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Ameisen können ihr Gehirn schrumpfen und wieder wachsen lassen

  • Eine indische Ameise hat eine besondere Fähigkeiten.
  • Sie kann nach Bedarf ihr eigenes Gehirn vergrößern oder verkleinern.
  • Das passiert, wenn eine neue Königin ihren „Job“ antritt.

Die Arbeiterameisen der Art Harpegnathos saltator haben eine höchst seltene „Superpower“: Sie können ihr Gehirn verkleinern und vergrößern. Das hat mit der Königin zu tun. Wenn sie stirbt, tut das bei den meisten Arten auch der Rest des Volkes auch – weil die Königin die einzige ist, die für Nachwuchs sorgen kann.

Bei indischen Wespenameisen der Art Harpegnathos saltator ist das anders. Wenn die Königin stirbt, kämpfen die weiblichen Arbeiterinnen „um die Krone“, indem sie sich gegenseitig mit ihren Antennen piksen. Die „Gewinnerin“ wird zur neuen Königin und verändert sich daraufhin. Anstatt Nahrung zu beschaffen und den Bau zu verteidigen, verhält sich so, wie es sich für eine Ameisen-Königin gebührt: Sie versteckt sich vor Eindringlingen und geht nicht mehr auf die Jagd. Aber auch ihr Körper macht eine Verwandlung durch. Sie stellt kein Gift mehr her. Außerdem verringert sich ihre Gehirngröße – und zwar um bis zu 25 %. Wozu? Sie braucht all ihre Energie, um Nachwuchs zu produzieren. Forscher konnten außerdem beobachten, dass das Ganze auch andersherum funktioniert: Wenn eine Königin „vom Thron gestoßen“ wird und wieder eine Arbeiterin ist, wächst ihr Gehirn auf die ursprüngliche Größe heran.

Die Spitzmaus besitzt ebenfalls die Fähigkeit, Körperteile schrumpfen und wachsen zu lassen – allerdings aus einem anderen Grund. Mehr dazu im Steckbrief.

Die Studie der New York University School of Medicine und der Arizona State University wurde im April 2021 im Magazin Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht.

Quelle: https://phys.org

Harpegnathos saltatorHarpegnathos saltator - Foto: Shyamal [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons