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Tierwohl, Klimaschutz oder eigenes Wohl – wofür entscheiden sich Menschen?

  • Worauf achten die Menschen, wenn sie im Supermarkt einkaufen?
  • Forscher haben getestet, ob ihnen Tierwohl, Klimaschutz oder die eigene Gesundheit wichtiger ist.
  • Die Ergebnisse sind widersprüchlich.

Foto: Nut Iamsupasit/Shutterstock

Im Oktober sind zwei Studien erschienen. Eine von der Universität Kopenhagen und eine von der Uni Bonn. Beide haben sich damit beschäftigt, worauf die Menschen beim Kauf von Fleisch achten. Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich.


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Studie der Universität Bonn – Gesundheit am wichtigsten

Die Uni Bonn kam zum Ergebnis, dass sich die Menschen eher für ihre eigene Gesundheit entscheiden. Über 1.500 Teilnehmer nahmen an der Studie teil. Sie sollten zwischen drei Produkten wählen:

  • 1. ohne Aufkleber (= nicht nachhaltig)
  • 2. mit Aufkleber „Offenstallhaltung“
  • 3. mit Aufkleber „Antibiotikafrei“

Die meisten wählten ein Produkt mit Aufkleber. Von diesen Menschen wiederum entschieden sich die meisten für das „antibiotikafreie“ Produkt – als für ihre eigene Gesundheit. Ein Teil der Gruppe erhielt ein Info-Blatt über die Vorteile der Offenstallhaltung. Unter diesen Menschen war die Kaufbereitschaft für das Produkt aus Offenstallhaltung deutlich höher. Die Wissenschaftler glauben daher, dass sich viele Menschen möglicherweise nicht bewusst über die Haltungsbedingungen sind. Sobald sie aber Informationen darüber haben, entscheiden sich mehr Menschen zugunsten der Tiere.

Studie der Universität Kopenhagen – Tierwohl am wichtigsten


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Die Universität Kopenhagen hat eine ganz ähnliche Studie durchgeführt. Sie hat sich aber nicht auf ein Land konzentriert, sondern Dänemark, Deutschland, Großbritannien und China miteinander verglichen. Auch hier nahmen etwa 1.500 Menschen teil.

Dabei stellten sie fest: In Deutschland, Großbritannien und Dänemark war den Menschen das Tierwohl am wichtigsten. 60-75 % waren bereit, dafür sogar einen 10 % höheren Preis zu zahlen. In China war die Lebensmittelsicherheit (frei von Salmonellen und Bakterien) am wichtigsten.

Die Wissenschaftler fanden auch heraus, dass die Menschen in Europa davon überzeugt waren, dass höheres Tierwohl durch einen höheren Kaufpreis erreicht werden kann. Beim Klima sahen sie andere Maßnahmen als wirkungsvoller an.

Das ist interessant, denn frühere Studien wiesen bereits darauf hin, dass sich das Klima insbesondere durch eine vegane Ernährung stark verbessern würde. Vielleicht sehen sich die Menschen (noch) nicht so sehr in der Verantwortung dafür – oder wissen zu wenig über die Vorteile.

Fazit:

Wie die beiden Studien nun zusammenpassen, ist unklar. Die eine besagt, dass die Menschen eher auf die eigene Gesundheit achten und die andere, dass für die Menschen das Tierwohl am wichtigsten ist.

Wer keine Tiere isst, kann übrigens beides erreichen: weniger Antibiotika im Essen und gleichzeitig Tierleid vermeiden. Hier gibt es Tipps und Rezepte, wie man sich gesund und lecker vegan ernährt: Vegan Taste Week.

Die Studie der Universität Utrecht (Niederlande) erschien im Oktober 2023 im Magazin PeerJ.

Quelle: https://science.ku.dk, https://www.uni-bonn.de, https://academic.oup.com


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