel nennt man auch Tiger-Dackel. Er hat unregelmäßig verteilte Flecken, Tupfen oder Platten. Diese werden durch das sogenannte „Merle“-Gen im Erbgut verursacht. Die Fellzeichnung existiert schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts.

Mischlinge

Ein Dackel-Mix ist eine spannende Wundertüte! Von welcher Rasse hat er das Fell? Von welcher das Wesen? Hier kommen die beliebtesten Kreuzungen! Übrigens: In den Namen steckt of ein „dox“. Es ist im Grunde das Wort „Dachs“. Es ist entstanden, weil das Wort für Engländer und Amerikaner beim Zuhören schwer zu verstehen und auszusprechen ist.

  • Dachsador – mit Labrador
  • Doxie Shep – mit Schäferhund
  • Jackshund – mit Jack Russell Terrier
  • Golden Dox – mit Golden Retriever
  • Doodle – mit Pudel
  • Chiweenie – mit Chihuahua

Süßer Dackel Foto: fpunshon/stock.adobe.com

Gesundheit und Pflege

Allgemeines

Dackel sind selten krank, denn sie sind sehr robust und widerstandsfähig. Bei guter Pflege haben sie eine hohe Lebenserwartung von 12-15 Jahren. Es gibt jedoch ein paar rassetypische Krankheiten.

Krankheiten

Durch ihren langen Körper leiden Dackel häufiger an Wirbelsäulen-Problemen als andere Rassen. Wenn sie genügend Bewegung und nicht zu viel Futter bekommen, ist die Gefahr dafür aber glücklicherweise sehr gering. Die Rasse sollte auf jeden Fall nicht ständig Treppen steigen müssen. Oder regelmäßig irgendwo hinauf- und hinunterspringen - zum Beispiel auf ein Sofa. Wenn dabei die Nerven des Rückenmarks gequetscht werden, kann es zur sogenannten Dackellähme kommen. Der Hund kann sich dann nicht mehr gut bewegen. Sollte der Nerv durch die Quetschung sogar verletzt oder abtrennt werden, kommt es zu einer dauerhaften Querschnittslähmung.

Fellfplege

Sie haaren zwar, aber sie liegen damit im „unteren Mittelfeld“. Das Fell der Lang- und Rauhhaardackel sollte regelmäßig gebürstet werden - häufiger als beim Kurzhaardackel.

Dackel Foto: Yellowj/Shutterstock

Herkunft und Zucht

Der Dackel ist eine deutsche Hunderasse. Früher wurde er vor allem als Jagdhund eingesetzt und half dabei. Er half dabei, Dachse zu jagen. Daher kommt auch der Name Dachshund – sogar auf Englisch wird er so bezeichnet. Die ungewöhnlich schmale, längliche Körperform wurde gezüchtet, damit er dem Dachs durch dessen tunnelartigen Bau folgen kann. Schnüffeln und Jagen ist auch heute noch seine große Leidenschaft. In der Jägersprache heißt er übrigens Teckel.

Woher kommt der Name?

Wurde der Hotdog nach dem Dackel benannt? Das würde wie die Faust aufs Auge passen. Die Hunde sehen tatsächlich ein bisschen aus wie eine kleine Wurst. Oft werden sie auch scherzhaft „sausage dog“, „wiener dog“ oder „weenie“ genannt, was englische Begriffe für Wurst sind. Es gibt allerdings keinen Beleg dafür, dass das Fast Food nach dieser Rasse benannt wurde.

Kauf

Kosten

Die Anschaffungskosten für einen Dackel Welpen liegen bei 500 bis 1.000 Euro. Das ist der Preis bei einem seriösen Züchter. Ein Tier günstiger bekommen zu wollen, ist nachvollziehbar. Aber: Erstens unterstützt man damit möglicherweise schlechte Zucht- und nicht artgerechte Haltungsbedingungen. Zweitens kann das Tier durch unerfahrene Züchter Erbkrankheiten haben. Also: Finger weg! Wer beim Kaufpreis sparen und gleichzeitig etwas gutes tun möchte, sollte im Tierheim vorbeischauen. Auch hier gibt es immer wieder Dackel, die ein liebevolles Herrchen oder Frauchen suchen. Die Schutzgebühr beträgt nur 200-350 Euro.

Fun Facts

Olympia

Das erste olympische Maskottchen war ein Dackel. Er hieß Waldi und unterstützte die Olympischen Spiele im Jahr 1972 in München als „Olympia-Waldi“.

Picasso

Der spanische Maler Pablo Picasso hatte einen Dackel.

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