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Lemur

Steckbrief Lemur / Katta

Größe bis 45 cm (Schwanz bis 60 cm)
Geschwindigkeit bis 20 km/h
Gewicht bis 3 kg
Lebensdauer 10-14 Jahre
Nahrung Früchte, Blätter, Blumen
Feinde Raubvögel, Wildhunde
Verbreitung Madagaskar
Lebensraum Regenwald, trockene Laubwälder, Dornwälder
Ordnung Primaten
Familie Gewöhnliche Makis
Wissenschaftl. Name Lemur catta
Merkmale langer, schwarz-weißer Schwanz

Merkmale und Besonderheiten

Lemuren sind Primaten, genauer gesagt Feuchtnasenaffen. Wenn wir über Lemuren reden, denken wir meist an Filme wie Madagaskar und meinen eine bestimmte Lemuren-Art namens Katta. Es gibt jedoch insgesamt knapp 100 Lemur-Arten. Ihre Fellfarbe reicht von dem bekannten grau über braun, weiß und schwarz bis hin zu rot.

Im folgenden Steckbrief geht es um den bekannten und beliebten Katta. Das besondere Merkmal der Kattas ist ihr schwarz-weiß gestreifter Schwanz und ihr Gesicht, das mit dunkel umrandeten, gelben Augen und weißen Fellzeichnungen einem Geist ähnlich sieht.

Lemur Lemur - Foto: Eric Gevaert/Shutterstock

Bei den Lemuren herrschen die Weibchen

Bei den Kattas (und den meisten anderen Lemuren-Arten) haben die Weibchen das Sagen. Das hat aber nicht etwa damit zu tun, dass die Weibchen größer oder stärker wären. Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum voneinander. Außer den Lemuren sind Hyänen und Erdmännchen die einzigen Säugetiere, bei denen ebenfalls Frauenpower angesagt ist.

Lemuren tragen Stinkkämpfe aus

Ja. Es heißt wirklich "Stinkkampf". Und ja, dabei stinkt wirklich etwas zum Himmel. Lemuren klemmen sich ihren Schwanz zuerst unter die Achseln, damit der fiese Geruch daran haften bleibt. Damit wird dann fleißig in Richtung des Konkurrenten gewedelt. Derjenige, der den Geruch nicht aushält und abhaut, hat verloren. Stell dir vor, jemand zieht sein T-Shirt aus, reibt es an seinen Achseln und hält es dir unter die Nase …

Lemur Lemur - Foto: Jearu/Shutterstock

Lemuren sonnen sich gerne

Wenn die Sonne aufgeht und die ersten wärmenden Strahlen auf die Erde treffen, genießen die Kattas gerne ein ausgiebiges Sonnenbad. Dazu fläzen sie nicht einfach auf dem Rücken oder dem Bauch herum ... nein, sie sonnen sich im Lotussitz. Dazu setzen sich auf den Hosenboden, strecken ihre Arme aus und kreuzen je nach Lust und Laune auch noch die Beine. Es wurde allerdings noch nicht beobachtet, ob sie dabei ein Mantra summen.

Lemuren benutzen ihren Schwanz zur Kommunikation

Am Boden halten Kattas ihren Schwanz wie eine Flagge nach oben. Sinn und Zweck der Aktion? „Hier bin ich!“...

Lemur Lemur - Foto: Jearu/Shutterstock

Woher kommt der Name Lemur?

Der Name der Lemuren stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Geister“. Tatsächlich dachten die Ureinwohner von Madagaskar, dass in den kleinen Affen die Geister ihrer Vorahnen wohnen würden. Auf Englisch heißt der Lemur ebenfalls "lemur" und der Katta "ring-tailed lemur".

Fortpflanzung

Nach der Paarung dauert es rund 135 Tage, bis ein Katta-Weibchen ein Junges zur Welt bringt. In den ersten Wochen klammert sich das kleine am Fell der Mutter fest. Nach etwa acht Wochen kann es feste Nahrung fressen und nach fünf Monaten kann es sich selbst versorgen.

Die Tiere im Film Madagaskar

Neben dem kleinen Lemur Julien gibt es im Animationsfilm Madagaskar auch Mausmakis, wie z. B. Mort. Sie gehören ebenfalls zu den Lemuren. Außerdem gibt es im Film ein Fingertier namens Maurice. Die Fingertiere bildet eine „Schwestergruppe“ der Lemure, weil sie sich selbst die nächsten Verwandten sind und dieselben Vorfahren haben. Fingertiere nennt man übrigens auch Aye-Aye.

Lemur als Haustier?

Mehr über das Thema erfährst du im Artikel Lemur als Haustier.

Weitere Tiere im Lebensraum Regenwald:

Der Lemur ist verwandt mit:

  • Fingertier
  • Plumplori

Lemur Lemur - Foto: l i g h t p o e t/Shutterstock

Hinweis: Auf unserer Webseite werden Tiere für Kinder erklärt. Solange du Schüler bist, darfst du die Infos gerne als Grundlage zum Lernen, für dein Referat, Plakat, Arbeitsblatt, Vortrag, Präsentation oder Hausaufgabe im Unterricht in der Schule verwenden.