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Schimpansen steuern sich in Ego-Perspektive durch Cartoon-Landschaften

  • Schimpansen finden sich in virtuellen 3D-Landschaften zurecht.
  • Sie laufen über Grashügel, Bäume und Felsen.
  • Dazu verwenden sie einen Touchscreen.

Wie finden sich Schimpansen in ihrer Umgebung zurecht? Um das herauszufinden, haben Forscher eine App entwickelt, in der sich Schimpansen durch eine virtuelle Landschaft bewegen. Und zwar in der „Ich-Ansicht“ oder Ego-Perspektive (vom lateinischen „ego“ = ich und „perspicere“ = hindurchsehen). Das heißt, dass sie in der App nicht etwa eine Figur sehen, die sie steuern können, sondern dass sie sich durch die Spielwelt bewegen, als wären sie selbst ein Teil davon.

Dieses Spiel-Experiment wurde im Zoo Leipzig mit sechs Schimpansen durchgeführt. Die Aufgabe war, sich durch die virtuelle Landschaft hindurch zu einem Baum gelangen, um dort Früchte zu finden. Um dorthin zu gelangen, liefen die Primaten dabei über Grashügel, Bäume und Felsen. Die Aufgabe zu lösen, gelang ihnen sogar von verschiedenen Startpositionen aus.

Warum wurde dieser Test gemacht? Schimpansen in der Wildnis zu beobachten, ist oft aufwändig, kostet viel Geld und stört die Tiere. Im Zoo können sich die Tiere dagegen nicht frei genug bewegen. Der Test hilft, besser zu verstehen, wie sich Schimpansen orientieren, damit in der Wildnis bessere Lebensräume gestaltet werden können.

Die Studie des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie (Leipzig), der University of St. Andrews (Großbritannien) und University of Michigan-Dearborn (USA) erschien im Juni 2022 im Magazin Science Advances.

Quelle: https://www.mpg.de

Schimpanse Schimpanse - Foto: photoloulou91/stock.adobe.com

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