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Asiatischer Elefant

Steckbrief Asiatischer Elefant

Größe Bis 3 m
Geschwindigkeit Bis 43 km/h
Gewicht Bis 5 Tonnen
Lebensdauer 50-60 Jahre
Nahrung Pflanzen, Früchte, Wurzeln
Feinde Tiger
Verbreitung Asien
Lebensraum Regenwald
Ordnung Rüsseltiere
Familie Elefanten
Wissenschaftl. Name Elephas maximus
Merkmale Elefant mit kleinen, runden Ohren

Merkmale und Besonderheiten

Asiatische Elefanten sind kleiner als Afrikanische Steppenelefanten. Zu ihren auffälligsten Merkmalen zählen die kleinen, runden Ohren, der einzelne Greiffinger am Rüssel und die Stoßzähne bei den Bullen.

Asiatischer Elefant Foto: hangingpixels/Shutterstock

Arten

Welche Asiatischen Elefanten gibt es? Es gibt nicht nur eine, sondern drei verschiedene Arten: Sri-Lanka-Elefant, Sumatra-Elefant und Indischer Elefant.


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Verbreitung und Lebensraum

Asiatische Elefanten leben in vielen Ländern in Asien: Sri Lanka, Indien, Nepal, Bhutan, Bangladesch, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, China, Malaysia und Indonesien. Ihr Lebensraum sind tropische Regenwälder, Grasland und Buschland. Gelegentlich auch savannenartige Gebiete.

Lebensweise

Asiatische Elefanten sind hauptsächlich tagaktiv. Sie verbringen ihre meiste Zeit damit, nach Nahrung zu suchen, zu fressen, ihre Umgebung zu erkunden, sich auszuruhen und einen Partner zu finden. Außerdem spielen und baden sie gerne - im Wasser und im Schlamm.

Asiatischer Elefant Foto: Helen E. Grose/Shutterstock

Körperbau und Aussehen

Größe und Gewicht

Asiatische Elefanten werden bis zu 3 m hoch und wiegen 2 bis 5,5 Tonnen. Ein besonders großes Tier in Indien hatte eine Höhe von 3,43 m. Normalerweise sind der Indische Elefant und der Sri-Lanka-Elefant aber etwa gleich groß und bringen etwa dasselbe Gewicht auf die Waage. Der Sumatra-Elefant ist etwas kleiner und leichter.


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Rüssel

Der Asiatische Elefant hat eine Art Greif-„Finger“ vorne am Rüssel. Es ist eine Verlängerung der Rüsselspitze, die einem Finger ähnlich sieht.

Ohren

Asiatische Elefanten haben kleine, runde Ohren. Sie werden etwa 60 cm lang und 60 cm breit.

Stoßzähne

Viele Asiatische Elefanten haben keine Stoßzähne. Warum? Die Antwort ist einfach: Nur die männlichen Tiere besitzen welche, die weiblichen nicht. Auf Sri Lanka gibt es auch viele Bullen, denen keine Stoßzähne wachsen. Wenn man also in Asien ein Tier ohne Stoßzähne sieht, ist es entweder eine Kuh oder ein männlicher Sri-Lanka-Elefant.

Asiatischer Elefant Foto: Budimir Jevtic/Shutterstock

Warum haben Asiatische Elefanten kleinere Ohren?

Wenn es heiß ist, senken sie ihre Körpertemperatur, indem sie mit ihren Ohren fächeln. Die Zugluft kühlt das Blut ab – und damit den ganzen Körper. Der Asiatische Elefant lebt in dichten, tropischen Wäldern, die viel Schatten spenden. Er ist also im Gegensatz zum afrikanischen, der in Savannen und Steppen lebt, nicht so stark der Sonne ausgesetzt. Deshalb muss er sich nicht so häufig und stark abkühlen. Außerdem wären große Ohren im dichten Regenwald hinderlich und könnten durch harte Pflanzen leicht verletzt werden.

Asiatischer oder Afrikanischer Elefant – Wo ist der Unterschied?

• Größe

Der Asiatische Elefant ist kleiner als der Afrikanische Steppenelefant. Seine Körperhöhe beträgt „nur“ etwa 3 m statt knapp 4 m.

