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Flusspferd

Steckbrief Flusspferd
Größe bis 1,65 m (Schulterhöhe), bis 5,4 m (Länge)
Geschwindigkeit 30-40 km/h (Kurzstrecke)
Gewicht 1,0 bis 4,5 t
Lebensdauer 40-50 Jahre
Ernährung Wasserpflanzen, Gras
Feinde Löwen, Hyänen, Krokodile
Verbreitung Afrika
Lebensraum Flüsse, Seen, Schlammlöcher, Graslandschaften
Ordnung Paarhufer
Familie Flusspferde
Wissenschaftl. Name Hippopotamus amphibius
Merkmale massiger Körper, kurze Beine, großes Maul, lange Eckzähne

Flusspferde sind sehr schwere und große Pflanzenfresser, die in der Nähe von Wasser leben. Sie sind nachtaktiv und leben vorwiegend einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen. Sie sind die zweitschwersten Landtiere nach dem Elefanten. Besonderes Merkmal der Flusspferde sind ihre hauerartigen Eckzähne.

Es gibt zwei Arten von Flusspferden: das große Flusspferd (Hippopotamus amphibius) und das halb so große, etwas weniger bekannte Zwergflusspferd (Hexaprotodon liberiensis). Beide sind in Afrika heimisch.

Nilpferd oder Flusspferd?

Flusspferde wurden erstmals am Ufer des Nils entdeckt, daher gab man ihnen zuerst diesen Namen. Der Begriff ist aber veraltet und am Nil leben diese Tiere mittlerweile auch nicht mehr.

Das Zwergflusspferd

Während das „normale“ Flusspferd in Seen, langsam fließenden Flüssen und Graslandschaften lebt, hat das Zwergflusspferd einen etwas anderem Lebensraum: Regenwälder und Sümpfe. Weil es kleiner ist, kommt es gut durch das Dickicht des Regenwaldes und, weil es leichter ist, sinkt es in Sümpfen nicht so stark ein.

• Video: 24 wissenswerte Fakten über Flusspferde (öffnet YouTube/neuen Browser-Tab)

Video Flusspferde

Flusspferde sind schlechte Schwimmer

Flusspferde verbringen beinahe den ganzen Tag im Wasser. Schwimmen können sie aber nicht besonders gut. Mit ihrem Kampfgewicht von 4 t lassen sie sich einfach zu Boden sinken und laufen auf dem Grund umher. Dabei bewegen sie sich jedoch recht leichtfüßig, beinahe wie Tänzer. Die Tiere können bis zu 30 Minuten unter Wasser bleiben und schlafen dort sogar. Für gewöhnlich sind es aber meist nur 3-5 Minuten.

Flusspferde kommunizieren über und unter Wasser

Flusspferde haben die einzigartige Fähigkeit, Laute auszustoßen, die gleichzeitig über und unter der Wasseroberfläche zu hören sind. Sie sprechen quasi "amphibisch". Wie das geht? Sie erzeugen Töne mit ihrer Nase und ihrem Mund, während die Nase über der Oberfläche und der Mund unter der Oberfläche ist.

Flusspferde haben großen Hunger

Flusspferde fressen täglich 70 kg Wasserpflanzen und Gras, um satt zu werden.

Flusspferde sind Einzelgänger

"Der? Mein Kumpel? Nee, den kenn ich nicht." Flusspferde bilden keine Grüppchen. Auch wenn man oft mehrere Flusspferde zusammen sieht, gehören sie nicht unbedingt zu einer Familie oder zu einer Herde. Die Cliquen setzen sich jeden Tag neu zusammen. Nur Mutter und Kind bleiben zusammen.

Flusspferd Flusspferd - Foto: Redchanka/Shutterstock

Flusspferde schwitzen Blut

Zumindest hat man das früher behauptet. In Wahrheit besitzen Flusspferde Drüsen, die einen rötlichen Schweiß absondern. Er schützt sie vor dem Austrocknen, vor Bakterien und vor Sonnenbrand.

"Achtung, ich werf den Propeller an!"

Wenn Flusspferde „groß“ müssen, drehen sie dabei ihren Schwanz wie einen Propeller und verteilen ihren Kot wild in der Gegend. Auf diese Weise markieren sie ihr Revier.

Sind Flusspferde gefährlich?

Flusspferde sind groß und dick, können aber trotzdem schnell laufen. Wenn die kräftigen und oftmals aggressiven Tiere darüberhinaus auch noch verärgert sind oder ein Jungtier bei sich haben, sind Angriffe nicht ganz ungefährlich. Sie können auch Boote zum Kentern bringen.

Flusspferd Flusspferd - Foto: Johan Swanepoel / Shutterstock

Können Flusspferde springen?

Nein. Genausowenig wie Elefanten und Nashörner.

Was bedeutet Hippopotamus?

Klingt ja wie ein Zungenbrecher! Der englische und gleichzeitig auch wissenschaftliche Name des Flusspferdes wird deshalb auch oft mit Hippo abgekürzt.

Der Name stammt übrigens vom griechischen Wort "hippopótamos" und heißt so viel wie "Wasser-Pferd" (hippo = Pferd; potamós = Wasser). Vielleicht kommt dir der Begriff auch von den „Happy Hippo“-Sammelfiguren bekannt vor.

Flusspferde leben in Symbiose mit anderen Tieren

Kuhreiher und Madenhacker sitzen oft auf Flusspferden, um Parasiten aus ihrer Haut zu picken. Im Gegenzug warnen die Vögel das Flusspferd vor Raubtieren, die sich nähern.

Fortpflanzung

Flusspferde pflanzen sich im Wasser fort, wobei das Weibchen die meiste Zeit unter Wasser ist. Nach 227 bis 240 Tagen kommt ein Baby-Flusspferd zur Welt.

Flusspferdkälber kommen unter Wasser zur Welt

Baby-Flusspferde können von Geburt an schwimmen, denn sie werden unter Wasser geboren und werden sogar unter Wasser gesäugt.

Das älteste Flusspferd ...

… hieß Tanga und wurde 61 Jahre alt. Es lebte im Zoo in München und starb 1995.

Flusspferd Flusspferd - Foto: Chantal de Bruijne/Shutterstock

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