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Katzen fertigen eine geistige Landkarte vom Aufenthaltsort ihrer Besitzer an

  • Katzen haben sehr empfindliche Ohren.
  • Wenn sie ihren Besitzer nicht sehen, berechnen sie dessen Standort über seine Stimme.
  • Sie erstellen eine Art geistige Landkarte davon.

In einem Experiment spielte man Katzen über einen Lautsprecher bestimmte Geräusche vor: die Stimme ihres Besitzers, die einer vertrauten und einer unbekannten Katze sowie einen elektronischen Ton.

Nachdem die Tiere daran gewöhnt waren, wurde der Test verändert. Ein zweiter Lautsprecher kam hinzu, der in einigen Metern Entfernung aufgestellt wurde. Die Geräusche waren zuerst vom gewohnten Lautsprecher zu hören, aber kurz darauf aus dem zweiten, weiter entfernten Lautsprecher.

Die Forscher wollten herausfinden, ob das die Tiere überraschen würde. Schließlich kann niemand so schnell eine so weite Strecke überwinden – es sein denn er könnte sich teleportieren. In der Tat zeigten die Katzen ein überraschtes Verhalten, indem sie ihre Ohren bewegten, die Kopfrichtung änderten, zum Lautsprecher blickten und durch den Raum liefen.

Die Forscher glauben, dass die Katzen den Standort ihres „unsichtbaren“ Besitzers aufgrund seiner Stimme berechneten. Sie erstellten eine geistige Landkarte mit seinem Standort und erwarteten, dass er sich genau dort befinden würde, wo er das letzte Mal etwas gesagt hatte.

Interessant ist auch die Reaktion auf die anderen Geräusche. Wenn eine vertraute Katze auf unerklärliche Weise „teleportiert“ wurde, waren die Tiere nicht überrascht. Bei einer unbekannten Katze schon. Beim elektronischen Ton zeigten sie gar keine Reaktion.

Die Studie der Universität Kyoto (Japan) erschien im November 2021 im Magazin PLoS ONE.

Quelle: https://www.earth.com

Britisch Kurzhaar Britisch Kurzhaar - Foto: Chengdongshan/Shutterstock