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Rentier

Steckbrief Rentier

Größe bis 1,1 m (Schulterhöhe)
Geschwindigkeit bis 80 km/h
Gewicht bis 300 kg
Lebensdauer 12-15 Jahre
Nahrung Moos, Flechten, Gräser
Feinde Bären, Wölfe
Verbreitung Nordamerika, Nordeuropa, Nordasien, Grönland
Lebensraum Tundra, Taiga, Nadelwald
Ordnung Paarhufer
Familie Hirsche
Wissenschaftl. Name Rangifer tarandus
Merkmale Geweih bei Männchen und Weibchen

Merkmale und Besonderheiten

Rentiere zählen zur Familie der Hirsche und leben als Herdentiere hauptsächlich in den kälteren Gebieten Nordamerikas, Nordeuropas und Nordasiens. Im Sommer leben sie in der Tundra, einer kargen Landschaft ohne Bäume und im Winter in Nadelwäldern, der so genannten Taiga. Das bekannteste (nicht reale) Rentier ist Rudolph mit der roten Nase (mehr dazu weiter unten). Das Rentier ist die einzige Hirschart, bei der sowohl männliche als auch weibliche Tiere ein Geweih tragen.

Rentiere haben „Schneeschuhe“

Rentiere leben im hohen Norden und stapfen immer im Schnee herum. Damit sie nicht stecken bleiben und ständig jemand den Abschleppdienst rufen muss (kleiner Scherz), haben sie spezielle Hufe. Sie sind sehr breit und so elastisch, dass sie beim Aufsetzen noch etwas breiter werden. Es ist wie bei Schneeschuhen: Das Gewicht wird gleichmäßig auf eine größere Fläche verteilt, der Schnee gibt weniger nach und das Rentier sinkt nicht ein. Auf normalem Boden kann man sogar hören, wie ihre Hufe beim Aufsetzen knarzen.

Rentier Rentier - Foto: NancyS/Shutterstock

Wie überleben Rentiere eisige Kälte?

Rentiere haben einen besonderen Trick. Sie essen Moos und das enthält eine bestimmten Wirkstoff, die ihr Blut davor bewahrt, zu gefrieren, wenn sie durch die eisige Arktis ziehen. Das Moos ist für das Rentier also wie das Frostschutzmittel für die Scheibenwischanlage im Auto.

Rentiere sind Herdentiere

Wer isst nicht gerne zusammen mit einem Kumpel eine Pizza oder Pommes? Rentieren geht es da nicht anders. Sie suchen in großen Herden nach Futter. Würden sie in einer Pizza-Bude einlaufen, dann dürfte dem Pizzabäcker jedoch vermutlich der Unterkiefer herunterklappen. Denn der hätte auf einen Schlag 1.000 bis 10.000 Rentiere vor der Tür stehen.

Rentier Rentier - Foto: Steve Allen/Shutterstock

Rudolph mit der roten Nase

Jedes Jahr zu Weihnachten hört man Rudolph im Radio: „Rudolph the red-nosed reindeer had a very shiny nooose...“ Die Rede ist von einem kleinen unglücklichen Rentier, das eine ziemlich rote, glänzende Nase hat und von allen anderen Rentieren deshalb ausgelacht wird. Der Weihnachtsmann dagegen findet Rudolphs Nase ziemlich cool, denn sie leuchtet und, wer fährt schon gerne den Schlitten in stockdunkler Nacht in den Graben?

Rentier Rentier - Foto: Gertjan Hooijer/Shutterstock

Fortpflanzung

Rentiere paaren sich zwischen September und November. Die Kälber kommen im darauf folgenden Mai oder Juni zur Welt. Nach etwa 45 Tagen fressen die Kälber bereits Gras, werden aber noch bis in den Herbst von der Mutter gesäugt.

Weitere Tiere im Lebensraum Tundra, Taiga:

Das Rentier ist verwandt mit:

Rentier Rentier - Foto: Christopher Kolaczan/Shutterstock

Hinweis: Auf unserer Webseite werden Tiere für Kinder erklärt. Solange du Schüler bist, darfst du die Infos gerne als Grundlage zum Lernen, für dein Referat, Plakat, Arbeitsblatt, Vortrag, Präsentation oder Hausaufgabe im Unterricht in der Schule verwenden.