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Ameisenigel

Steckbrief Ameisenigel
Größe 35-52 cm
Geschwindigkeit 30 km/h
Gewicht 2,5 bis 7 kg
Lebensdauer 14-18 Jahre (in freier Wildbahn)
Ernährung Ameisen, Termiten, Insekten
Feinde Dingos, Rotfüchse
Lebensraum Australien, Neu, Guinea, Tasmanien
Ordnung Kloakentiere
Familie Ameisenigel
Wissenschaftl. Name Tachyglossidae
Merkmale Eierlegendes Säugetier, Stacheln

Der Igel, der eigentlich gar keiner ist! Ameisenigel heißen und sehen zwar so aus wie Igel, sind aber so genannte Kloakentiere. Das sind Säugetiere, die keine lebenden Jungen gebären, sondern Eier legen. Ameisenigel bewohnen kalte Wälder in Australien, Tasmanien und Neuguinea. Es gibt zwei Arten von Ameisenigeln: den Langschnabel- und den Kurzschnabel-Ameisenigel.

Was fressen Ameisenigel?

Ameisenigel ernähren sich von Ameisen, Termiten und anderen Insekten. Sie stecken ihre Nase in die Erde und schleudern ihre Zunge in hohem Tempo heraus, um Ameisen und Termiten aus der Erde zu holen. Ihre Zunge wird 15-18 cm lang, was 30-50% seiner Körperlänge entspricht.

Wie leben Ameisenigel?

Ameisenigel sind meist dämmerungsaktiv. In wärmeren Gegenden sind sie auch am Tag und in kälteren auch in der Nacht unterwegs. Sie verbringen die meiste Zeit damit, nach Ameisen und Termiten zu suchen und durchwühlen dazu Laub, graben in der Erde oder brechen mit ihren Krallen morsches Holz auf. Wenn sie schlafen oder sich ausruhen, verstecken sie sich häufig unter Pflanzen und Wurzeln oder halten sich in Baumhöhlen und Felsspalten auf.

Ameisenigel Ameisenigel - Foto: Kristian Bell/Shutterstock

Bedeutung für das Ökosystem

Nicht immer lässt sich auf Anhieb erkennen, wieso ein bestimmtes Tier wichtig für das Gleichgewicht in der Natur sein sollte. Gerade, wenn es sich um ein so kleines, merkwürdig aussehendes Tier handelt. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass Ameisenigel bei der Suche nach Futter pro Jahr rund 200 Kubikmeter Erde „umgraben“. Das sind über 1.300 Badewannen voller Erde. Beim Umgraben lockert das Tier die Erde auf und macht sie nährstoffreicher.

Warum hat der Ameisenigel Stachel?

Zur Verteidigung gegen Wildhunde, Füchse und Dingos. Sie werden bis zu 6 cm lang!

Was machen Ameisenigel bei Gefahr?

Ameisenigel haben außergewöhnlich starke Arme und können mit ihren großen, schaufelartigen Krallen sehr, sehr schnell graben. Wenn sie sich in Sicherheit bringen müssen, graben sie einfach schnell eine Mulde. Nach wenigen Sekunden kann man nur noch ihren stachligen Rücken sehen - keine Chance für Angreifer! Wenn es keine Möglichkeit zum Graben gibt, rollen sich die Tiere zu einer Kugel zusammen oder versuchen, wegzulaufen. Ameisenigel können übrigens auch gut klettern und schwimmen.

Ameisenigel Ameisenigel - Foto: Ivana Svecova/Shutterstock

Wo sind die Ohren?

Ameisenigel haben keine sichtbaren Ohren - aber sie besitzen welche! Sie sehen aber eher wie Schlitze aus. Auch wenn die Ohrmuschel fehlt, haben die Tiere einen ausgezeichneten Gehörsinn.

Der Geruchssinn

Ameisenigel besitzen auch einen sehr guten Geruchssinn. Sie haben eine besonders feinfühlige Nase, auf der sich sogenannte Elektrorezeptoren befinden. Rezeptoren sind besondere Zellen. Der Begriff geht auf der lateinische Wort „recipere“ für „aufnehmen“, „empfangen“ zurück. Mit diesen Rezeptoren nehmen sie - ebenso wie Schnabeltiere - elektrische Signale (z. B. Muskelbewegungen) anderer Tiere wahr.

Ameisenigel Ameisenigel - Foto: Wonderly Imaging/Shutterstock

Niedrige Körpertemperatur

Ameisenigel haben eine Körpertemperatur von nur 30-32 Grad Celsius. Zum Vergleich: Bei Menschen liegt sie um die 37,4.

Sind Ameisenigel eine bedrohte Tierart?

Der Kurzschnabel-Ameisenigel ist keine gefährdete Tierart, aber die Unterarten des Langschnabel-Ameisenigel gelten als „stark gefährdet“ oder sogar „vom Aussterben bedroht“.

Fortpflanzung

Ameisenigel legen in der Regel nur ein Ei im Jahr. Es ist nicht größer als eine Weintraube und wird nach dem Legen in der Bauchfalte des Weibchens aufbewahrt. Nach etwa 10 Tagen schlüpft der Baby-Ameisenigel. Zu diesem Zeitpunkt ist er nur 12-15 mm groß und wiegt nur 1,5 bis 2 Gramm. Er bleibt rund 50 Tage in der Bauchfalte, um wohl beschützt heranzuwachsen. Dann muss er nach draußen, denn dann beginnen seine Stacheln zu wachsen.

Ameisenigel Ameisenigel - Foto: Natalia Golovina/Shutterstock

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