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Schmetterlinge besitzen eine Art Düsenjet-Antrieb

  • Schmetterlinge schlagen auf besondere Weise mit ihren Flügeln.
  • Beim Flügelschlag bilden sich zwischen den Flügeln kleine Hohlräume mit Luft.
  • Beim Herauspressen der Luft, beschleunigen die Insekten sehr stark.

Wenn Schmetterlinge durch die Luft „zuckeln“, scheint es nicht unbedingt, als wären sie besonders geschickte Flieger. Doch der Schein trügt. Mit einem sehr eleganten Trick erzeugen sie gewaltige Schubkräfte, die sie so schnell und stark beschleunigen wie eine kleiner Düsenjet-Antrieb.

Schmetterlinge klatschen ihre Flügel nicht einfach ganz flach und gerade zusammen. Wenn sie sie schließen, bildet sich dazwischen ein kleiner Hohlraum, eine Art „Tasche“. Darin befindet sich Luft und, wenn die Insekten diese herausdrücken, werden sie nach vorne geschleudert.

Die Bewegung wurde mit starren, mechanischen Roboter-Flügeln nachgestellt und mit den Schmetterlingen verglichen. Dabei stellten man fest, dass die Schmetterlinge mit ihren weichen, elastischen Flügeln viel leistungsfähiger waren. Ihr Antrieb war um 22 % stärker und sie nutzten ihre Kraft um 28 % effizienter.

Das erklärt auch, warum Schmetterlinge sehr plötzlich losfliegen können und dabei in Sekundenschnelle eine beachtliche Strecke zurücklegen – und damit außer Reichweite von Feinden sind.

Diese Ergebnisse haben Forscher der Universität Lund (Schweden) im Magazin Science Advances veröffentlicht.

Quelle: https://www.phys.org

Monarchfalter Monarchfalter - Foto: Jearu/Shutterstock