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Knabstrupper

Steckbrief Knabstrupper

Stockmaß 149-157 cm
Körper muskulös, kompakt
Kopf kräftig, Ramsnase
Hals kräftig, aufgerichtet
Farben Tigerschecken
Charakter ausgeglichen, freundlich, treu
Gang leicht, frei
Typ Warmblut
Ursprung Dänemark
Zucht seit 1812
Geeignet für Freizeit, Dressur, Hohe Schule, Therapiepferd

Der Knabstrupper ist die älteste Pferderasse Dänemarks. Er hat ein gepunktetes Fell und sieht dadurch besonders fröhlich und lebenslustig aus. Am bekanntesten sind Knabstrupper mit weißem Fell und schwarzen Punkten, sie können aber auch braune Punkte haben.

Charakter der Knabstrupper

Nicht nur sein Fell ist einzigartig. Der Knabstrupper besitzt auch einen ganz besonderen Charakter. Er hat einen starken Willen, ist voller Ehrgeiz und sprudelt vor Energie. Trotzdem bleibt er immer ruhig und gelassen, egal was auch geschieht. Manchmal erscheint er etwas stur, aber das liegt einfach daran, dass er außerordentlich intelligent und aus diesem Grund nicht immer mit allem einfach so „einverstanden“ ist. Mit seinem Herz ist er jedoch zu 100 % bei „seinem Menschen“. Er ist sehr menschenbezogen und super treu!

Fähigkeiten der Knabstrupper

Wer von Pferden der „Hohen Schule der Reitkunst“ spricht, nennt meistens Lipizzaner und Andalusier. Aber das sind nicht die einzigen, die eine besondere Begabung für diese kunstvolle Dressur besitzen.

Richtig vermutet: Der Knabstrupper meistert ebenfalls so beeindruckende Figuren wie die trabende, beinahe tänzelnde „Piaffe“ oder die „Pesade“, also das Stehen auf den Hinterbeinen mit den Vorderbeinen in der Luft. Und nicht zu vergessen die atemberaubenden Luftsprünge, auch „Kapriolen“ genannt.

Knabstrupper Knabstrupper, Volltiger - Foto: Andreas Wedel/Shutterstock

Pippi Langstrumpfs Pferd war ein Knabstrupper (?)

Pippi Langstrumpfs Pferd, der „kleine Onkel“, sieht in den Filmen ganz genau so aus wie ein Knabstrupper! Er hast zahllose lustige Tupfen auf seinem Fell. Das Pferd, das den kleinen Onkel spielte, hieß Bunting. Aber es war kein Knabstrupper, sondern ein Schimmel. Die Punkte wurden für den Filmdreh aufgemalt bzw. aufgesprüht.

Aussehen der Knabstrupper

Knabstrupper können „barock“ oder „modern“ sein. Ein barocker Knabstrupper hat einen kräftigen Kopf mit einer Ramsnase, einen kräftigen, aufgerichteten Hals, eine starke Hinterhand und dickes Langhaar. Der moderne Typ ist durch Veredelung mit anderen Rassen entstanden. Er sieht deutlich schlanker und eleganter aus.

Knabstrupper Knabstrupper, Schabrackentiger - Foto: www.MartinaBurianova.cz/Shutterstock

Was sind Barockpferde?

Barockpferde waren Reit- und Kutschpferde, die ihren Namen von der „Barockzeit“ haben, einer Epoche zwischen Ende des 16. Jahrhunderts bis Mitte des 17. Jahrhunderts. Ihr typisches Merkmal ist er sehr runde, üppige Körperbau - wie zum Beispiel beim Friesen, Andalusier und Lipizzaner zu sehen. Heute bezeichnet man ein Pferd mit solchem Körperbau als „Pferd im Barocktyp“.

Fellmuster der Knabstrupper

Die Punkte auf dem Fell der Knabstrupper können unterschiedlich groß und an unterschiedlichen Stellen sein. Folgende Farben und Muster gibt es:

  • Weißgeborene: weiß; keine Flecken
  • Einfarbige: einfarbig, keine Flecken
  • Schneeflockentiger: fast einfarbig, sehr viele kleine, weiße Flecken
  • Schabrackentiger: einfarbig, aber weißer, gefleckter Bereich an der Hinterhand
  • Volltiger: weiß, viele Flecken

Wenn Knabstrupper-Fohlen auf die Welt kommen, sind die typischen Punkte bereits auf ihrem Fell zu sehen (schließlich sind sie keine Dalmatiner ;)). Das sieht wirklich zuckersüß aus! Die Punkte verändern sich ein bisschen, je älter das Pferd wird, bleiben aber insgesamt gleich.

Knabstrupper Knabstrupper, Schabrackentiger - Foto: Alla-Berlezova/Shutterstock

Unterschied zwischen Appaloosa und Knabstrupper

Knabstrupper und Appaloosa sehen sich sehr ähnlich, weil beide das sogenannte Tigerschecken-Gen besitzen. Das heißt, dass die Scheckungen in ihren Erbinformationen quasi „abgespeichert“ sind. Beide Rassen zudem gestreifte Hufe und ein gesprenkeltes Maul. Insofern man also keinen Knabstrupper vom barocken Typ vor sich hat, lassen sich die Pferde allein von Aussehen her also nur schwer auseinanderhalten.

Manche Appaloosa beherrschen allerdings den Passgang, weil sie mit Gangpferden gekreuzt wurden. Man könnte sie also mit etwas Glück anhand ihrer Gänge unterscheiden.

Knabstrupper Knabstrupper, Volltiger - Foto: www.MartinaBurianova.cz/Shutterstock