Ameisenigel
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Kloakentiere sind Säugetiere, die sich von allen anderen Säugetieren unterscheiden: Sie bringen keine lebenden Babys auf die Welt. Stattdessen legen sie Eier, aus denen ihr Nachwuchs schlüpft. Deshalb nennt man sie auch eierlegende Säugetiere. Sowohl für die Eier als auch für ihre Ausscheidungen haben sie eine gemeinsame Körperöffnung: die Kloake.
Kloakentiere sind einzigartig. Obwohl sie Säugetiere sind, legen sie Eier. Schnabeltiere bauen ein Nest, in dem sie die Eier bebrüten. Bei den Ameisenigeln kommen die Eier in eine Bauchtasche - ähnlich wie bei den Beuteltieren. Wie bei den Vögel haben auch die Babys der Kloakentiere einen „Eizahn“, mit dem sie die Schale durchbrechen können.
Kloakentiere haben im Gegensatz zu allen anderen Säugetieren eine Kloake. So wird die Körperöffnung genannt, in der sowohl Geschlechts- als auch Ausscheidungsorgane münden. Alle anderen Säugetiere haben dafür getrennte „Ausgänge“.
Kloakentiere haben eine überraschend niedrige Körpertemperatur und einen langsamen Stoffwechsel. Sie haben sich ursprünglich aus Reptilien entwickelt und diese Eigenschaften bis heute behalten. Der Vorteil ist: Sie benötigen weniger Nahrung und verbrauchen weniger Energie. Der Nachteil ist: Sie sind insgesamt langsamer und haben eine geringe Ausdauer.
Kloakentiere haben Sinneszellen, mit denen sie elektrische Felder wahrnehmen können. Beim Ameisenigel sitzen sie in der Nase und beim Schnabeltier befinden sie sich im Schnabel. Da alle Lebewesen elektrische Felder haben, können sie auf diese Weise Beutetiere aufspüren.
Geschrieben von Silke Menne.
Geschrieben von Silke Menne.
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