ANZEIGE

Rubinkehlkolibri

Steckbrief Rubinkehlkolibri
Größe 7-9 cm (8-11 cm Spannweite)
Geschwindigkeit bis 48 km/h
Gewicht 2-6 g
Lebensdauer 3-5 Jahre
Ernährung Nektar, Baumsäfte, Insekten, Spinnen
Feinde Falken, Eichelhäher, Katzen
Lebensraum Brutrevier: Nordamerika; Winterquartier: Mittelamerika
Ordnung Seglervögel
Familie Kolibris
Wissenschaftl. Name Archilochus colubris
Merkmale langer, dünner Schnabel, kann rückwärts fliegen

Kolibris sind die Vögel, die rückwärts fliegen können. Außerdem sind sie bekannt dafür, mit ihrem Schnabel aus Blüten Nektar zu trinken. Es gibt mehr als 330 Kolibriarten. Sie leben ausschließlich in Amerika, die meisten rund um den Äquator, also vor allem in Südamerika. Nur der Rubinkehlkolibri lebt als einziger im Osten Kanadas und der USA und damit weiter nördlich als alle anderen. Den Rubinkehlkolibri zeichnen noch weitere Dinge aus: Er ist der Vogel mit den wenigsten Federn und dem schnellsten Flügelschlag.

Vogel mit dem schnellsten Flügelschlag

Der Rubinkehlkolibri zählt zu den schnellsten Vögeln. Aber nicht wegen seiner Geschwindigkeit beim Fliegen. Der Rubinkehlkolibri schlägt bis 200 mal pro Sekunde mit den Flügeln. Jetzt mal bitte kurz nachrechnen: 200 mal in der Sekunde sind 12.000 mal pro Minute! Auf Stunden könnte man das jetzt natürlich auch noch umrechnen, aber so lange fliegen Kolibris nur selten am Stück oder nur während sie in den Süden ziehen (siehe unten).

Vogel mit den wenigsten Federn

Der Rubinkehlkolibri hält noch einen Rekord: Von allen Vögeln auf der Welt hat er am wenigsten Federn. Während der Pfeifschwan mit etwa 25.000 die meisten besitzt, bringt es der Rubinkehlkolibri nur auf ca. 940 Federn.

Rubinkehlkolibri Rubinkehlkolibri (Weibchen) - Foto: Matt Cuda/Shutterstock

Die Sonne bringt das Gefieder zum Leuchten

Wenn die Sonne auf das Gefieder eines Rubinkehlkolibris scheint, leuchtet es ganz zauberhaft. Im Schatten sehen die Tiere eher matt und grau aus. Mehr dazu erfährst du in unserem allgemeinen Kolibri-Steckbrief.

Rubinkehlkolibris haben Ausdauer

Wenn in ihrem Brutrevier in Nordamerika der Winter Einzug hält, wird es empfindlich kalt. Zu kalt für die kleinen Vögel. Sie machen sich auf die Socken (oder Federn?) und fliegen Richtung Süden nach Mittelamerika, wo es angenehm warm ist. Dabei zeigen sie, was für eine beachtliche Ausdauer sie besitzen: Sie legen dazu eine Strecke von 2.000 km zurück und bewältigen einen nonstop-Flug von 800 km über den Golf von Mexiko (eine riesige Meeresbucht). Für den Flug brauchen sie 18-22 Stunden und wahnsinnig viel Energie. Deshalb fressen sie sich vorher einen dicken Wanst anfressen, so dass sie vor dem Start doppelt so viel wiegen.

Rubinkehlkolibri Rubinkehlkolibri (Männchen) - Foto: mbolina/Shutterstock

Männchen und Weibchen sind unterschiedlich

Wenn man sich die Fotos auf dieser Seite ansieht, könnte man meinen, es wären hier zwei völlig unterschiedliche Vögel abgebildet. Doch es sind alles Rubinkehlkolibris. Die Männchen haben eine auffällige rote, schimmernde Färbung an der Kehle und einen grünlichen Rücken. Die Weibchen besitzen eine weiße Kehle und sind insgesamt unauffälliger und weniger bunt. Aus gutem Grund, denn auf die Weise können sie von Feinden nicht so leicht aufgespürt werden.

Rubinkehlkolibri Rubinkehlkolibri (Männchen) - Foto: Holly Miller-Pollack/Shutterstock

Rubinkehlkolibris haben viele Feinde

Nicht nur Greifvögel, Schlangen, Katzen und Reptilien sind eine Gefahr für den Rubinkehlkolibri. Da er so unglaublich klein ist, muss er sich auch noch vor großen Gottesanbeterinnen, Radnetzspinnen und Königslibellen fürchten.

Rubinkehlkolibri Rubinkehlkolibri (Weibchen) - Foto: Kerry Hargrove/Shutterstock

Hinweis: Solange du Schüler bist, darfst du die Infos gerne als Grundlage für dein Referat, Plakat, Arbeitsblatt, Vortrag, Präsentation oder Hausaufgabe im Unterricht in der Schule verwenden. Wir haben alle Infos gewissenhaft recherchiert, sollte sich dennoch ein Fehler eingeschlichen haben, schreibe uns eine kurze Mail.