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Honigbiene

Steckbrief Honigbiene
Größe 5-15 mm (Spannweite)
Geschwindigkeit bis 30 km/h
Gewicht nicht bekannt
Lebensdauer 6 Wochen bis 6 Monate (Arbeiter, Drohnen); 6 Jahre (Königin)
Ernährung Nektar, Pollen
Feinde Vögel, Nager, Reptilien, Insekten
Lebensraum weltweit, außer Antarktis
Ordnung Echte Bienen
Familie Apinae
Unterfamilie Honigbienen
Wissenschaftl. Name Apis mellifera
Merkmale bildet Völker, gelb-brauner Körper

Bienen sind Insekten, die vor allem dafür bekannt sind, Honig zu machen und mit ihrem Stachel zustechen zu können. Honigbienen leben in Völkern mit 10.000-80.000 Bienen. Man spricht auch von Staaten und Kolonien.

Wie entsteht Honig?

Bienen sammeln mit ihrem Rüssel Nektar aus Blütenkelchen. Der Nektar kommt in ihren sogenannten Honigmagen bzw. ihre Honigblase und wird dort zu Honig umgewandelt. Um z. B. Larven damit zu versorgen, erbricht die Biene die süße Flüssigkeit.

Wieso machen Bienen Honig?

Weil der mit Milch so gut schmeckt! Ok ... nun, weil sie ihn selbst lecker finden? Das mag sein. Der wahre Grund ist aber, dass sie ihn zum Überleben im Winter brauchen. Wespen, Hornissen und Hummeln sterben im Winter und zwar nicht nur ein paar, sondern das komplette Völkchen, bis auf die Königinnen, die in der Kältestarre überleben. Bienenköniginnen vertragen diese Kältestarre aber nicht. Sie verputzen den zuckersüßen Honig, um ihre Körpertemperatur zu halten. Ein dickes Dankeschön an die kleinen Pollenschlepper!

Es gibt drei Arten von Bienen in einem Bienenvolk:

• Arbeiterbienen

Die meisten Bienen in einem Volk sind weibliche Bienen und so genannte Arbeiter. Sie sammeln Pollen und Nektar, kümmern sich um die Larven, machen Wachs, bauen die Waben, halten den Bienenstock sauber und verteidigen ihn. Die Arbeiterbienen fliegen täglich bis zu 40 Millionen Blüten an.

• Drohnen

Die Drohnen sind männliche Bienen. Sie befruchten die Eier der Königin, sammeln aber keine Pollen und keinen Nektar und haben auch keinen Stachel. Drohnen sind größer, haben einen breiteren Körper und größere Facettenaugen als die Arbeiter.

• Die Bienenkönigin

Es gibt nur eine Königin in einem Bienenvolk. Sie ist deutlich größer und länger als die Arbeiter und Drohnen. Eine Bienenkönigin kann bis zu 6 Jahre leben und legt an einem Tag bis zu 2.000 Eier legen - insgesamt bis zu 2 Millionen in ihrem Leben.

Gibt es einen Bienenkönig?

Nein, die männlichen Bienen sind alle Drohnen.

Honigbiene Honigbiene - Foto: szefei/Shutterstock

Der Bienentanz - oder "Sing und schwing das Bein!"

Stell dir mal vor: Du findest absolut oberleckeren Nektar und kannst dir nur ein bisschen davon unter die Arme klemmen. Du kehrst zu deinem Bienenstock zurück und willst deinen Kumpels davon erzählen.

Aber wie? Bienen können nicht reden. Und dennoch können sie ihren Kollegen verklickern, wo der Stoff ist. Sie beginnen zu tanzen! Sie laufen ein kurzes Stück geradeaus, während sie ihr Hinterteil hin und her bewegen.

Danach tanzen sie einen Halbkreis abwechselnd links und rechts herum. Wie lange sie mit dem Hintern wackeln und, in welchem Winkel sie grooven gibt Auskunft über Richtung und Distanz, in der sich das leckere Zeug befindet.

Die anderen Bienen steppen ihnen hinterher, verinnerlichen die Choreographie und versuchen sich den Duft der Pollen einzuprägen, bevor sie selbst losstiefeln.

Biene ist Biene? Weit gefehlt.

Es gibt weltweit über 20.000 Bienenarten.

Bedeutung für das Ökosystem

Viele Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, weil sie sich sonst nicht vermehren können. Insbesondere Wildbienen (und Hummeln) sorgen für den Erhalt der biologischen Vielfalt, weil im Frühjahr bereits Blüten bestäuben, wenn die Honigbienen noch gar nicht aktiv sind.

Was passiert, wenn eine Biene zusticht?

Ein Bienenstachel hat Widerhaken. Bei einem Stich bleibt er in der Haut stecken. Die Biene stirbt.

Wie viele Bienenstiche kann ein Mensch überleben?

Wer nicht allergisch ist, kann 20 Bienenstiche pro kg Körpergewicht aushalten. Bei einen Mensch mit 80 kg Gewicht wären das über 1.500 Stiche.

Warum benutzen Imker Rauch?

Wenn Imker den Honig aus den Waben holen möchten, haben sie nicht nur einen Schutzanzug an, sondern vernebeln außerdem Rauch. Der Rauch suggeriert einen Waldbrand. Die Tiere sind in Panik und sammeln Notproviant anstatt zu stechen. Das ist wie wenn wir versuchen, Dinge aus der Wohnung zu retten, bevor sie abbrennt (was man natürlich nicht tun, sondern sich besser in Sicherheit bringen sollte).

Honigbiene Honigbiene - Foto: lkordela/Shutterstock

Der Toilettenflug

Eigentlich heißt er Reinigungsflug, aber der Begriff „Toilettenflug“ vermittelt sofort, worum es geht ;) Tja, auch Bienen „müssen mal“. Im Winter ist das nicht so einfach, denn draußen würden sie erfrieren und sich im Bienenstock zu erleichtern ist keine gute Idee, weil sich dadurch Krankheitserreger ausbreiten könnten.

Die Bienen verkneifen es sich also, solange bis es draußen wieder mindestens 10 Grad Celsius hat. Dann können sie nach draußen, um sich zu entleeren. Besonders im Frühjahr, wenn viele Bienen auf einmal ausfliegen, kann man die Kotflecken - insbesondere auf Autos - als gelbe Pünktchen erkennen.

Honigbiene Honigbiene - Foto: Yuttasak Jannarong/Shutterstock

Bienen stecken Feinde in die "Sauna"!

Bienen haben gegen Hornissen keine Chance? Weil sie clever sind, können manche Honigbienen jedoch Hornissen ganz schön einheizen. Und das ist wortwörtlich gemeint. 

Wenn eine Späherhornisse in der Nähe eines Bienenstockes erwischt wird, bilden mehrere Dutzend Bienen eine Kugel um die Hornisse. Sie schlagen heftig mit den Flügeln und erhöhen die Temperatur innerhalb der Kugel so auf 45 Grad. Das packt die Hornisse einfach nicht. Sie stirbt und kann nicht zu ihrem Volk zurückkehren, dem sie ansonsten verraten hätte, wo die Bienen ihren Stützpunkt haben. Manche Honigbienen können kurzzeitig sogar bei einer Temperatur von 50 Grad Celsius überleben.

Honigbiene Honigbiene - Foto: Daniel Prudek/Shutterstock

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