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Tiere in Waldtundra und Taiga

Die Waldtundra ist eine Landschaft mit kaltem Klima, das sich von der Tundra vor allem dadurch abgrenzt, dass in ihr Bäume wachsen können.

Steckbrief Lebensraum Waldtundra und Taiga
Ökozone: Boreale Zone
Lage: Norwegen, Sibirien, Kamtschatka, Alaska, Kanada, Neufundland
Größe: 13,1 % der Landoberfläche
Ø-Temperatur/Jahr: -10 bis 5 Grad Celsius
Ø-Niederschlag/Jahr: 200-900 mm
Niederschlag: gering, vor allem Schnee
Luftfeuchtigkeit: mittel
Merkmale: geringe Artenvielfalt, lange Winter, kaltes Klima

Die Waldtundra und die Taiga beginnen dort, wo die baumlose Tundra im Norden aufhört. Das Klima ist „kaltgemäßigt“. Die Winter sind lang und es liegt 6-8 Monate Schnee. Die Sommer sind kurz und kühl. Obwohl der Boden meist geforeren ist, können neben Pflanzen auch Nadelbäume wie Tannen, Fichten, Lärchen und Kiefern wachsen.

Im Süden geht die Waldtundra in die Taiga über. Taiga ist russisch und heißt „dichter, sumpfiger Wald“. Offiziell wird sie aber „borealer Nadelwald“ genannt. „Boreal“ ist griechisch und bedeutet so viel wie „nördlich“. Die Taiga erstreckt sich über ganz Nordamerika (vor allem Kanada, Alaska). In Europa findet man borealen Nadelwald vor allem in Norwegen, Schweden, Finnland, Russland, im Norden Kasachstans, der Mongolei und Japan.

Im Sommer leben in Waldtundra und Taiga große Rentierherden, die vor dem arktischen Winter wieder Richtung Süden wandern und seinem nach Ende wieder zurückkehren. Säugetiere, die ebenfalls in der Waldtundra und der Taiga leben, sind Marder, Vielfraße, Lemminge, Rentiere, Elche, Hirsche, Luchse, Braunbären, Schwarzbären, Füchse, Hasen, Otter, Biber, Stinktiere, Streifenhörnchen und Eichhörnchen. Die häufigsten Vogelarten sind Enten, Gänse, Raben, Kraniche, Möwen, Eulen, Hühner und Greifvögel wie Adler und Falken.

Im Süden von Waldtundra und Taiga beginnt die sogenannte „feuchte Mittelbreite“ mit Laub- und Mischwäldern und Steppen.

Bedeutung für das Ökosystem

Auch wenn die Artenvielfalt gering ist, gelten Waldtundra und Taiga als Lebensräume, die sehr empfindlich sind und schnell aus dem Gleichgewicht geraten können. Ursachen dafür sind vor allem die Förderung von Gas und Erdöl, aber auch die globale Erderwärmung, durch die z. B. häufig Waldbrände oder eine Zunahme von Baumschädlingen begünstigt. Außerdem schädigt die globale Luftverschmutzung die Pflanzen und Gewässer.

Tiere der Waldtundra und Taiga: