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100.000 Jahre altes Fossil belegt: Eisbären und Braunbären kreuzten sich

  • Vor 125.000 Jahren kreuzten sich Eisbären mit Braunbären.
  • Heute besteht das Erbgut aller Braunbären zu 10 % aus dem der damaligen Eisbären.
  • Eisbären und Braunbären kreuzten sich in der Geschichte der Erde sogar schon vier Mal.

Im Jahr 2009 wurde an der Küste der Beaufortsee (zwischen Kanada und Alaska) der Schädel eines Eisbären gefunden. Das Tier wurde „Bruno“ getauft, doch wie sich später herausstellte, war es kein männliches, sondern ein weibliches Tier. Nachdem Forscher nun das Erbgut in dem 100.000 Jahre alten Schädel untersuchten, kamen sie zu einem interessanten Ergebnis:

Alle heute lebenden Braunbären besitzen zu 10 % Brunos Erbgut. Sie sind also alle zum Teil Eisbären. Ohne Bruno wäre nie aufgefallen, denn man hatte diesen Teil nie als „fremdes“ Erbgut angesehen.

Die Eisbären entwickelten sich zwar zeitgeschichtlich aus den Braunbären, aber die Forscher gehen davon aus, dass sich die beiden Tierarten vor 125.000 Jahren kreuzten. Vermutlich, weil es Tiere gab, die nicht vollständig weiß waren. Diese hatten keinen Erfolg bei der Jagd im arktischen Meer und hielten sich daher im selben Lebensraum wie die Braunbären. Seitdem haben sich die Tiere noch mindestens vier Mal vermischt, vor etwa 25.000 bis 15.000 Jahren. Spannend ist außerdem, dass das Erbgut der Bären nicht in beide Richtungen geteilt wurde, sondern ausschließlich von den Eisbären zu den Braunbären floss.

Auch heute gibt es durch den Klimawandel wieder Kreuzungen. Sie werden Grolar Bear oder Pizzly Bear genannt (Wortmix aus Polar und Grizzly Bear).

Die Studie der University of California, Santa Cruz (USA) erschien im Juni 2022 im Magazin Nature Ecology & Evolution.

Quelle: https://www.earth.com

Eisbär in Kanada Eisbär in Kanada - Foto: isabel kendzior/Shutterstock

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