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Waschbär

Steckbrief Waschbär
Größe bis 60 cm
Geschwindigkeit bis 24 km/h
Gewicht 3,6 bis 9 kg
Lebensdauer 12-16 Jahre
Ernährung Allesfresser
Feinde Füchse, Wölfe, Berglöwen
Lebensraum Amerika, Europa
Ordnung Raubtiere
Familie Kleinbären
Wissenschaftl. Name Procyon lotor
Merkmale kleiner Bär mit schwarzen Streifen über den Augen

Waschbären gehören zu den Raubtieren. Sie leben in den USA, Südamerika, Europa, Asien, Russland und in der Karibik. Als Lebensraum bevorzugen sie Wälder und die Nähe von Gewässern.

Waschbärenarten

Es gibt drei Arten: den nordamerikanischen Waschbär, den südamerikanischen Krabbenwaschbär und den karibischen Cozumel-Waschbär.

Was fressen Waschbären?

Waschbären sind Allesfresser. Sie fressen Insekten, Würmer, Früchte, Nüsse, Fische, Amphibien und Eier.

Warum haben Waschbären „schwarze Masken“?

Waschbären sehen aus wie kleine Banditen. Aber sie überfallen keine Banken - zumindest ist uns das noch nicht zu Ohren gekommen ;). Das schwarze Fell um die Augen herum verhindert, dass das Sonnenlicht die Waschbären blendet. Das ist genauso wie bei den Erdmännchen.

Was waschen Waschbären?

Das ist schon fast ein Zungenbrecher und, genauso wie die meisten Zungenbrecher, beinhalten sie Blödsinn. Lange glaubte man, dass Waschbären ihre Nahrung waschen oder in Wasser tränken, wenn sie ihnen zu trocken ist. Tatsächlich kann man in Zoos Waschbären beobachten, die das tun.

Sie machen das jedoch nur, wenn sie durch nicht argerechte Haltung Langeweile entwickeln. Was aber stimmt, ist, dass Waschbären ihre Nahrung und alles, was ihnen so unter die Finger kommt, genauestens untersuchen. Dabei drehen und wenden sie die Gegenstände und es sieht so aus, als würden sie sie waschen.

Waschbär Waschbär - Foto: Lorri Carter/Shutterstock

Waschbären sind Fingerakrobaten

Hunde halten mit ihren Pfoten Knochen fest im Griff. Katzen dagegen sind schon etwas geschickter. Sie fangen mit ihrem „Krallenwerkzeug“ kleine Tiere. Oder bedienen mit ihren Pfoten auch schon mal Türklinken. Das ist aber auch fast schon alles.

Waschbären dagegen sind so fingerfertig, dass sie Knoten im Schnürsenkel lösen, Käfige öffnen, Cent-Stücke aus einer Hemdtasche mopsen oder sogar Muttern von Schrauben drehen. Vor Waschbären ist nichts und niemand sicher!

Der Waschbär "sieht" mit den Pfoten

Bei den Ureinwohnern Amerikas hieß der Waschbär Arakun, was so viel bedeutet wie „Der mit seinen Händen kratzt.“ Und tatsächlich sind seine Hände bzw. der Tastsinn der wichtigste Sinn für ihn. Zwei Drittel seiner Welt nimmt der Waschbär über seine Pfoten wahr.

Sind Waschbären gefährlich?

Waschbären sehen niedlich aus, aber sie sind sehr selbstbewusste Tiere. Bei einer Begegnung oder, wenn sie sich bedroht fühlen, laufen sie nicht etwa davon, sondern beißen eher zu. Um einen Waschbären abzuwehren, schüchtert man ihn am besten ein, indem man sich groß macht und laut schreit.

Waschbär Waschbär - Foto: luchschen/Shutterstock

Waschbären halten Winterruhe

In kalten Regionen schlafen und überwintern Waschbären in kleinen Baum- oder Felshöhlen. Bevor im Winter die eisige Kälte einsetzt, wird gefressen, was das Zeug hält. Futterluke auf und rein damit, egal, was es ist! Waschbären nehmen bis zu 50 % an Körpergewicht zu. Naja, man weiß ja nie, wann man hungern muss! Der dickste Waschbär, der je gewogen wurde, brachte stolze 28,4 kg auf die Waage. Also so schwer wie etwa acht Kater auf einmal. Wohlgemerkt: Ein Waschbär ist aber nur so groß wie ein (!) Kater.

Waschbären sind intelligent

Waschbären sind bekannt für ihr gutes Gedächtnis, ihre große Anpassungsfähigkeit und hohe Lerngeschwindigkeit. Verhaltensforscher H. B. Davis knöpfte sich die Waschbären vor und ließ sie komplexe Schlösser öffnen. Dabei haben sie ebenso gut abgeschlossen wie Rhesus-Affen.

11 von 13 dieser Schlösser öffneten sie in weniger als 10 Versuchen. Wenn sie einmal etwas begriffen haben, vergessen Waschbären die Lösung für ein Problem auch nicht so schnell. Bis zu drei Jahre können sie Infos in ihrem Hinterstübchen behalten.

Woher kommt der Waschbär?

Die Heimat des Waschbären liegt eigentlich in Mittel- und Nordamerika. Von dort aus kam er mit dem Schiff nach Europa. Am 12. April 1934 wurde Waschbär-Geschichte geschrieben: Forstmeister Wilhelm Freiherr Sittich von Berlepsch (was für ein Name!) setzte am hessischen Edersee vier Waschbären aus, um die heimische Fauna zu bereichern. Es hat geklappt: Mittlerweile ist eine 6-stellige Zahl daraus geworden ...

Waschbär Waschbär - Foto: Lorri Carter/Shutterstock

Mieez, mieez, mieez!

Waschbären geben eine Vielzahl unterschiedlicher Geräusche von sich. Mal schnurren sie wie Katzen, dann wird gefaucht, gepfiffen und geknurrt. Sie brummen, zischen, kreischen – und wiehern auch!

Der Waschbär-Mond

Viele Geschichten drehten sich bei den Indianern um Waschbären. Aufgrund der schwarzen „Maske“ glaubten sie, der kleine Bär habe magische Kräfte. Die Sioux nennen den Mond im Februar sogar „Waschbär-Mond“.

Sind Waschbären eine gefährdete Tierart?

Der nordamerikanische und der Krabbenwaschbär sind keine gefährdete Tierart. Nur der Cozumel-Waschbär gilt als „vom Aussterben bedroht“. Er lebt ausschließlich auf der Karibik-Insel Cozumel und wird auch Zwergwaschbär genannt.

Waschbär Waschbär - Foto: Christian Colista/Shutterstock

Waschbär Waschbär - Foto: Songquan Deng/Shutterstock

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