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Gecko

Steckbrief Gecko

Größe 14 mm bis 43 cm
Geschwindigkeit unbekannt
Gewicht 13 mg bis 500 g
Lebensdauer bis zu 15 Jahre
Nahrung Insekten, wirbellose Tiere, Früchte
Feinde Schlangen, Vögel, Spinnen, Hunde, Katzen, Eulen
Verbreitung weltweit
Lebensraum Regenwald, Bäume, Äste, Felsen, Trockenmauern
Klasse Reptilien
Ordnung Schuppenkriechtiere
Familie Geckos
Wissenschaftl. Name Gekkonidae
Merkmale können Wände hinauflaufen und kopfüber an der Decke hängen

Merkmale und Besonderheiten

Geckos sind Reptilien, genauer gesagt Schuppenkriechtiere. Es gibt rund 1.000 Arten, die vor allem in tropischen Gebieten leben, aber eigentlich überall auf der Welt verbreitet sind, außer in der Antarktis. In diesem Steckbrief gibt es einen allgemeinen Überblick über Geckos.

Einteilung

Man kann die Tiere nach ihrem Verhalten in tag- oder nachtaktive Geckos einteilen, wobei etwa 25 % tagaktiv und 75 % nachtaktiv sind. Oder man unterscheidet sich nach ihrem Körperbau in Lamellengeckos (= mit Haftfüßen) oder Krallengeckos (= ohne Haftfüße).

Madagaskar-Taggecko Madagaskar-Taggecko - Foto: Kurit afshen/Shutterstock

Größe

Der kleinste Gecko

Als kleinster Gecko gilt die Art Sphaerodactylus ariasae mit einer Körperlänge von 14-18 mm (ohne Schwanz). Er hat ein Gewicht von 13 mg. Dicht dahinter folgt Sphaerodactylus parthenopion mit 18 mm und 15 mg.

Der größte Gecko

Der Neukaledonische Riesengecko ist der größte Gecko der Welt. Er wird 35-43 cm lang (mit Schwanz) und bis zu 500 g schwer.

Körperbau und Aussehen

Augen

Dämmerungs- und nachtaktive Geckos besitzen schlitzförmige Pupillen, um bei Dunkelheit besser zu sehen. Tagaktive Geckos haben runde Pupillen, die sich besser für das Sehen bei Tag eignen.

Farbe

Dämmerungs- und nachtaktive Geckos sind eher unauffällig gefärbt, also braun oder grau. Auf diese Weise sind sie auf Baumstämmen und Ästen gut getarnt, wenn sie sich tagsüber auf ihnen ausruhen. Ein Beispiel dafür ist der Gespenst-Blattschwanzgecko aus Madagaskar. Sein Körper sieht aus wie ein vertrocknetes Blatt. Tagaktive Geckos sind dagegen oft knallbunt. Eine besonders hübsch gefärbte Art ist der Goldstaub-Taggecko.

Füße

Geckos sind bekannt dafür, senkrecht an Wänden oder sogar an der Decke entlang laufen zu können, ohne herunterzufallen. Aber nicht alle Geckos haben „Haftfüße“ (auch Lamellenfüße genannt). Es gibt auch Geckos mit Krallenfüßen. Sie können gut graben und gut festhalten, aber keine Glasscheibe hinaufklettern.

Madagaskar-Taggecko Gespenst-Blattschwanzgecko - Foto: Michail_Vorobyev/Shutterstock

Lebensraum

Die meisten Arten leben in tropischen Gebieten. Sie bevorzugen Regenwälder, Bäume, Äste, Felsen, man findet sich aber in Trockenmauern und Häusern.

Ernährung

Je nach Art ernähren sich Geckos von Insekten wie Grillen, Larven, Heuschrecken, Grashüpfern, Motten, Moskitos, von Spinnen, von wirbellosen Tieren wie Würmern sowie von Früchten, Nektar und Pollen.

Fähigkeiten und Sinne

Sehsinn

Der Helmgecko ist der einzige Gecko, der nachts Farben sehen kann. Die Zapfen seiner Netzhaut sind 305 mal lichtempfindlicher als die eines Menschen bei Dämmerung.

Magnetsinn

Geckos orientieren sich am Erdmagnetfeld. Dass Schuppenkriechtiere einen Magnetsinn besitzen, konnte erstmals im Jahr 2010 durch den Bogenfingergecko Cyrtodactylus philippinicus belegt werden.

