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Leguane nutzen giftige Ameisen wie einen Impfstoff

  • Wenn giftige Feuerameisen beißen, kann das für Stachelleguane tödlich sein.
  • Dennoch fressen die Stachelleguane sie.
  • Nicht um sich zu ernähren, sondern als eine Art Impfstoff gegen neue Bisse.

StachelleguanStachelleguan - Foto: Daniel Schwen [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Feuerameisen sind für Menschen ungefährlich – insofern keine Allergie auf das Gift besteht. Es entwickeln sich juckende, aber eher harmlose Rötungen und Schwellungen. Für Stachelleguane können die Bisse jedoch tödlich sein. Das Gift hat eine viel stärkere Wirkung, weil die Tiere viel kleiner und leichter sind als wir. Wieso sollten Leguane also Feuerameisen fressen?

Forscher haben herausgefunden, dass Stachelleguane (Sceloporus undulatus) die Feuerameisen (Solenopsis invicta) aus einem ganz bestimmten Grund fressen. Das Gift regt die körpereigenen Abwehrkräfte an. Es ist wie ein Booster für das Immunsystem. Oder eine Art „Ameisengift-Impfstoff“. Er macht die Reptilien gegen zukünftige Bisse weniger empfindlich und verhindert, dass sie tödlich wirken.

Bei dieser Entdeckung könnte es sich um eine Strategie der Natur handeln - damit verschiedene Arten durch Anpassung zusammenleben können.

Die Studie der Pennsylvania State University (USA) erschien im Oktober 2022 im Magazin Biological Invasions.

Quelle: https://www.sciencealert.com

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