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Gorilla

Steckbrief Gorilla
Größe 140-175 cm
Geschwindigkeit bis 40 km/h
Gewicht bis 60-275 kg
Lebensdauer 35-50 Jahre
Ernährung Pflanzen, Wurzeln, Sprossen, Knollen
Feinde Leoparde, Krokodile
Lebensraum Afrika
Ordnung Primaten
Familie Menschenaffen
Wissenschaftl. Name Gorilla
Merkmale hohe Stirn, lange Arme

Gorillas sind die größten Affen der Welt. Sie ernähren sich ausschließlich von Blättern und sind dafür bekannt, mit den Fäusten auf der Brust zu trommeln. Sie werden oft als angriffslustig dargestellt, sind aber sehr friedliche Tiere.

Gorillas sind tagaktiv und leben in Wäldern, Bergwäldern und Sümpfen in verschiedenen Ländern Afrikas (Kamerun, Kongo, Äquatorial-Guinea, Nigeria, Gabu, Uganda und Ruanda). Gorillas gehören zu den Menschenaffen. Dazu zählen auch Orang-Utans, Schimpansen und Bonobos.

Die Gorilla-Arten

Man unterscheidet zwei Arten: den Westlichen Gorilla und den Östlichen Gorilla. Und es gibt vier Unterarten: Westlicher Flachlandgorilla, Cross-River-Gorilla. Östlicher Flachlandgorilla und Berggorilla. Alle Gorillaarten gelten durch die IUCN als „vom Aussterben bedroht“.

Was fressen Gorillas?

Gorillas sind Vegetarier und fressen 18-30 kg Pflanzen, Wurzeln, Sprossen und Knollen pro Tag. Wasser trinken sie nicht, denn die Pflanzen liefern genügend Flüssigkeit.

Wieso trommeln Gorillas auf die Brust?

Das wohl bekannteste Verhalten der Gorillas ist das Trommeln auf der Brust. Man kann es knapp 1 km weit hören. Es dient nicht nur dazu, anderen Männchen zu zeigen, wer der „coolste“ ist. Gorillas trommeln auch, um sich zu begrüßen, oder um einem anderen Tier mitzuteilen, wo sie sich befinden.

• Video: 28 Steckbrief-Fakten über Gorillas - Doku-Wissen für Kinder (öffnet YouTube/neuen Browser-Tab)

Video Gorilla

Gorillas benutzen Werkzeug

Gorillas verwenden Stöcke, um herauszfinden, wie tief ein Gewässer ist. Oder sie benutzen breite Holzstücke, um sicher über sumpfigen Boden zu gelangen. Wir haben einen Artikel über Werkzeuggebrauch und Intelligenz im Tierreich!

Woher kommt das Wort Gorilla?

Es stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Stamm der haarigen Frauen“.

Die größten Nestbauer

Unter den Säugetieren sind Gorillas die größten Lebewesen, die Nester bauen. Jedoch weniger für den Nachwuchs, denn der wird meistens Huckepack genommen. Sie bauen Nester um sich ein hübsches, gemütliches Plätzchen zum Schlafen und Ausruhen zu schaffen. Sie bestehen aus Blättern, werden jeden Tag neu gemacht und haben für gewöhnlich etwa 1 m Durchmesser.

Welche Feinde haben Gorillas?

Tust du mir nichts, dann tu ich dir auch nichts! Gorillas haben kaum Feinde. Lediglich Leoparden können den kleinen, schutzbedürftigen Babys zum Verhängnis werden. Der Mensch stellt letztlich eine viel größere Bedrohung dar, denn er zerstört durch Waldrodung den Lebensraum der Tiere.

Gorilla Gorilla - Foto: Eric Gevaert/Shutterstock

Größtes Trommelfell

Auch wenn ihre Ohren klein aussehen: Gorillas haben von allen Lebewesen das größte Trommelfell. Es misst 97 mm2. Im Vergleich dazu das Trommelfell des Menschen: 62 mm2.

Gorillas klettern!

Gorillas können sehr gut klettern und sind offensichtlich schwindelfrei, denn sie erklimmen Bäume bis in 40 m Höhe! Sie schwingen sich aber nicht wie Schimpansen von Ast zu Ast. Sie klemmen sich lieber zwischen Astgabeln. Berggorillas klettern am wenigsten.

Ieeeh, das ist nass!

Gorillas können nicht schwimmen.

Gorilla Gorilla - Foto: Joshua Minso/Shutterstock

Keine Nase wie die andere

Biologen identifizieren Gorillas immer anhand der Nasen. Keine zwei Nasen sind gleich!

Schnuller-Jahre

Baby-Gorillas kommen mit 2 kg Gewicht auf die Welt und werden für 3-4 Jahre gesäugt.

Welche Affen leben in Afrika?

Außer den Gorillas leben Schimpansen, Mandrille und Paviane auf dem afrikanischen Kontinent. Die Lemuren haben ihren „Wohnsitz“ auf der Insel Madagaskar vor der Südostküste Afrikas.

Gorilla Gorilla - Foto: paula french/Shutterstock

Der folgende Steckbrief-Abschnitt stammt von tierchenwelt-Fan Jovana Jevtic. Vielen Dank für den tollen Artikel! Willst du auch einen Fan-Steckbrief schreiben?

Autor JovanaDie sanften Riesen

Obwohl Gorillas friedlich sind, denken die meisten, dass Gorillas aggressiv sind und Menschen angreifen und töten würden. Diese Meinung verstärkte sich auch durch Filme wie „King Kong“.

Tatsächlich aber werden Gorillas werden auch sanfte Riesen genannt. Sie sind die freundlichsten und familiärsten Menschenaffen. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen. Der Silberrücken (das Oberhaupt der Gruppe) weiß sich zu verteidigen.

Knöchelgänger

Gorillas laufen meistens auf den Knöcheln. Sie stützen sich auf die zweiten und dritten Fingerglieder. Auch Schimpansen gehen übrigens, wie die Gorillas, im Knöchelgang.

Wenn Gorillas älter werden

Wenn männliche Gorillas alt werden, bekommen sie einen grauen Rücken, auch „Silberrücken“. Der Anführer einer Gruppe ist immer ein Silberrücken und das älteste Tier in der Gruppe. In der Wildnis werden sie 35-40 Jahre, in Gefangenschaft bis 50 Jahre alt.

Wer ist Dian Fossey?

Die Zoologin und Verhaltensforscherin Dian Fossey lebte Jahre lang unter Gorillas. Sie lernte die Tiere kennen und wurde in der Gruppe angenommen. Sie schrieb ein Buch, damit die Menschen lernen, keine Angst vor Gorillas zu haben und, um ihnen beizubringen, dass sie friedliche Wesen sind. Ihr berühmter Roman heißt „Gorillas im Nebel“.

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