Studie: Umstellung auf vegane Tiernahrung könnte helfen, den Planeten zu retten
- Im Jahr 2018 gab es bereits über 471 Millionen Hunde und 373 Millionen Katzen auf der Welt.
- Eine Umstellung würde sehr viel CO2, Wasser und Land sparen.
- Außerdem müssten weniger Nutztiere getötet werden und es gäbe mehr Essen für Menschen.
Welchen Einfluss hat Tierfutter auf unsere Umwelt?
Bereits im Jahr 2018 gab es weltweit über 471 Millionen Hunde und 373 Millionen Katzen. Was viele nicht wissen: Auch die Ernährung unserer Haustiere hat einen gigantischen Einfluss auf das Klima! Eine Umstellung auf pflanzliches Futter könnte enorm viel CO2, Wasser und Landfläche sparen. Zudem müssten deutlich weniger Nutztiere getötet werden und es bliebe mehr Nahrung für Menschen übrig.
Eine Studie der Griffith University (Australien), die im Oktober 2023 im Fachmagazin PLOS ONE erschien, hat genau das berechnet. Die Forscher untersuchten, wie viele Tiere weltweit gefüttert werden und welche Auswirkung eine pflanzliche Ernährung von Hunden, Katzen und Menschen auf unseren Planeten hätte.
Die Studienergebnisse im Überblick
1. Wie viele Nutztiere werden weltweit geschlachtet?
Im Jahr 2018 wurden weltweit über 78 Milliarden Landtiere für die Ernährung von Menschen, Hunden und Katzen geschlachtet – plus Milliarden von Meerestieren.
Anzahl der geschlachteten Tiere nach Tierart:
- Geflügel: 74.640.136.000
- Schweine: 1.478.059.606
- Schafe und Ziegen: 1.047.391.220
- Andere Landtiere: 726.797.375
- Rinder: 353.868.375
- Gesamt: 78.246.252.576
Plus: Milliarden von Meerestieren
Verteilung nach Verbrauchern:
- Menschen: 71,3 Milliarden Tiere (= 91,1 %)
- Hunde: 6,0 Milliarden Tiere (= 7,7 %)
- Katzen: knapp 1,0 Milliarde Tiere (= 1,2 %)
2. Die Folgen einer veganen Ernährung: Was würde eingespart?
Wenn Hunde, Katzen und Menschen komplett auf eine pflanzliche Ernährung umsteigen würden, hätte das gewaltige positive Folgen für die Umwelt:
Frei werdende Landfläche:
- Hunde: 2,6 Millionen Quadratkilometer (= größer als Mexiko)
- Katzen: 400.000 Quadratkilometer (= größer als Deutschland)
- Menschen: 23,6 Millionen Quadratkilometer (= größer als Russland und Indien zusammen)
Einsparung von Treibhausgasen
- Hunde: 570 Megatonnen (= mehr als Großbritannien)
- Katzen: 90 Megatonnen (= mehr als Neuseeland)
- Menschen: 4.130 Megatonnen (= mehr als Indien oder gesamte EU)
Einsparung von Trinkwasser
- Hunde: 7,75 Milliarden Kubikmeter (= mehr als Dänemark)
- Katzen: 1,24 Milliarden Kubikmeter (= mehr als Jordanien)
- Menschen: 42,47 Milliarden Kubikmeter (= mehr als Kuba)
Zusätzliche Nahrung für Menschen
Durch die frei werdenden Ressourcen könnten zusätzlich Menschen ernährt werden:
- Durch vegane Hunde: 449,1 Millionen Menschen (entspricht der gesamten EU)
- Durch vegane Katzen: 69,7 Millionen Menschen (entspricht Großbritannien)
- Durch vegane Menschen: 5.313,6 Millionen Menschen (über die Hälfte der Weltbevölkerung)
Fazit der Forscher: Chance für Klima und Tierwohl
Aufgrund dieser Ergebnisse betonen die Forscher:
„Tierhalter, denen die Umwelt und die Gesundheit ihrer Tiere am Herzen liegen, sollten über ernährungsphysiologisch gesundes veganes Tierfutter nachdenken.“
Neueste Untersuchungen belegen bereits, dass Hunde, die gesundes pflanzliches Eiweiß erhalten, genauso vital oder sogar gesünder sein können als mit herkömmlichem Futter. Auch von Katzenhaltern gibt es erste positive Berichte über Futter aus pflanzlichen Proteinen.
Was können wir selbst tun?
Aber auch wir Menschen können durch eine pflanzliche Ernährung unseren Planeten stark entlasten – schließlich macht unser eigener Konsum an Fleisch, Fisch und Geflügel den mit Abstand größten Teil aus (über 91 %).
Es muss ja nicht gleich von heute auf morgen eine komplette Umstellung sein. Wie wäre es zu Beginn mit einem pflanzlichen Tag pro Woche? Und später vielleicht zwei?
Weiterführende Links:
- Hier gibt es leckere Rezepte und viele Tipps für eine gesunde pflanzliche Ernährung: Probieraktion Vegan Taste Week.
Über die Studie
Die Studie der Griffith University (Australien) erschien im Oktober 2023 im Magazin PLOS ONE.
Quellen:
- Tierwohl, Klimaschutz oder eigenes Wohl – wofür entscheiden sich Menschen?
- Könnte Katzenfutter aus pflanzlichen Proteinen gesund sein? Besitzer berichten: Ja
- Neue Studie: Vegane Ernährung gesund für Hunde
- Der Klimawandel verstärkt den Lärm unter Wasser – warum und was macht das mit den Tieren im Meer?
- Studie: Vegetarische oder vegane Ernährung könnte das Klima retten














