ANZEIGE

Biber

Steckbrief Biber
Größe 74-102 cm (Körper), 20-35 cm (Schwanz)
Geschwindigkeit bis 8 km/h (beim Schwimmen)
Gewicht bis 11-32 kg
Lebensdauer bis 10-12 Jahre
Ernährung Baumrinden, Wasser- und Uferpflanzen
Feinde Wölfe, Bären, Luchse
Lebensraum Europa, Nordamerika
Ordnung Nagetiere
Familie Biber
Wissenschaftl. Name Castoridae
Merkmale zweitgrößtes Nagetier, paddelförmiger Schwanz, Schwimmhäute

Der Biber ist nach dem Capybara (Wasserschwein) das zweitgrößte Nagetier der Welt. Es gibt den europäischen und den kanadischen Biber. Biber leben in den Uferbereichen von stehenden und fließenden Gewässern. Dort errichten sie ihre Biberburg (zum Wohnen und Leben) und Biberdämme (zum Auftauen von Wasser).

Was fressen Biber?

Biber ernähren sich von Baumrinden sowie von Wasser- und Uferpflanzen.

Welche Feinde haben Biber?

Die natürlichen Feinde des Bibers sind Wölfe, Bären, Luchse, Pumas und wildernde Hunde.

Warum haben Biber gelbe oder orangefarbene Zähne?

Biber putzen sich nicht die Zähne. Ok, ok, das war ein Scherz! Biber haben gelbe oder orangefarbene Zähne, weil ihr Futter, also die Bäume und deren Rinde, viel Eisen enthält. Das färbt den Zahnschmelz orange und macht ihn außerdem sehr hart - was für den Biber sehr wichtig ist.

Biber Biber - Foto: SERGEI BRIK/Shutterstock

Biber sind:

1. Holzfäller

Biber sind beeindruckende Baumeister. Für ihre Dämme und Burgen fällen sie bis zu 1 m dicke Baumstämme. Sie nagen sie am unteren Ende sanduhrförmig ab, indem sie ihre eine Vorderzähne fest in das Holz schlagen und dann mit dem Unterkiefer hobeln. Am Ende ist der Baum in der Mitte so dünn wie ein Zahnstocher und fällt krachend zur Seite.

2. Bauarbeiter

Ein gefällter Baum wird danach erst mal „fachbiberisch“ in handliche Einzelteile zerlegt und zur Biberburg geschleppt. Dort bessert er seine „Wohnung“ mit ihnen aus und staut das Wasser auf.

3. Architekten

Das Bauwerk eines Bibers können bis zu 1,50 m hoch und 100 m lang werden. Er baut jedoch nicht immer Staudämme. Wenn ihm der Wasserstand gefällt, so wie er ist, verzichtet er darauf. Logisch, wozu die Mühe?! An steil abfallenden Ufern errichtet der Biber manchmal überhaupt keine Dämme, sondern legt stattdessen Tunnel in der Uferwand an.

Biber Biber - Foto: Ronnie Howard/Shutterstock

Die Biberburg

Biber legen eine so genannte Burg mit Biberröhren an. Diese haben alle unterschiedliche Aufgaben haben. Es gibt Fressröhren, Fluchtröhren und Spielröhren.

Wozu bauen Biber Dämme?

Die Biberburg ist für den Nager das Wohnzimmer, der Kühlschrank und ein heimeliges Schlafplätzchen. Luchse, Wölfe, Bären oder wildernde Hunde sieht er darin natürlich nur ungern. Daher liegt der Eingang immer UNTER Wasser. Und damit das auch so bleibt, baut er einen Staudamm, der den Wasserpegel immer auf demselben Stand hält.

Ungeliebter Biber

Biber sind beim Menschen nicht unbedingt beliebt, weil sie die Uferzonen verändern und das angrenzende Land zu einem Feuchtgebiet wird, das nicht so nutzbar ist, wie er sich das vorstellt. Außerdem können dadurch auch Straßen unterspült und zerstört werden. Dabei ist der Biber extrem wichtig für ein gesundes Ökosystem.

Warum sind Biberdämme wichtig?

Biber sind außerordentlich wichtig für das Ökosystem. Sie schaffen mit ihren Dämmen schaffen sie einen wichtigen Lebensraum für Wasserpflanzen, Fische, Insekten und Vögel. Außerdem befestigt er die Ufer, Flüsse versanden nicht so schnell, das aufgestaute Wasser erhöht den Grundwasserspiegel im Boden und Überschwemmungen werden abgemildert.

Der größte Biberdamm

2007 wurde ein außergewöhnlich großer Biberdamm im Wood-Buffalo-Nationalpark in Alberta (Kanada) entdeckt. Er ist 850 m lang. Vermutlich arbeiten verschiedene Biber-Generationen schon seit 1970 daran.

Biber Biber - Foto: Ronnie Howard/Shutterstock

Das Biberfelltoupet (Toupet = Haarersatz)

Der Biber hat ein unglaublich dichtes Fell. Bis zu 23.000 feine Haare wachsen auf einem Quadratzentimeter seiner Haut. Bei einem Menschen sind es gerade mal 600. Das Fell schützt den Biber vor kaltem Wasser und die Ohren so manch eitler Menschen in Form von Biberfellmützen. Sein Fell ist einer der Gründe, warum er fast ausgerottet wurde. Einen Biber zu Gesicht zu bekommen, ist zwar immer noch ein unglaublich seltenes Erlebnis, doch inzwischen gibt es zum Glück wieder mehr Tiere.

Biber Biber - Foto: Silke/tierchenwelt.de

Der Biber ist doch eigentlich ein Fisch, oder?!

Zumindest haben das die Leute im Mittelalter sehr gerne behauptet, denn in der Fastenzeit war kein Fleisch erlaubt. So hat man den Biber kurzerhand aufgrund seiner Schwimmhäute, seines Paddelschwanzes und seines Lebensraums als Fisch bezeichnet.

Ist der Biber eine gefährdete Tierart?

Biber sind laut der IUCN (International Union for Conservation of Nature) keine gefährdete Tierart. Trotzdem ist der europäische Biber in Deutschland eine besonders geschützte Tierart und darf nicht gejagt werden.

Fortpflanzung

Biber bleiben ihr Leben lang bei ihrem Partner. Für gewöhnlich pflanzen sich die Biber zwischen Januar und April fort - und zwar unter Wasser. Sie haben in der Regel etwa zwei bis drei Jungen, die nach etwa 100 Tagen geboren werden und bis zu zwei Jahre bei ihren Eltern bleiben. Danach gehen sie ihre eigenen Wege.

Hinweis: Solange du Schüler bist, darfst du die Infos gerne als Grundlage für dein Referat, Plakat, Arbeitsblatt, Vortrag, Präsentation oder Hausaufgabe im Unterricht in der Schule verwenden. Wir haben alle Infos gewissenhaft recherchiert, sollte sich dennoch ein Fehler eingeschlichen haben, schreibe uns eine kurze Mail.