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Tiere in der Wüste

In diesem Artikel geht es darum, welche Tiere in heißen, sandigen Wüsten, Halbwüsten und tropische Dornsavannen leben. Außerdem erfährst du, wie sie sich an ihren Lebensraum anpassen, um zu überleben.

Dromedare Foto: Ali A Suliman/Shutterstock

Steckbrief Wüste und Halbwüste

  • Ökozone: trockene Mittelbreiten, tropische und subtropische Trockengebiete
  • Lage der Eisschilde: Afrika, Asien, Australien, Indien, Amerika
  • Größe der Eisschilde: 12,1 % der Landoberfläche
  • Lage der Kältewüsten: Arktis, Antarktis, Hochgebirge
  • Größe der Kältewüsten: 2 % der Landoberfläche
  • Ø-Temperatur/Jahr: -4 Grad Celsius (nachts) bis 70 Grad Celsius (tagsüber)
  • Ø-Niederschlag/Jahr: weniger als 250 mm
  • Niederschlag: sehr gering
  • Luftfeuchtigkeit: sehr gering
  • Merkmale: sehr heiß, sehr kalt, verringerte Artenvielfalt, kaum Bäume, kaum Pflanzen

Welche Tiere leben in der Wüste?

Wenn wir an eine Wüste denken, haben wir meistens eine heiße Sandwüste mit kilometerlangen Sanddünen vor Augen. Für Tiere und Pflanzen ist Leben dort kaum möglich. Doch in den angrenzenden Halbwüsten wachsen Sträucher, Gräser, Akazienbäume, Kakteen und es fällt gerade so viel Niederschlag, dass überraschend vielfältiges Leben möglich ist. Zu den Tieren, die hier leben, zählen vor allem Kamele, Dromedare, Antilopen, Kängurus, Wüstenspringmäuse, Schlangen, Skorpione, Echsen und Spinnen.

Wie überleben Tiere in der Wüste?

Tiere, die in heißen Wüstengebieten leben, haben viele Tricks, um mit der Hitze und der Trockenheit klar zu kommen. Tagsüber suchen sie vor allem kühle(re) Schattenplätze unter Sträuchern oder Felsen und versuchen, so wenig Wasser wie möglich zu verlieren.

Wie haben sich Tiere an das Leben in der Wüste angepasst?

Ein gutes Beispiel dafür ist der Fennek, ein Wüstenfuchs. Er hat besonders große Ohren, die ihm helfen, das Blut in seinem Körper abzukühlen. Auch die Oryxantilopen haben sich der Hitze angepasst. Obwohl für die meisten Säugetiere mehr als 38 Grad Celsius tödlich ist, können sie sogar 45 Grad Celsius überleben. Sie kühlen ihr Blut über ihre Nase ab. Die Beisa-Oryx und die Büschelohr-Oryx erhöhen ihre Körpertemperatur, bis diese höher ist als die Umgebung. So können sie Wärme abgeben und „kühlere“ Luft aufnehmen, ohne zu schwitzen.

Wie entstehen Wüsten?

Es gibt zwei Hauptgründe für die Entstehung von Wüsten: zu wenig Wasser und zu wenig Pflanzen und Bäume. Vor allem die Abholzung von Bäumen, der Ackerbau mit chemischen Düngern und Pestiziden sowie die übermäßige Nutzung von Grundwasser für Landwirtschaft und Tourismus sind Gründe dafür.

Die größten Wüsten der Erde

Heiße Wüsten machen 12,1 % der Landoberfläche der Erde aus. Obwohl die Sahara immer als größte Wüste der Erde gilt, ist das nicht ganz richtig. Es stimmt, dass Wüsten sehr trockene Gebiete sind, in denen es kaum Pflanzen und Tiere gibt. Die Temperatur ist aber kein entscheidendes Merkmal. Schließlich kann es auch in einer heißen Sandwüste nachts Minusgrade haben. Die Antarktis und die Arktis sind daher die größten Wüsten – nur eben sehr kalte.

Bedeutung für das Ökosystem

Die Wüsten werden immer größer. Die Sahara ist seit dem Jahr 1920 beispielsweise um 10 % gewachsen. Schuld daran ist auch der vom Menschen verursachte Klimawandel. Je größer die Wüsten werden, desto weniger Lebensraum gibt es für uns Menschen, für die Tiere und die Pflanzen. Dennoch sind Wüsten auch wichtig für das Ökosystem. Der Wind trägt jedes Jahr 50 Millionen Tonnen Sahara-Staub über den Atlantik nach Südamerika – und dieser enthält wertvolle Mineralien für den Amazonas-Regenwald.

Fun Facts

Nachts kann es kalt werden

Im berühmten „Death Valley“ in der Mojave-Wüste (USA) bleibt es auch nachts sehr heiß und wird nicht kühler als 30 Grad Celsius. In der Wüste Sahara kühlt es nachts sehr stark ab. Es kann dort -4 Grad Celsius haben.

Der heißeste Ort der Welt

In der Lut-Wüste im Iran wurde die bislang höchste Temperatur auf der Erde gemessen: 70,7 Grad Celsius.

Tiere in Wüste, Halbwüste, Dornsavanne:


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