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Tasmanischer Teufel

Steckbrief Tasmanischer Teufel

Größe 57-65 cm
Geschwindigkeit bis 24 km/h
Gewicht 6-8 kg
Lebensdauer 5-8 Jahre
Nahrung Mäuse, Ratten, Hasen
Feinde Schlangen, Wildhunde
Verbreitung Tasmanien (Australien)
Lebensraum Wald, Buschland
Ordnung Raubbeutlerartige
Familie Raubbeutler
Wissenschaftl. Name Sarcophilus harrisii
Merkmale sehr neugieriges, aggressives Beuteltier

Du kennst den Tasmanischen Teufel aus Zeichentrickserien? Es gibt ihn tatsächlich! Ist dieses Tier ein echter Teufel? Natürlich nicht. Aber er ist eines der ungewöhnlichsten Säugetiere. Der tasmanische Teufel ist ein kleines, räuberisches Beuteltier, das ausschließlich auf der Insel Tasmanien in Australien lebt. Er wird auch Tasmanischer Beutelteufel genannt.

Woher kommt der Name?

Als europäische Siedler nach Tasmanien kamen, hörten sie im Gebüsch ein schauriges Fauchen. Es stammte von einem Tasmanischen Teufel, der sich gerade auf der Futtersuche befand. Allein das gruselte sie bereits sehr. Wenn die kleinen Raubbeutler einen Kadaver finden und in der Gruppe verspeisen, geben sie außerdem grelle, kreischende Laute von sich. Da kann es einem wirklich eiskalt den Rücken herunter laufen. An wen denkt man da bei der Namensgebung?

Tasmanischer Teufel Tasmanischer Teufel - Foto: Andrii Slonchak/Shutterstock

Tasmanische Teufel sind die Staubsauger des Waldes

Tasmanische Teufel wandern jede Nacht weite Strecken, um Futter zu finden. Manchmal sogar bis zu 16 km. Als Aasfresser mampfen sie quasi alles, was auf ihrem Weg liegt, inklusive der Knochen. Egal, wie alt und verfault etwas ist, sie essen es und halten damit den Wald sauber. Tasmanische Teufel werden daher als „Staubsauger des Waldes“ bezeichnet. Sie jagen aber auch lebende Beute wie kleine Säugetiere und Vögel.

Wenn sich Tasmanische Teufel bedroht fühlen

Wenn ein Tasmanischer Teufel seinen Mund weit öffnet, hat er Angst und ist unsicher. Unter Stress produziert er außerdem einen fauligen Geruch.

Wie Tasmanische Teufel miteinander kämpfen

Wenn man zwei Tasmanische Teufel niesen sieht, hat man nicht etwa zwei erkältete Tiere vor sich. Das Niesen ist eine Art Bluff (= Täuschung), wenn zwei rivalisierende Männchen einen Macht-Kampf austragen. Während sie sich raufen, werden außerdem ihre Ohren rot.

Tasmanischer Teufel Tasmanischer Teufel - Foto: Flash-ka/Shutterstock

Tasmanische Teufel in Gefahr

Da die Tasmanischen Teufel zu den größten Fleischfressern in Tasmanien zählen, haben sie nur wenige Feinde. Sie sterben bei Kämpfen mit einheimischen Hunden, bei Autounfällen, durch Krankheit oder Verlust ihres Lebensraums.

Tasmanische Teufel sind eine geschützte Tierart

Früher wurde der Tasmanische Teufel als Schädling betrachtet und, ebenso wie der Tasmanische Tiger, gejagt (1936 starb der letzte Tasmanische Tiger). Zum Glück sind die Tasmanischen Teufel seit 1941 per Gesetz geschützt und hatten so die Chance, sich wieder zu vermehren. Außerdem haben die meisten Farmer sie schätzen gelernt, denn die kleinen Fleischfresser töten Mäuse.

Tasmanischer Teufel Tasmanischer Teufel - Foto: Bernhard Richter/Shutterstock

Fortpflanzung

Tasmanische Teufel gehören zu den Beuteltieren und tragen ihre Babys vier Monate lang wohlbehütet im Beutel mit sich, bevor diese auf eigenen Füßen stehen. Doch bis dahin ist es ein schwieriger Weg:

Das Weibchen gebärt 20-30 Junge auf einmal, die dann ein Wettrennen über 7,6 cm vom Geburtskanal zu den Zitzen im Beutel der Mutter hinlegen müssen. Doch weil es davon nur vier gibt, überleben nur vier Jungen.

Sobald die Babys groß genug sind, reiten die Kleinen oft auf dem Rücken der Mama oder hängen sich wie bei den Koalas unter den Bauch. Nach 6 Monaten verlassen die kleinen die Mutter. Wenn sie das erste Jahr überleben, werden sie in freier Wildbahn zwischen 7 und 8 Jahre alt.

Lustige Verwandte

Der Tasmanische Teufel hat neben dem Beutelmarder einen Haufen Verwandte, deren Namen ziemlich schräg sind: Fettschwanzbeutelmaus, Sprenkelbeutelmaus, Doppelkammbeutelmaus, Kammschwanzbeutelmaus, Rote-Breitfußbeutelmaus, Ameisenbeutler und Pinselschwanzbeutler.

Weitere Tiere im Lebensraum Wald, Buschland:

Der Tasmanische Teufel ist verwandt mit:

  • Beutelmäusen
  • Beutelmardern

Tasmanischer Teufel Tasmanischer Teufel - Foto: John Carnemolla/Shutterstock

Hinweis: Auf unserer Webseite werden Tiere für Kinder erklärt. Solange du Schüler bist, darfst du die Infos gerne als Grundlage zum Lernen, für dein Referat, Plakat, Arbeitsblatt, Vortrag, Präsentation oder Hausaufgabe im Unterricht in der Schule verwenden.