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Gepard

Steckbrief Gepard

Größe bis 1,5 m (Körper), bis 70 cm (Schwanz)
Geschwindigkeit bis 120 km/h
Gewicht bis 60 kg
Lebensdauer 10-15 Jahre
Nahrung Huftiere (z. B. Gazellen), Tiere unter 60 kg
Feinde Löwen, Adler
Verbreitung Afrika, Asien
Lebensraum Savanne, Steppe
Ordnung Raubtiere
Familie Katzen
Wissenschaftl. Name Acinonyx jubatus
Merkmale schnellstes Landtier

Merkmale und Besonderheiten

Geparde gelten als die schnellsten Landtiere der Welt und sie sind berühmt für ihre außergewöhnliche Lauftechnik, durch die ihnen schnelle Richtungswechsel gelingen. Obwohl Geparde große Raubkatzen sind, gehören sie zu den „Kleinkatzen“ (wie Luchs, Puma und Ozelot) und nicht zu den „Großkatzen“ (wie Tiger, Jaguar, Löwe und Leopard). Geparde leben hauptsächlich in Afrika, südlich der Sahara.

Aussehen

Zu den besonderen äußerlichen Merkmalen zählen die schwarzen Tupfen im Fell und die senkrecht verlaufenden Streifen im Gesicht. Diese lassen einen Gepard so aussehen, als würde er Tränen vergießen. Der Gepard hat lange, schlanke Beine und einen langen Schwanz (70 cm), der fast die Hälfte seiner Körperlänge (1,5 m) ausmacht. Obwohl er so groß ist, wiegt er nur 60 kg.

Arten

Laut der IUCN (Internationale Union zur Bewahrung der Natur) gibt es drei afrikanische und eine asiatische Unterart. Die afrikanischen Geparde leben überall in Afrika, die meisten davon im Südosten. Vom asiatischen Gepard gibt es nur 12 Tiere, neun männliche und drei weibliche (Stand vom Januar 2022). Sie leben im Iran.

Gepard Foto: Stuart G Porter/Shutterstock

Verhalten

Sind Geparde Rudeltiere?

Nein. Die einzigen Raubkatzen, die Rudel bilden sind Löwen. Trotzdem sind Geparde nicht grundsätzlich Einzelgänger. Die Weibchen leben mit ihren Jungen zusammen, solange sie sie aufziehen. Die männlichen Tiere finden sich häufiger in kleinen Gruppen zusammen, um gemeinsam zu jagen. Oft sind es Brüder aus demselben Wurf.

Sind Geparde nachtaktiv?

Nein, Geparde sind tagaktiv. Da sie ihre Beute gegen andere Raubkatzen nicht gut verteidigen können, ist es ein Vorteil, bei Tag zu jagen, denn Raubkatzen wie Löwen, Leoparden und Jaguare sind eher nacht- und dämmerungsaktiv.

Können Geparde klettern?

Ja, aber sie können nicht so geschickt und auch nicht so hoch klettern, wie andere Raubkatzen, z. B. Leoparden.

Kann ein Gepard eine Giraffe töten?

Nein. Geparde können keine Giraffen töten. Diese sind zu groß und zu schwer für einen kleinen Gepard. Auch Strauße und Zebras kann er nicht erlegen. Außerdem können diese Tiere, einen Gepard mit einem kräftigen Tritt töten, daher werden sie eher gemieden.

Lebenserwartung

In freier Wildbahn wird ein weiblicher Gepard etwa 14-15 Jahre alt, ein männlicher Geparde etwa 10 Jahre.


Ab hier folgen Steckbrief-Infos von tierchenwelt-Fan L.R.:

Fortbewegung

Geschwindigkeitsrekord

Geparde die schnellsten Landtiere der Welt. Was wäre, wenn man seinen Sprint mit dem des aktuell schnellsten Menschen der Welt, dem Jamaikaner Usain Bolt, vergleicht?

Usain Bolt stellte im Jahr 2009 einen Weltrekord über 100 m auf. Er lief die Strecke in 9,58 Sekunden. Ein Gepard sprintete in den USA auf einem speziellen Parcours ebenfalls100 m. Nach sagenhaften 6,13 Sekunden kam er im Ziel an. Deutlich früher als der jamaikanische Star.

Warum können Geparde so schnell laufen?

Der Gepard ist durch und durch für das Sprinten geschaffen. Er hat lange, schlanke Beine, einen schlanken Körper und eine flexible Wirbelsäule, die ihm große Schrittlängen von bis zu 7 m ermöglicht. Seine Nasenhöhlen, Bronchen und Lungen sind vergrößert, um mehr und schneller Sauerstoff einatmen zu können. Dafür ist das Gebiss kleiner, und im Vergleich zu anderen Katzenarten eher schwach.

Gepard Foto: GUDKOV ANDREY/Shutterstock

Jagdtechnik

Wenn der Gepard ein Beutetier, zum Beispiel eine Antilope, sichtet, pirscht er sich auf etwa 100 m an das Opfer heran. Dann rennt er los und beschleunigt blitzschnell.

Der Überraschungseffekt verschafft ihm wertvolle Zeit, denn hat er die Beute nach ungefähr 400 m immer noch nicht erreicht, muss er aufgeben. Erreicht er sie aber, läuft er in die Beine der Beute, die dann stolpert und stürzt.

Nun drückt der Gepard mit seinem Gebiss die Kehle des Opfers zu, so dass es erstickt. Dann ruht er sich aus, denn durch den schnellen Sprint könnten sonst seine Muskeln überhitzen. Allerdings muss er sich danach mit dem Fressen beeilen, denn er kann sich gegen Futterneider wie Hyänen nicht verteidigen.

Gepard Foto: Dr Ajay Kumar Singh/Shutterstock

Fortpflanzung

Nach 95 Tagen kommen ein bis drei Junge zur Welt. Die ersten acht Wochen bleiben sie in gut versteckt in dichtem Gebüsch. Das ist wichtig für die Sicherheit der Jungtiere, denn das Muttertier kann ihren Nachwuchs nicht verteidigen. Auf dem Rücken der kleinen Geparde wachsen silbrige Haare, die sie nach etwa drei Wochen schon wieder verlieren.

Feinde und Bedrohungen

Sind Geparde eine gefährdete Tierart?

Es gibt nur noch 6.500 Geparde (Stand von Mai 2021). Sie sind daher der roten Liste der IUCN als gefährdet eingestuft.

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Weitere Tiere im Lebensraum:

Der Gepard ist verwandt mit:

  • Puma

Video: 26 spannende Fakten über Geparde (öffnet Video bei YouTube)

(Video öffnet auf YouTube)

Hinweis: Auf unserer Webseite werden Tiere für Kinder erklärt. Solange du Schüler bist, darfst du die Infos gerne als Grundlage zum Lernen, für dein Referat, Plakat, Arbeitsblatt, Vortrag, Präsentation oder Hausaufgabe im Unterricht in der Schule verwenden.

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