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Buntspecht

Steckbrief Buntspecht
Größe 23-26 cm
Geschwindigkeit bis 24 km/h
Gewicht 60-90 g
Lebensdauer 6-11 Jahre
Ernährung Insekten, Samen, Nüsse
Feinde Greifvögel, Habichte, Sperber
Lebensraum Europa, Asien
Ordnung Spechtvögel
Familie Spechte
Wissenschaftl. Name Dendrocopos major
Merkmale hämmert mit seinem Schnabel laut gegen Bäume

Der Buntspecht ist ein Vogel aus der Familie der Spechte. Sein besonderes Merkmal ist das typisch schwarz-weiße-rote Gefieder und das charakterische Hämmern mit dem Schnabel an Baumstämmen. Er lebt in Laub- als auch in Nadelwäldern. Am liebsten mag er aber Eichen- und Buchenmischwälder. Die Biologen sind sich nicht ganz einig, wie viele Buntspechtarten es gibt. Die Zahl schwankt zwischen 12 und 25 Arten, z. B. gibt es auch den Weißrückenspecht, Streifenbrustspecht, Rotbrustspecht und Braunscheitelspecht.

Wieso bekommt der Specht keine Kopfschmerzen?

Der Buntspecht hämmert und hämmert. Dennoch braucht er keine Kopfschmerztabletten und bekommt auch keine Gehirnerschütterung. Eine spezielle Federung zwischen Schnabel und Schädel schützt ihn und so kann er munter Tag für Tag drauf los hämmern.

Buntspecht Buntspecht - Foto: Matteo Chinellato/Shutterstock

Wieso hämmert der Buntspecht?

Aus vier Gründen:

1. Er will eine kleine Höhle in einen Baum hacken, um zu nisten.

2. Er sucht nach leckeren Insekten, die unter der Baumrinde leben.

3. Er versucht, bei den Vogeldamen Eindruck zu machen. Das nennt man auch „Trommeln“, denn der Buntspecht schlägt mit seinem Schnabel 10-15 mal ganz schnell hintereinander.

4. Er verteidigt sein Revier, und zwar auch, indem er „trommelt“.

Übrigens: Der Specht heißt auf Englisch „Woodpecker“. Wörtlich übersetzt heißt das „Holzpicker“.

Schutz gegen Holzspäne

Wenn der Specht einmal loslegt, dann fliegen die Fetzen. Oder vielmehr die Holzspäne. Damit er diese aber nicht in die Nasenlöcher bekommt, befinden sich feine Federn darüber.

Die Spechthöhle

Das Nest des Buntspechts liegt meist in 2-10 m Höhle. Er bevorzugt für seine Spechthöhle alte, morsche oder sogar tote Bäume, weil deren Holz weicher ist. Der Eingang zur Höhle ist nur eta 5-6 cm groß. Selbst gezimmerte "vier Wände" sind schon etwas feines, aber der Specht bleibt ungern länger als ein Jahr in seiner Wohnung. Er hackt sich immer wieder neue Höhlen. Die alten überlässt er Meisen, Staren und sogar Eulen (wenn die Höhle groß genug ist).

Die Spechtschmiede

Der Buntspecht frisst gerne Nüsse und er hat eine ganz besondere Art, diese zu knacken. Während andere Vögel eine Nuss mit den Fußkrallen festhalten, klemmt der Buntspecht sie in einer Spalte oder einem Loch im Baum ein. So kann sie nicht wegrutschen und er kann ganz bequem auf sie einhacken, bis sie den leckeren Samen in ihrem Inneren freigibt. Eine solche Spalte oder Loch nennt man „Spechtschmiede“.

Buntspecht Buntspecht - Foto: Wang LiQiang/Shutterstock

Buntspechte haben eine lange Zunge

Nachdem die Vögel kleine Gänge in Bäume gehackt haben, bohren sie ihre Zunge hinein, um die Insekten heraus zu lutschen. Außerdem benutzt der Buntspecht sie manchmal, um leckeren Nektar zu schlürfen.

Herzlichen Glückwunsch, Herr Buntspecht!

1997 war er in Deutschland der Vogel des Jahres.

Besonderes Flug-"Muster"

Alle Spechte fliegen in einem bestimmten Muster oder Rhythmus: Sie schlagen erst 3 mal mit den Flügeln und nutzen dann die Luftverhältnisse, um eine Weile zu gleiten.

Fortpflanzung

Buntspechte legen 4-7 Eier, die 11-13 Tage lang ausgebrütet werden. Die Buntspecht-Küken werden 3-4 Wochen gefüttert, bis sie die ersten Flugversuche unternehmen.

Buntspecht Buntspecht - Foto: Sandra Standbridge/Shutterstock

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