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Sepien haben selbst im hohen Alter ein schärferes Gedächtnis als Menschen

  • Sepien sind Tintenfische mit zehn Armen.
  • Sie leben für gewöhnlich nur etwa zwei Jahre.
  • Selbst im hohen Alter können sie sich sehr genau an frühere Erlebnisse erinnern.

Wenn wir Menschen etwas vergessen, wünschen wir uns oft, ein besseres Gedächtnis zu besitzen. Oft können wir nicht daran erinnern, was wir letzte Woche gegessen haben – oder letztes Jahr.

Forscher haben herausgefunden, dass das für den gewöhnlichen Tintenfisch Sepia officinalis ein Kinderspiel ist. Er weiß ganz genau, was er wo und wann gefressen hat. Selbst, wenn es älter wird und der Körper langsam „abbaut“, bleibt das Erinnerungsvermögen gleich – oder wird sogar noch besser. Diese Fähigkeit besitzt der Tintenfisch sogar noch in den letzten zwei bis drei Lebenstagen.

Beim Mensch spielt der Hippocampus im Gehirn eine wichtige Rolle beim Lernen und Erinnern. Der Tintenfisch besitzt aber keinen Hippocampus, sondern nutzt ein bestimmtes Gewebe im Gehirn, einen „Lappen“.

Was bringt das den Tieren? Die Forscher glauben, dass es mit ihrer Fortpflanzung zu tun hat. Die Tiere paaren sich erst am Ende ihres Lebens. Mit Hilfe ihres Erinnerungsvermögens können sie sicherstellen, sich mit unterschiedlichen Partnern zu paaren, damit sich ihr Erbgut möglichst gut verbreitet.

Die Studie der University of Cambridge (England), Marine Biological Laboratory at Woods Hole (USA) und University of Caen (Frankreich) erschien im August 2021 im Magazin Proceedings of the Royal Society B.

Tintenfisch oder Oktopus?

Wer Tintenfisch sagt, meint meist den achtarmigen Oktopus bzw. Kraken. Die Familie der Tintenfische ist aber vielfältiger, als viele wissen. Es gibt auch zehnarmige Tintenfische wie die Kalmare und die Sepien.

Quelle: https://www.earth.com

Sepie Sepie - Foto: Rich Carey/Shutterstock