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Katzen ziehen es vor, für ihr Futter nicht zu arbeiten

  • Die meisten Tierarten bevorzugen, für ihr Futter zu „arbeiten“.
  • Also, es zu suchen oder zu erjagen.
  • Katzen sind anders: Sie bevorzugen Futter, für das sie nichts tun müssen.

In einer Verhaltensstudie ließ man Katzen die Wahl zwischen „kostenlosem“ Futter und Futter, für das sie etwas tun müssen. Es galt, entweder Futter von einem frei zugänglichem Tablett zu nehmen oder ein Futterpuzzle lösen - also ein typisches Intelligenz- und Beschäftigungsspielzeug, das Futter freigibt, wenn das Tier den Mechanismus richtig bedient.

Dabei stellten die Forscher fest, dass die Katzen nicht nur das Tablett bevorzugten, sondern auch mehr Zeit dort verbrachten. Dabei hatten einige von ihnen schon Erfahrung mit Futterspielen. Außerdem wurden ihre Bewegungen aufgezeichnet und selbst diejenigen, die von Natur aus aktiver und neugieriger waren, wählten lieber das „kostenlose“ Essen.

Für Katzenbesitzer mag das wenig überraschend sein, aber für Tierforscher schon. Denn zahlreiche Studien mit Schimpansen, Makaken, Hühnern, Tauben, Bären, Wölfen, Ratten, Giraffen und Schweinen zeigten alle das Gegenteil.

Biologen glauben, dass es drei Gründe dafür gibt, dass sich Tiere ihr Essen lieber erarbeiten: Sie können dadurch mehr Informationen sammeln und zwar über ihre Umgebung und die Möglichkeiten, Nahrung zu finden. Außerdem können sie ihrem typischen Nahrungsverhalten nachgehen (vom Teller fressen ist für Tiere nicht sehr natürlich). Oder ihnen ist schlichtweg langweilig, weil sie in Gefangenschaft zu wenig Ablenkung haben.

Die Forscher merken an, dass die Futterpuzzles das natürliche Jagdverhalten möglicherweise nicht ausreichend gefördert hatte.

Die Studie der School of Veterinary Medicine der University of California (USA) erschien im August 2021 im Magazin Animal Cognition.

Quelle: https://phys.org

Katze am Napf Katze am Napf - Foto: Kwanbenz/Shutterstock