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Tiernamen nach Azteken-Göttern

Aztekische Namen sind wie Zungenbrecher. Viele sind schwer auszusprechen, aber wir haben schöne gefunden und auch deren Bedeutung für dich herausgesucht.

Zu den wichtigsten Göttern der Azteken gehört die Wassergöttin Chalchiuhtlicue, ein junges Mädchen mit einem hübschen Jaderock. Ihr Name lässt sich allerdings kaum aussprechen. Besonders, wenn man gerade aufgebracht ist und mit seinem Tier schimpft, weil es etwas ausgefressen hat. Du würdest dich rufen hören: „Komm her, Chali...hui.. licku … ach mist!“. Überlege dir daher gut, ob dich für einen aztekischen Name entscheidest.

Die folgende Liste enthält vielleicht nicht die wichtigsten Götter, aber dafür solche, die etwas leichter über die Lippen gehen (aber auch nur etwas … viel Spaß beim üben!). Im Zweifel kannst du ja kreativ werden und einen eigenen Namen ableiten – quasi als aztekischen Götter-Spitzname.

Die schönsten Namen nach Azteken-Göttern:

GottheitAufgabe/Merkmal
Camaxtli Gott der Jagd, des Krieges des Schicksals und des Feuers
Chantico Göttin des Herdfeuers und der Vulkane
Chiconahui Göttin des Herds und Schutzpatron des Haushalts
Cihuacoatl Fruchtbarkeitsgöttin
Cinteotl Maisgott
Cochimetl Gott des Wirtschaft, des Handels und des Tausches
Cuaxolotl Göttin des Herzens
Itzli Gott des Steins und der Opferungen
Itzpapalotl Feuergöttin in Skelettgestalt
Metzli Mondgott
Mextli Kriegsgott und Gott des Sturms
Mixcoatl Gott der Jagd, des Krieges und des Polarsterns
Nagual Schutzgottheit oder Schutzengel
Nanauatzin Gott, der sich selbst opferte, damit die Sonne weiter schien
Ometeotl Schöpfer/-in des Universums
Oxomoco Göttin der Astrologie und des Kalenders
Patecatl Gott der Heilkunst und der Fruchtbarkeit
Quetzalcoatl Schöpfergott und Gott des Windes, Himmels, Krieges und der Erde
Xolotl Gott des Blitzes, Wächter der Unterwelt

Wappen von Mexiko Wappen von Mexiko - Illustration: Piotr Przyluski//Shutterstock

Götter und Schutzgeister der Azteken

Tiere hatten für die Azteken oft eine mythische Bedeutung. Häufig sahen die Götter der Azteken (ganz oder teilweise) wie Tiere aus. Außerdem glaubten sie, dass jeder Mensch einen „Nagual“, einen Schutzgeist hat, der in tierischer oder pflanzlicher Gestalt auftrat.

Die Weissagung, der Adler und die Klapperschlange

Tenochtitlan war die Hauptstadt der Azteken und die Geschichte ihrer Gründung sehr mystisch. Die Azteken zogen auf der Suche nach einer neuen Heimat vom Norden Amerikas in den Süden. Eines Tages sahen sie einen Adler, der auf einem Kaktus saß und in seinen Krallen eine Klapperschlange hielt.

Das war für sie „das Zeichen“, die Erfüllung von Huitzilopochtlis Weissagung, dass sie sich hier niederlassen sollten. Heute bildet Tenochtitlan übrigens das Zentrum von Mexiko City.

Die gefiederte (Klapper-)Schlange

Der Gott Quetzalcoatl (ausgesprochen: ketsahl-kuahtl) war der Gott des Windes, des Himmels und der Erde. Er sah aus wie eine Klapperschlange mit Gefieder. Übrigens gibt es auch einen Flugsaurier namens Quetzalcoatlus, der nach dem Gott benannt wurde. Er war das größte, flugfähige Tier der Erde.

Kolibris, Koyoten, Schmetterlinge & Co.

Huitzilopochtli (ausgeprochen: wih-tsilo-pohtsch-tli) war der Gott des Krieges und der Sonne. Übersetzt bedeutet sein Name: „Südlicher Kolibri“.

Wie ein tanzender Koyote sah Huehuecoyotl (ausgesprochen: wehwe-kojotl) aus. Chalchihuihtotolin war dagegen eine Art Huhn, Itzapapalotl ein „Krallen-Schmetterling“ und Xolotl ein Mensch mit einem Hundekopf.

Viele Götter hatten auch Tiere als Schutzgeist/Begleiter, z. B. Jaguare, Adler, Schlangen, Spinnen, Eulen und Fledermäuse.

Adlerkrieger und Jaguarkrieger

Bei den Azteken gab es zwei Armeen, deren Soldaten als besonders mutig, ehrenhaft und gefürchtet galten. Die eine Armee waren die „Adlerkrieger“, die beeindruckenden Federschmuck trugen und als Symbol die Sonne und den Tag hatten. Die „Jaguarkrieger“ kleideten sich dagegen mit dem Fell eines Jaguars und wurden vom Mond und der Nacht als Symbol begleitet.

Die Sprache der Azteken

Obwohl die Sprache der Azteken so schwierig wirkt, gebrauchen wir fast täglich einige Wörter daraus auch im Deutschen. Chili kommt vom aztekischen chilli, Ozelot von oceltol, Schokolade von xocolatl und Tomate von tomatl.

Auch die hübsche, rosafarbene Amphibie trägt einen aztekischen Namen: Axolotl. Ausgesprochen wird das übrigens wie ascho-lotl oder akso-lotl. Der Name setzt sich aus den Begriffen für Wasser und einem Azteken-Gott zusammen und bedeutet so viel wie „Wassermonster“.

Azteken-Gott Quetzalcoatl Azteken-Gott Quetzalcoatl - Illustration: Kazakova Maryia/Shutterstock