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Kaiserpinguin

Steckbrief Kaiserpinguin
Größe 110-130 cm
Geschwindigkeit bis 15 km/h (Wasser), bis 3 km/h (Land)
Gewicht bis 45 kg
Lebensdauer 15-50 Jahre
Ernährung Fische, Krill, Quallen
Feinde Riesensturmvögel, Seeleoparden, Orcas
Lebensraum Antarktis
Ordnung Pinguine
Familie Pinguine
Wissenschaftl. Name Aptenodytes forsteri
Merkmale größter Pinguin der Welt

Von allen 18 Pinguin-Arten ist der Kaiserpinguin mit Abstand der größte und schwerste. Seine besonderen Merkmale sind die gelben Flecken an den Ohren und natürlich sein schwarz-weißes Gefieder. Kaiserpinguine leben tief im Süden der Antarktis. Tatsächlich lebt keine andere Pinguinart so weit südlich.

Kaiserpinguine sind unverfroren

Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass das Brüten auf dem Packeis irgendwie ungemütlich sein könnte, zumal die Kaiserpinguine nicht einmal Nester bauen (wovon auch, es gibt keine Pflanzen, nur Eis). Trotzdem brüten sie auch noch vorzugsweise im Winter bei -40 Grad Celsius und eisigen Winden mit Geschwindigkeiten von 200 km/h.

Kaiserpinguine wärmen sich gegenseitig

Gegen die eisige Kälte haben die Kaiserpinguine einen genialen Trick: Sie befinden sich innerhalb der Kolonie ständig in Bewegung. Sie bilden dabei einen großen Kreis, in dessen Mitte es wohlig warm ist. Die äußeren Pinguine wandern langsam von der windigen Seite zur windstillen Seite und von außen nach innen. So kommt jeder in den Genuss, mal in der Mitte zu stehen.

Wie Pinguin-Babys auf die Welt kommen

Kaiserpinguine sind sehr fürsorglich und haben einen cleveren Plan ausgetüftelt, wie sie gemeinsam ihren Nachwuchs sicher auf die Welt bringen.

Nachdem die Pinguin-Mama das Ei gelegt hat, erfolgt erst mal die Übergabe an das Männchen. Es rollt das Ei vorsichtig mit den Füßchen in seine Brutfalte und bewegt sich zwei Monate lang kaum vom Fleck. In dieser Zeit kann es nicht jagen und zehrt von seinen Fettreserven. Das Weibchen verbringt die Zeit am Wasser, wo es erst einmal ihre eigenen „Batterien“ mit frischem Fisch „auflädt“.

Sobald der kleine Pinguin schlüpft, kehrt es zurück und füttert das Küken mit halbverdautem Fisch aus ihrem Magen. Das Männchen hat zu diesem Zeitpunkt knapp die Hälfte seines Gewichts verloren und hetzt seinerseits zum Wasser, um etwas zwischen die Zähne zu bekommen.

Kaiserpinguin Kaiserpinguin - Foto: Roger Clark ARPS/Shutterstock

Wie erkennen sich Pinguine gegenseitig?

Wenn die Weibchen nach zwei Monaten auf Fischfang zurück zur Kolonie schlittern, sehen sie mehrere tausend Männchen vor sich. Welcher davon war noch mal ihr Partner? Sie finden ihn, indem sie trompetenartige Laute von sich geben. Diese bestehen aus unterschiedlichen Tonhöhen, die bei jedem Kaiserpinguin einzigartig sind.

Kaiserpinguine sind die Vögel, die am tiefsten tauchen

Der Kaiserpinguin ist Weltmeister im Tieftauchen. In der Kategorie „Meeresvögel“ hält er den Rekord von 534 m.

Kaiserpinguin Kaiserpinguin - Foto: sirtravelalot/Shutterstock

Kaiserpinguine rutschen auf dem Bauch

Im Wasser bewegen sich die Tiere sehr geschickt, aber an Land sind sie "schlecht zu Fuß". Daher schlittern sie oft auf dem Bauch umher und stoßen sich mit den Beinen ab, um Tempo zu machen. Das sieht manchmal wie eine lustige Rodelgaudi aus!

Wenn die Vögel aus dem Wasser an Land wollen, springen sie kurz vor der Eiskante in einem hohen Bogen aus dem Wasser und landen mit ihrem Bauch auf dem Eis. Sie schlittern dann noch ein Stück und versuchen, sich noch so weit wie möglich mit den Füßen anzuschieben, bis sie sich wieder auf die Beine stellen und weiterwatscheln. Wenn sie wieder ins Wasser wollen, lassen sie sich auf den Bacuh fallen und rutschen einfach hinein.

Kaiserpinguin Kaiserpinguin - Foto: TravelMediaProductions/Shutterstock

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