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Die Vorfahren aller Pinguine lebten in Zealandia

  • Zealandia versank vor etwa 25-23 Millionen Jahren fast vollständig im Meer.
  • Wissenschaftler vermuten, dass in Zealandia die Vorfahren aller Pinguine lebten.
  • Kürzlich entdeckte Fossilien sind vielleicht der „missing link“ zu den Ur-Pinguinen.

Das versunkene Zealandia wird als der „verloren gegangene 8. Kontinent“ bezeichnet und hört sich schon fast so geheimnisvoll wie Atlantis an. Zealandia ist aber keine Erfindung, sondern eine riesengroße Scholle aus kontinentaler Erdkruste. Die höchsten Erhebungen liegen oberhalb der Wasseroberfläche und wir kennen sie als die Inseln Neuseelands.

Heute liegt der größte Teil von Zealandia mehr als 1.000 m unter Wasser. Aber noch vor etwa 60 Millionen Jahren war es eine riesige Landfläche - auf der Pinguine umherwatschelten. Das weiß man, weil dort Fossilien gefunden wurden, die 61 Millionen Jahre alt sind. Abgesehen davon fand man dort bislang nur sehr junge, etwa 7.000 Jahre alte Fossilien.

Im The Royal Magazine wurde vor kurzem über einen Fund berichtet, der drei Millionen Jahre alt ist. Wissenschaftler vermuten daher, dass es eine Verbindung zwischen den Ur-Pinguinen vor 60 Millionen Jahren und den heute lebenden Pinguinen gibt. Und, dass sie alle ihren Ursprung in Zealandia haben.

Vor 60 Millionen Jahren sahen die Ur-Pinguine übrigens noch etwas anders aus. Sie waren viel größer als die kleinen Frackträger, die wir kennen: etwa 1,70 m groß und 100 kg schwer.

Was ist ein „missing link“?

„Missing link“ lässt sich mit „fehlendes Bindeglied“ übersetzen. So werden Fossilien bezeichnet, die erst kürzlich entdeckt wurden und eine Verbindung zwischen den Vor- und den Nachfahren herstellen, die die Forscher bis zu dem Zeitpunkt vermutet haben, aber noch nicht beweisen konnten.

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Quelle: https://www.sciencealert.com, https://royalsocietypublishing.org

Haubenpinguin Haubenpinguin - Foto: Jannel Lugge/Shutterstock