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Igel

Steckbrief Igel
Größe 10-45 cm
Geschwindigkeit bis 7 km/h
Gewicht 40-60 g (kleinste Art), 870-1.100 g (größte Art)
Lebensdauer 3-6 Jahre
Ernährung Regenwürmer, Insekten, Asseln, Kröten, Schlangen
Feinde Eulen, Hunde, Füchse
Lebensraum Europa, Vorderasien, Afrika
Ordnung Insektenfresser
Familie Igel
Wissenschaftl. Name Erinaceidae
Merkmale graubraun, dichte Stacheln

Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Insektenfresser. Ihr Lebensraum sind lichte Wälder, offenes Grasland sowie Steppen, Wüsten und sogar Regenwälder. Igel sind Einzelgänger.

Von allen Igeln ist der Braunbrustigel am bekanntesten. Es gibt aber insgesamt 24 Arten. Nicht alle davon tragen Stacheln, es gibt auch „Haarigel“. Interessant ist auch, dass es Tiere gibt, die Igel heißen (z. B. der Ameisenigel), aber nicht zu den Igeln, sondern zu den Kloakentieren gehören.

Die Igel-"Frisur"

Igel haben ein Stachelkleid, das aus bis zu 8.000 Stacheln besteht. Diese sind innen hohl und können einzeln aufgerichtet werden.

Die Igelkugel

Bei Gefahr rollen sich Igel zu einer Kugel zusammen, um vor Angreifern geschützt zu sein. Das hilft aber nicht immer, siehe Rotfuchs!

Igel Igel - Foto: Mr. SUTTIPON YAKHAM/Shutterstock

Was fressen Igel?

Igel ernähren sich vor allem von (Regen)würmern, Käfern, Schmetterlingslarven, Ohrwürmern, Schnecken und Spinnen, aber auch von kleinen Kröten oder Schlangen.

Kann man hungrigen Igeln Milch geben?

Igel sollten niemals (!) Milch erhalten. Sie vertragen keine Milch und können daran sterben. Sie sollten auch kein Hundefutter bekommen. Igel können sich in der Regel gut selbst versorgen, so dass sie von uns Menschen kein Futter brauchen. Einen ungewöhnlich mager und krank aussehenden Igel sollte man lieber zum Tierarzt bringen (Handschuhe nicht vergessen) - der weiß am besten, wie dem kleinen Kerlchen zu helfen ist.

Igel halten Winterschlaf

Es gibt nur eine handvoll Tiere, die wirklich Winterschlaf halten. Die meisten befinden sich nur in der Winterruhe, sie wachen hin und wieder auf und fressen eine Kleinigkeit. Tiere, die Winterschlaf halten, schlafen jedoch tatsächlich durch und fressen nichts.

Warum? Sie würden in der kalten Jahreszeit einfach nichts zu fressen finden und ihr Motto könnte lauten: „Das sitze ich jetzt aus“. Um nicht zu viel Energie zu verbrauchen, verlangsamen sie ihren Stoffwechsel, ihren Herzschlag, ihre Atmung und verringern Körpertemperatur. Ihr Winterschlaf dauert etwa von Oktober/November bis März/April.

Darf man einen Igel anfassen?

Igel sollte man grundsätzlich nicht anfassen. Die Tiere können sehr gut ohne uns Menschen überleben, auch wenn wir manchmal das Gefühl haben, wir müssten unbedingt irgendwas tun.

Wenn ein Igel im tiefsten Winter krank und mager über den gefroren Boden läuft oder sichtlich verletzt ist, kann es aber dann doch notwendig werden, einen Igel anzufassen, um ihn zum Tierarzt zu bringen.

Dann sollte man immer Handschuhe tragen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man sich nicht verletzt. Igel haben manchmal Pilzerkrankungen, die sie übertragen können. Auf Menschen und auf Haustiere.

Achtung: Igel verstecken sich in Laubhaufen

Wer im Herbst in seinem Garten Laub zusammenkehrt oder Laubhaufen aufräumen soll, sollte besonders vorsichtig sein, denn darin könnten sich Igel befinden!

Igel Igel - Foto: Miroslav Hlavko/Shutterstock

Igel haben ein riesiges Revier

Männliche Igel sind gut zu Fuß. Man könnte sogar sagen, sie sind leidenschaftliche Langstreckenläufer. Auf der Suche nach Futter und Weibchen durchstöbern sie ein Gebiet von bis zu 100 Hektar, was etwa 130 Fußballfeldern entspricht. Den Weibchen reicht ein Gebiet von 30 Hektar. Wozu sich die Füße wund laufen, wenn die Männer ohnehin zu ihnen kommen? Igel laufen übrigens bis zu 3 km am Tag und sind bis zu 7 km/h schnell.

Fortpflanzung

Igel haben eine Tragzeit von 30-48 Tagen, nach denen 4-5 blinde und taube Igelbabys auf die Welt kommen. Zu diesem Zeitpunkt haben sie schon um die 100 Stachel.

Da fragt man sich doch: Wie schafft es das Muttertier, ihre Kleinen auf die Welt zu bringen, ohne sich zu piksen? Die Stachel der Babys sind noch sehr weich und werden erst später hart und fest.

Das Igelkarussell

Zur Paarungszeit ist das so genannte "Igelkarussell" gut zu beobachten. Das Männchen läuft im Kreis um die Dame seiner Wahl herum. Wenn sie nicht „überzeugt“ ist, dreht sie sich mit, stellt die Stacheln auf und faucht. Das kann stundenlang so gehen.

Igel Igel - Foto: Mr. SUTTIPON YAKHAM/Shutterstock

Schon mal einen schwimmenden Igel gesehen?

Igel sind erstaunliche kleine Tiere. Wir kennen sie meist nur als zusammengerollten "Ball", aber was sie alles können, ist wirklich verblüffend. Es gibt sogar Igel, die schwimmen können. Eigentlich sehen sie ja so aus, als würden sie sofort untergehen. Es gibt sogar Igel, die gut klettern können!

Igel mögen Bier

Wenn es Abend wird, ziehen Igel los, um das ein oder andere Bier zu trinken. Wirklich wahr! Dafür müssen sie in keine Kneipe, sondern einfach nur in Nachbars Garten, denn der stellt häufig kleine Schälchen mit Bier auf, um Nacktschnecken zu bekämpfen. Man nennt sie "Bierfallen".

Igel genehmigen sich aus diesen Schälchen gerne einen Schluck, mit der Folge, dass sie betrunken durch die Gegend torkeln. Witzig ist das leider nicht so richtig:

Die Igel rollen sich in diesem Zustand nicht mehr zu ihrem Schutz ein und sind leichte Beute für Uhus, Füchse und Marder. Manche sind so betrunken, dass sie mit ihrem Kopf im Schälchen liegen bleiben und ertrinken.

Transportieren Igel auf ihrem Rücken Essen?

Ähm. Nein. Klingt praktisch, aber das tun sie nicht. Wenn sich auf ihren Stacheln Pilze oder Apfelstücke befinden, dann weil sie sie versehentlich aufgespießt haben. Sieht auf jeden Fall lustig aus!

Igel Igel - Foto: Miroslav Hlavko/Shutterstock

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