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Meerschweinchen: Haltung, Käfig und Gehege

Was muss ich über die Haltung von Meerschweinchen wissen? Die wichtigsten Punkte auf einen Blick!

Wie Meerschweinchen-Fans ihre Tiere glücklich und zufrieden machen können, verrät dieser Artikel. Eines vorweg: Egal wie groß ein Käfig ist, er kann nie groß genug sein und ersetzt vor allem nicht den Auslauf, also das zusätzliche Gehege.

Anzahl der Tiere

Meerschweinchen sind Gruppentiere, sie sollten niemals alleine gehalten werden. Es sollten mindestens zwei, am besten vier oder mehr Tiere sein. Normalerweise verstehen sich Weibchen immer recht gut, während Männchen (sogenannte Böcke) schwieriger sind und für Anfänger nicht zu empfehlen. Wer mehrere Weibchen hat, kann auch einen kastrierten Bock dazu gesellen. Idealerweise haben alle Meerschweinchen in etwa dasselbe Alter.

Achtung: Meerschweinchen werden nicht gerne hochgehoben. Wenn sie Angst haben erstarren sie, was für uns Menschen fälschlicherweise nach friedlichem Herumsitzen aussieht.

Käfig

Größe und Standort

Checkliste:

  • Mind. 120 x 80 cm für max. zwei Tiere
  • Keine Zugluft
  • Nicht an der Heizung
  • Nicht direkt am Fenster
  • Nicht im Schlafzimmer
  • Kein Parfüm, Alkohol, Rauch in der Umgebung
  • Kein Fernseher im Zimmer

Viele Menschen stellen sich vor, dass Tiere auch in einem kleinen Käfig glücklich sein können, wenn man ihnen nur genügend Liebe schenkt. Das ist - Entschuldigung für die klaren Worte - grausam und hat nichts mit Liebe zu tun. Meerschweinchen brauchen einen großen Käfig und Auslauf, den sie täglich nutzen dürfen.

Im Zoogeschäft wird gerne versichert, dass die Größe der angebotenen Käfige „vollkommen ausreichend“ sei. Tatsächlich besitzen sie jedoch meistens nicht einmal die Mindestgröße. Ein zu kleiner Käfig ist für die Tiere eine Qual, weil sie von Natur aus quirlig und aktiv sind und sich gerne bewegen. In Ordnung sind große Käfige, die unten eine Plastikwanne besitzen (erleichtert die Reinigung) und oben ein Gitter ohne Plastikbeschichtung. Ideal wäre aber ein eigenes Zimmer.

Käfige lassen sich mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst bauen. Der Vorteil: Man kann die Größe selbst bestimmen und zum „Käfig-Designer“ werden.

Inneneinrichtung

Hier kommen ein paar Faustregeln:

So ist es richtig

  • Kork- oder Tonröhren als Unterschlupf
  • eine Etage vergrößert die Käfigfläche
  • Zweige, Wurzeln
  • Holzbrücken, Weidenbrücken

So nicht!

  • „Sackgassen“ = Unterschlupfe, die nur einen Ausgang haben
  • keine Laufräder
  • keine steilen Rampen und Leitern
  • keine Salz- oder Minerallecksteine
  • nicht zu viele Sachen – das verringert die Käfigfläche

Gehege und Auslauf

Wer sich einen großen Käfig kauft und meint, die Meerschweinchen würden deshalb keinen Auslauf benötigen, ist auf der falschen Fährte. Selbst wenn die Tiere jeden Tag 3-4 Stunden frei herumlaufen dürfen, müssten sie den Rest der Zeit im Käfig sitzen, also etwa 20-21 Stunden.

Am besten ist daher ein Gehege das direkt mit dem Käfig verbunden ist (zum Beispiel eine kleine abgetrennte Ecke im Wohnzimmer). Die Tiere können selbst entscheiden, wann ihnen nach herumtollen und popcornen ist. Das ist sehr wichtig, weil sie auch in der Nacht aktiv sind und wer steht schon nachts auf, um den Tieren Auslauf zu geben?

Das richtige Freigehege hat:

  • mindestens 2-3 qm
  • Kuschelröhren
  • Pappkartons (mit zwei Ausgängen)

Vorsicht bei:

  • Grünpflanzen (können giftig sein)
  • Elektrokabel (werden gerne angeknabbert, Gefahr des Stromschlags)
  • Küche (scharfe Gegenstände)
  • Schränke (geschlossen halten)
  • Reinigungsmittel (giftig)

Wenn das Freigehege im Sommer außen aufgebaut wird, darf es nicht in der direkten Sonne stehen.

Irish-Crested-Meerschweinchen Irish-Crested-Meerschweinchen - Foto: Nathan clifford/Shutterstock

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