Nachwachsende Zähne

Geckos können ihre Zähne ersetzen. Sie haben zwischen 50 und 300 Zähne, im Durchschnitt etwa 100. Alle 3-4 Monate wachsen ihnen neue Zähne.

Nachwachsender Schwanz

Wenn sich ein Gecko bedroht fühlt oder sogar von einem Feind am Schwanz festgehalten wird, dann wirft er diesen ab. So hat er eine höhere Chance, zu entwischen. Dass ihm dann der Schwanz fehlt, ist nicht schlimm, denn er kann ihn nachwachsen lassen – so wie einige andere Reptilienarten auch. Übrigens: In ihrem Schwanz speichern die Tiere übrigens Fettreserven, für den Fall, dass sie kein Futter finden und hungern müssen.

Lamellenfuß Lamellenfuß - Foto: Mr.B-king/Shutterstock

Fortbewegung

Wie haften Geckos an glatten Oberflächen?

Um an glatten Oberflächen zu haften, nutzen die Tiere elektrostatische Kräfte und sogenannte „Van der Waals“-Kräfte. Elektrostatische Kräfte kennen wir aus dem Alltag. Wenn zum Beispiel die Haare aufgeladen sind und dadurch wild abstehen oder im Gesicht „kleben“. Sie entstehen auch beim Laufen über Teppichböden (und entladen sich in einem kleinen Schlag). Van-der-Waals-Kräfte sind ähnlich, sind aber keine elektrostatischen Ladungen, die von außen „aufgebracht“ wird, sondern innerhalb des Körpers bestehen.

Nur Geckos mit Lamellenfüßen haften an Oberflächen

Die Lamellen sind eigentlich sehr dünne, winzige Härchen. Sie haben bis zu einer Milliarde davon und sie sind gerade mal 200 Nanometer lang und 15 Nanometer dick. Ein Nanometer ist übrigens der millionste Teil eines Millimeters. Das ist so klein, dass man die einzelnen Härchen nicht sehen kann, sondern nur die „Summe“ der Härchen in Form der Lamellen. Übrigens: Teflon (die Beschichtung bei Bratpfannen) ist das einzige Material, an dem Geckos nicht haften.

Verhalten

Warum lecken Geckos ihre Augen mit der Zunge ab?

Geckos haben keine Augenlider. Um ihre Augen zu befeuchten oder von Schmutz zu säubern, benutzen sie ihre Zunge.

Wie hören sich Geckos an?

Im Gegensatz zu den meisten anderen Reptilien haben Geckos viele verschiedene Laute. Sie zwitschern, bellen oder klicken - um andere Geckos aus ihrem Revier fernzuhalten oder um Partner anzulocken.

Fortpflanzung

Die meisten Geckos legen hartschalige Eier, die einige Wochen nach der Paarung abgelegt werden. Der Leopardgecko hat mit 3-4 Wochen die kürzeste Tragzeit. Der Harlekingecko bildet eine Ausnahme. Die Weibchen legen keine Eier. Stattdessen entwickeln sich die Jungen sich im Mutterleib. Diese Tierart kann 3-4 Jahre (!) schwanger sein.

Fun Facts

Geckos ohne Beine

Es gibt einen Gecko, der keine Beine hat: die Papua-Schlangenechse Lialis jicari. Das Tier bewegt sich fort, indem er seinen Körper krümmt wie eine Schlange.

Glücksbringer

Tokeh-Geckos gelten in Asien als Glücksbringer.

Neon-grün unter UV-Licht

Der Namibgecko lebt in hohen Sanddünen der Namib-Wüste. Durch spezielle Farbzellen in seiner Haut leuchtet er unter UV-Licht neon-grün.

Haustier

Geckos können als Haustiere gehalten werden, z. B. der Leopardgecko und der Kronengecko.

Namibgecko Namibgecko - Foto: John Peter Davies/Shutterstock

Weitere Tiere im Lebensraum:

  • Grashüpfer
  • Grillen
  • Leguane
  • Primaten
  • Schlangen
  • Spinnen

Der Gecko ist verwandt mit:

  • Leguan

Hinweis: Auf unserer Webseite werden Tiere für Kinder erklärt. Solange du Schüler bist, darfst du die Infos gerne als Grundlage zum Lernen, für dein Referat, Plakat, Arbeitsblatt, Vortrag, Präsentation oder Hausaufgabe im Unterricht in der Schule verwenden.

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