• Rüssel

Der Asiatische Elefant hat vorne am Rüssel nur einen Greif-„Finger“ statt zwei.

• Stoßzähne

Bei den Asiatischen Elefanten haben nur die männlichen Tiere Stoßzähne. Bei den afrikanischen haben beide Geschlechter Stoßzähne.

• Ohren

Der Asiatische Elefant hat viel kleinere Ohren. Beim afrikanischen sind sie etwa viermal so groß.

• Aktivität

Afrikanische Elefanten sind tagsüber und nachts aktiv. Asiatische Elefanten nutzen eher den Tag für Aktivitäten.

Asiatischer Elefant Foto: MossStudio/Shutterstock

Ernährung

Asiatische Elefanten sind Pflanzenfresser. Ihre Nahrung besteht aus weichen und harten Pflanzen. Am liebsten mögen sie Gräser, Blätter, Samen, Früchte und Zweige.

Lebenserwartung

Asiatische Elefanten werden in freier Wildbahn 50-60 Jahre alt.

Feinde und Bedrohungen

Natürliche Feinde

Ein ausgewachsener Asiatischer Elefant hat keine natürlichen Feinde. Nur Tiger können für junge oder schwache Tiere gefährlich werden. Allerdings gehören sie selbst zu den stark bedrohten Tierarten.

Wilderei und Jagd

Asiatische Elefanten wurden über viele Jahrzehnte hinweg wegen ihrer Stoßzähne gejagt - genauso wie die afrikanischen.

Zerstörung des Lebensraums

Obwohl auch heute noch viele Tiere von Wilderern erlegt werden, leiden die Tiere vor allem darunter, dass ihr Lebensraum immer kleiner wird.

Haltung in Gefangenschaft

Eine Vielzahl Asiatischer Elefanten wird in Gefangenschaft gehalten. Die Fortpflanzungsrate ist im Gegensatz zur freien Wildbahn jedoch sehr gering, so dass auch diese Tiere immer weniger werden.

Anzahl der noch lebenden Tiere

Wie viele Asiatische Elefanten gibt es noch? Schätzungen aus dem Jahr 2018 zufolge leben noch 48.000-52.000 Tiere. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es keine aktuelleren Daten (Stand: November 2023). Experten glauben außerdem, dass die Zahl nicht korrekt, sondern deutlich geringer ist.

Bedrohte Tierart

Auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten wird der Asiatische Elefant als „stark gefährdet“ eingestuft.

Asiatischer Elefant Foto: Andaman/Shutterstock

Fortpflanzung

Tragzeit

Asiatische Elefanten haben eine Tragzeit von etwa 640 Tagen. Ihre Schwangerschaft dauert also rund 22 Monate – ebenso lange wie bei ihren afrikanischen Artgenossen. Es gibt kein anderes Säugetier, das eine längere Tragzeit hat.

Kalb

Ein Baby hat bei seiner Geburt bereits ein Gewicht von 80-100 kg und eine Schulterhöhe von 75-90 cm. Elefantenbabys werden übrigens als Kalb bezeichnet.

Asiatischer Elefant Foto: SurangaSL/Shutterstock

Fun Facts

Asiatische Elefanten können sprechen (?)

Ja, ohne Witz! Der Asiatische Elefant Koshik ist zwar keine Plaudertasche, aber dafür kann er sechs koreanische Worte sprechen, z. B. „Ja“, „Nein“, „Sitz“ und „Hinlegen“.

Gesprächiger war da schon Batyr. Er hatte insgesamt 20 Worte drauf und war damit fast schon ein Plappermaul. Er wuchs (leider) ohne die Gesellschaft von Artgenossen auf und fing irgendwann an, Menschen nachzuahmen.

Wie machen die Tiere das? Sie stecken den Rüssel in ihren Mund und legen dessen Spitze auf die Zunge. So erzeugen sie Laute, die der menschlichen Sprache ähneln. Ob sie wirklich verstehen, was sie sagen, wissen die Forscher noch nicht.

Asiatische Elefanten machen Musik

In Thailand gibt es ein Orchester, das aus 16 Musifanten ... äh, Elefanten besteht. Die Musik wird von den grauen Tieren mit speziell angefertigten Instrumenten gespielt.

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