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Hunde und Säuglinge lernen Wörter, indem sie Wahrscheinlichkeiten berechnen

  • Hunde können nicht sprechen, aber dennoch Wörter lernen.
  • Sie suchen innerhalb von Sätzen nach Silben, die sie kennen.
  • Wenn Silben häufig zusammen vorkommen, werden sie als Wort erkannt.

Säuglinge sind bereits im Alter von acht Monaten dazu fähig, einzelne Wörter zu erkennen - noch bevor sie deren Bedeutung verstehen. Babys zählen aber nicht etwa wie oft bestimmte Silben zusammen vorkommen. Das wäre auch sehr mühselig. Ihr Gehirn ist mit acht Monaten schon so weit entwickelt, dass es stattdessen berechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass bestimmte Silben gemeinsam vorkommen. Wie ist das bei Hunden?

Wir Menschen sprechen mit keinem anderen Tier mehr als unseren geliebten Vierbeinern. Forscher wollten daher herausfinden, wie sie unsere Sprache lernen (auch wenn die Tiere selbst logischerweise nicht sprechen können). Sie fanden heraus, dass Hunde – genauso wie Säuglinge – nach bestimmten Regelmäßigkeiten und wiederkehrenden Mustern suchen, wenn sie Wörter hören. Wenn Silben häufig zusammen vorkommen, werden sie im Gehirn in die „Schublade“ mit der Aufschrift „Wort“ einsortiert. Silben, die selten zusammen vorkommen, werden als „Kein Wort“ abgespeichert.

Diese Art, Sprache zu lernen wurde noch nie bei anderen Säugetieren beobachtet – was jedoch nicht heißt, dass nur Hunde dazu fähig ist. Wir wissen es von den anderen Tieren einfach nur noch nicht.

Die Studie der Eötvös Loránd University (Ungarn) erschien im Oktober 2021 im Magazin Current Biology.

Quelle: https://phys.org

Australian ShepherdAustralian Shepherd - Foto: Julie Vader/Shutterstock