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Tiere in Eisschild und Kältewüste

In der Arktis und der Antarktis ist es extrem kalt und trocken und es wachsen kaum Pflanzen. Die Vegetations- und Klimazonen, die man hier findet, nennen sich Eisschild, Eiswüste und Kältewüste. Welche Tiere können in diesen Gebieten überleben und wie haben sie sich an ihren Lebensraum angepasst?

Eisbär Foto: Alexey Seafarer/Shutterstock

Steckbrief Eisschild und Kältewüste

  • Ökozone: Polare Zone
  • Lage der Eisschilde: Antarktis, Grönland
  • Größe der Eisschilde: 10,8 % der Landoberfläche
  • Lage der Kältewüsten: Arktis, Antarktis, Hochgebirge
  • Größe der Kältewüsten: 2 % der Landoberfläche
  • Ø-Temperatur/Jahr: -30 bis unter 0 Grad Celsius
  • Ø-Niederschlag/Jahr: weniger als 100-200 mm
  • Niederschlag: sehr gering
  • Luftfeuchtigkeit: sehr gering
  • Merkmale: sehr kalt, geringe Artenvielfalt, keine Bäume, kaum Pflanzen

Welche Tiere leben in Arktis und Antarktis?

In der extremen Kälte des antarktischen Eisschildes kann kein Tier dauerhaft überleben. Im angrenzenden arktischen Ozean leben aber viele Fische, Wale, Walrosse, Robben (z. B. Sattelrobben, Weddellrobben, Seeleoparden) und Seevögel. Am Rande des Eisschildes beginnen die Kältewüsten. Dort trifft man auf Eisbären, Pinguine, Polarfüchse, Polarwölfe, Lemminge, Rentiere, Hermeline, Polarhasen, Schnee-Eulen, Papageitaucher und Küstenseeschwalben.

Wie überleben Tiere in Arktis und Antarktis?

Tiere in der Arktis und Antarktis haben sich ihrem Lebensraum angepasst. Sie haben besonders dichtes Fell, Gefieder oder eine dicke Fettschicht, um möglichst viel Wärme zu speichern und möglichst wenig davon zu verlieren.

Wie haben sich Tiere an das Leben in Arktis und Antarktis angepasst?

Der Polarfuchs hat zum Beispiel von allen Säugetieren das wärmste Fell. Pinguine haben eine dicke Fettschicht und drängen sich dicht aneinander, um sich gegenseitig warm zu halten. Lemminge graben Tunnel unter der Erde und Schnee-Eulen haben sogar Federn an ihren Füßen.

Beschreibung von Eisschild und Kältewüste

Als Eisschild, Eiswüste oder Inlandeis wird Land bezeichnet, das von Eis bzw. von Gletschern bedeckt ist. Diese gibt es nur auf der Südhalbkugel in der Antarktis (ca. 83 %) und auf der Nordhalbkugel in Grönland (ca. 16 %). Hier wachsen keine PflanzenKältewüsten sind sehr kalte, karge Landschaften in der Arktis und Antarktis. Sie sind eisfrei, aber sie haben fast keine Erdschicht, sondern bestehen vor allem aus Steinen, die durch die Kälte verwittert sind. Zu den wenigen Pflanzen, die in Kältewüsten wachsen zählen Flechten, Algen, Moose und Gräser. Die Tierwelt ist auch hier nicht sehr artenreich. Kältewüsten gibt es auch in Hochgebirgen, z. B. in den Anden oder im Himalaya. Dann nennt man sie „alpine Kältewüsten“.

Bedeutung für das Ökosystem

Warum brauchen wir Eisschilde? Durch die globale Erwärmung, also dem Anstieg der Temperatur auf der ganzen Erde, schmelzen die Eisschilde und der Meeresspiegel steigt an. Es kommt immer häufiger und zu höheren Überschwemmungen. Menschen, die in Küstennähe wohnen, verlieren ihr Zuhause und Felder für die Landwirtschaft werden zerstört. Außerdem vermischt sich das Salzwasser mit dem Grundwasser, also unserem Trinkwasser, so dass es nicht mehr trinkbar ist.

Fun Facts

Die größte Wüste der Erde

Die größte Wüste der Erde ist nicht die Sahara. Es ist die Antarktis, dicht gefolgt von der Arktis. Der Begriff Wüste bezeichnet Gebiete, die so trocken sind, dass dort nur wenige oder sogar gar keine Pflanzen wachsen können. Das trifft auch auf kalte Landschaften zu. Somit ist die Sahara zwar die größte heißeste Wüste, aber „nur“ die drittgrößte Wüste der Welt.

Größte Eismasse

Der antarktische Eisschild ist die größte einzelne Eismasse der Erde. Er hat eine Fläche von 14 Mio. qkm und macht 90 % des Süßwassers auf der Erde aus.

Niedrigste Temperatur

Die niedrigste je gemessene Temperatur in der russischen Forschungsstation „Vostock“ in Princess Elizabeth Land (Antarktis) war -89,2 Grad Celsius.

Tiere in Eisschild und Kältewüste:


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