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Orca

Steckbrief Orca/Schwertwal
Größe 6-8 m
Geschwindigkeit bis 56 km/h (Kurzstrecke), 10-20 km/h (Langstrecke)
Gewicht bis zu 6 t
Lebensdauer 50-80 Jahre
Ernährung Fische, Robben, Kalmare, Pinguine, Meeressäuger
Feinde Große Haie (nur Orca-Kälber)
Lebensraum Meer und Küstengebiete
Ordnung Wale
Unterordnung Zahnwale
Familie Delfine
Wissenschaftl. Name Orca orcinus
Merkmale schwarz-weißer, großer Wal
Orcas sind Delfine

Wenn man das Wort Delfin hört, hat man gleich das Bild eines grauen Meeressäugers im Kopf, das freundlich lächelt und lustig quietscht. Es gibt jedoch rund 40 Delfin-Arten in den unterschiedlichsten Größe und Farben – und der Orca ist der größte und schwerste unter ihnen.

Warum sind Orcas schwarz-weiß?

Wenn man unter Wasser Richtung Wasseroberfläche sieht, dann ist diese meist durch das Tageslicht sehr hell. Den weißen Bauch eines Orcas können Beutetiere und Feinde deshalb nur schwer erkennen. Von oben sehen sehen sie nur seinen schwarzen Rücken, der sich von der Dunkelheit in der Tiefe kaum abhebt, also kaum von seiner Umgegung zu unterscheiden ist.

• Video: 28 wissenswerte Fakten über Orcas (öffnet Video bei YouTube)

Video Orca

Leben im Wasser

Orcas schwimmen täglich Strecken von bis zu 160 km. Sie tauchen etwa 30-150 m tief und können 15-20 Minuten unter Wasser bleiben. Für gewöhnlich tauchen sie aber alle 2-5 Minuten auf, um Luft zu holen.

Orcas lieben die Gemeinschaft

Orcas leben in Gruppen von 10-70 Tieren und sind sehr sozial. Sie trennen sich nur selten, sondern schwimmen fast immer zusammen. Jede Gruppe hat sogar ihren eigenen Dialekt, das heißt, sie haben eine bestimmte Art Laute zu erzeugen und pflegen auf diese Weise den Zusammenhalt. In einer Orca-Gruppe kümmern sich außerdem alle Tiere um den Nachwuchs, egal, ob sie direkt verwandt sind oder nicht. Da die Tiere in Ausnahmefällen 80 Jahre alt werden können, leben manchmal bis zu vier Generationen zusammen.

Orca Orca - Foto: Tory Kallman/Shutterstock

Orcas sind hungrig

Orcas fressen am Tag rund 200 kg Futter, das aus 20-30 verschiedenen Säugetier-, Vogel- und Fischarten bestehen kann.

Orcas sind intelligente Jäger

Orcas jagen in Teams und setzen vielfältige Jagdstrategien ein. Sie verwirren ihre Beute mit Luftblasen, betäuben sie mit Flossenschlägen, treiben sie zusammen, schneiden ihnen den Weg ab, schnappen oder stoßen Beutetiere von Eisschollen herunter oder "spülen" sie von Eisschollen herunter, indem sie mit einem kräftigen Flossenschlag eine große Welle erzeugen.

Orca Orca - Foto: Tory Kallman/Shutterstock

Warum wird der Orca „Killerwal“ genannt?

Seit Jahrhunderten wird der Orca als Killerwal gefürchtet. Menschen gegenüber ist er aber vor allem freundlich und neugierig. Wieso also Killerwal? Zuerst einmal: Eigentlich heißt das Säugetier weder Orca noch Killerwal, sondern Schwertwal. Der Name Orca leitet sich von seinem wissenschaftlichen Namen Orcinus orca ab. Der Name Killerwal entstand wahrscheinlich wegen seiner "Speisekarte": Er frisst nicht hauptsächlich, aber hin und wieder Wale wie kleine Delfine, Zwergwale und Grauwale. Die Fischer nannten ihn deshalb „whale killer“, was auf Deutsch "Walkiller" heißt. Durch einen Verdreher wurde daraus „killer whale“.

Orca Orca - Foto: Karoline Cullen/Shutterstock

Zweitgrößtes Gehirn

Orcas haben das zweitgrößte Gehirn aller Meeressäugetiere. Das größte besitzt der Pottwal.

Fortpflanzung

Orcas haben eine von Tragzeit 12-18 Monaten. Bei der Geburt wiegt ein Orca-Kalb bereits 200 kg und ist schon 2,4 m lang. Mutter und Kind haben eine sehr enge Bindung, die meist ein Leben lang dauert. 

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