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Stinktier

Steckbrief Stinktier

Größe bis 45 cm (Schwanz bis 25 cm)
Geschwindigkeit bis 16 km/h
Gewicht bis 6,3 kg
Lebensdauer 5-8 Jahre
Nahrung Fische, Früchte, Körner, Gräser
Feinde Eulen, Koyoten, Wildkatzen
Verbreitung Kanada, Nordamerika, Mittelamerika, Südamerika
Lebensraum Steppe, Grasland, Buschland
Ordnung Raubtiere
Familie Skunks
Wissenschaftl. Name Mephitidae
Merkmale meistens schwarz-weiß gestreiftes Fell, übler Geruch

Stinktiere sind kleine Raubtiere, die in Steppen, Halbwüsten, Buschland und offenen Wäldern in Nord-, Mittel und Südamerika leben. Sie heißen eigentlich „Skunks“ oder „Skunke“, werden aber umgangssprachlich Stinktiere genannt.

Welche Stinktier-Arten gibt es?

Die Familie umfasst den Streifenskunk, Fleckenskunk, Ferkelskunk und den Stinkdachs. Alle Tiere sind an ihrem schwarz-weißen Fell leicht zu erkennen und haben in etwa die Größe einer Hauskatze. Den Rekord für das übelste „Parfüm“ unter den Stinktieren hält der Streifenskunk.

Stinktier Stinktier - Foto: Debbie Steinhausser/Shutterstock

Die Stinktier-Flüssigkeit

Das Sekret des Stinktiers riecht wie ein Mix aus Knoblauch, Schwefel, angebranntem Gummi und faulen Eiern. Wir nennen es liebevoll "Eau de Stinktier". Selbst in 4 km Entfernung kann man es noch wahrnehmen. Produziert wird das gelbe Öl in zwei Drüsen, die sich unterhalb des Schwanzes befinden.

Die Flüssigkeit stinkt nicht nur, sie verursacht kurzzeitig sogar Blindheit. Auch beim Menschen. Wer es verschluckt, muss sich übergeben und kann sogar bewusstlos werden.

Wie weit können Stinktiere sprühen?

Hier gibt es unterschiedliche Meinungen. Manche sagen, das Stinktier kann bis zu 3 m weit sprühen, andere sind davon überzeugt, dass es bis zu 6 m sind.

Stinktier-Sekret in der Kleidung

Wenn das Stinktier Kleidung getroffen hat, kann man diese nur noch wegwerfen. Der Geruch geht nie wieder raus, auch wenn man die Kleidung noch so oft wäscht. Auch auf der Haut hält sich der Geruch tagelang, ohne schwächer zu werden.

Stinktier Stinktier - Foto: Debbie Steinhausser/Shutterstock

Der Einsatz der Stink-Flüssigkeit

Die Stink-"Pistole" wird nicht leichtsinnig gezückt, denn ein Stinktier benötigt mehrere Tage, bis die Drüsen wieder genügend Flüssigkeit hergestellt haben.

Wenn sich Stinktiere bedroht fühlen

Bei Gefahr stellen Stinktiere zuerst den Schwanz auf. Für die meisten Tiere ist das schon Warnung genug. Sie nehmen die Beine in die Hand (oder Pfote) und fliehen. Wurde die erste Warnung missachtet, stellen sich Stinktiere auf ihre Vorderbeine und verbiegen ihren Körper u-förmig Kopf und Schwanz zeigen dabei zum Angreifer. Außerdem fletschen sie die Zähne. Jetzt ist ein Angriff schon fast unvermeidlich.

Und wenn Artgenossen miteinander kämpfen?

Die Vermutung liegt natürlich nahe, dass sich Stinktiere im Kampf (z. B. um eine Stinktier-Lady) gegenseitig besprühen. Dies wurde aber noch nie beobachtet.

Stinktier Stinktier - Foto: Heiko Kiera/Shutterstock

Der einzige Feind des Stinktiers

Stinktiere können nicht besonders schnell rennen. Viele Feinde hätten daher leichtes Spiel. Doch das einzige Tier, das sich an diese "müffelnde Beute" heranwagt ist der amerikanische Virginia-Uhu. Er hat kein Problem mit der stinkenden Flüssigkeit, die das Stinktier produziert. Warum? Es ist ganz einfach: Er riecht sehr schlecht.

Schlangengift macht Stinktieren nichts aus

Stinktiere sind unempfindlich gegen Schlangengift. Sie müssten 10 mal mehr Gift abbekommen wie ein Tier vergleichbarer Größe, um daran zu sterben.

Wie alt werden Stinktiere?

90 % der Stinktiere überleben leider den ersten Winter nicht und werden maximal 3 Jahre alt. Als „Haustier“ können Stinktiere bis zu 15 Jahre leben.

Weitere Tiere im Lebensraum Grasland, Buschland, Steppe:

Das Stinktier ist verwandt mit:

Stinktier Stinktier - Foto: James Coleman/Shutterstock

Hinweis: Auf unserer Webseite werden Tiere für Kinder erklärt. Solange du Schüler bist, darfst du die Infos gerne als Grundlage zum Lernen, für dein Referat, Plakat, Arbeitsblatt, Vortrag, Präsentation oder Hausaufgabe im Unterricht in der Schule verwenden.