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Holsteiner

Steckbrief Holsteiner

Stockmaß 165-175 cm
Körper groß, kräftig, edel
Kopf klein
Hals kräftig, gebogen
Farben häufig Rappen, Braune
Charakter ruhig, einsatzfreudig, mutig
Gang hoch, raumgreifend
Typ Warmblut
Ursprung Deutschland
Zucht seit 14. Jahrhundert
Geeignet für Springreiten, Dressur, Freizeitreiten

Der Holsteiner ist in der ganzen Welt für sein außergewöhnliches Talent im Springreiten berühmt. Er ist ein sehr großes Pferd mit schlanken Beinen, aber einem kräftigen Körper. Insbesondere die Hinterhand ist sehr muskulös, weshalb der Holsteiner sehr hoch springen kann. Der Holsteiner zählt zu den ältesten Pferderassen Deutschlands. Zu seinen besonderen Merkmalen zählen auch seine Gänge. Sie sind lang, großzügig, schwungvoll – sowohl im Trab, als auch im Galopp.

Charakter des Holsteiner

Der Holsteiner ist sehr ruhig und nervenstark. Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe! Sein ausgeglichenes und zuverlässiges Wesen machen ihn sowohl für Anfänger als auch für Turnierreiter zu einem hervorragenden Reitpferd. Obwohl Holsteiner manchmal etwas „zu ruhig“ sein können (also gerne mal ein bisschen faulenzen), geben sie im Training und auf Turnieren immer ihr Bestes. Um nicht zu sagen „Alles“. Sind hochmotiviert und einsatzfreudig. Außerdem besitzen Holsteiner großen Mut und meistern daher selbst hohe und schwierige Hindernisse.

Holsteiner Holsteiner - Foto: Bildagentur Zoonar GmbH/Shutterstock

Aussehen der Holsteiner

Der Holsteiner verzaubert durch seine hübschen, großen Augen. Sein Blick ist sehr wach und aufmerksam. Bis auf seine schmalen Beine ist alles an ihm kräftig, aber auch gleichzeitig elegant: der Rücken, die Hinterhand, die Brust und Schulter, sowie sein schöner, gebogener Hals. Die meisten Holsteiner sind Rappen oder Braune. Wenn es nach den Züchtern geht, sollte die Rasse so wenig Abzeichen wie möglich haben. Der Holsteiner ist auffallend groß. Während andere Warmblutpferde im Durchschnitt ein Stockmaß von 155 cm haben, hat der Holsteiner eine Widerristhöhe von 165-175 cm.

Holsteiner sind erfolgreiche Sportpferde

Ob Olympia, Weltcup oder beim „Große Preis von Aachen“ - der Holsteiner ist auf allen großen Reitturnieren immer ganz vorne mit dabei und hat bereits zahllose Medaillen gewonnen. Zusammen mit dem Hannoveraner zählt er als eines der erfolgreichsten Springpferde. Das Springen liegt ihm sozusagen im Blut und schon die Fohlen hüpfen mit Begeisterung von alleine über alle möglichen Dinge.

Holsteiner Holsteiner - Foto: Makarova Viktoria/Shutterstock

Geschichte der Holsteiner

Der Holsteiner wird seit dem 14. Jahrhundert gezüchtet. Seine Erfolgsgeschichte begann in einem Kloster in Uetersen, das im heutigen Schleswig-Holstein liegt. Zunächst war der Holsteiner ein Arbeitspferd, das den Bauern half, Äcker zu bestellen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Rasse noch einen viel kräftigeren Körperbau als heute. Aber den wunderschönen hohen, raumgreifenden Gang hatten die Pferde schon damals. Deshalb war der Holsteiner im 18. Jahrhundert auch ein beliebtes „Luxus“-Kutschpferd.

Als in der Landwirtschaft immer häufiger Maschinen eingesetzt wurden, nahm das Interesse an Arbeitspferden jedoch stark ab. Ab da wurden englische Vollblüter eingekreuzt, um die Holsteiner zu Sportpferden zu veredeln. Heute gibt es nur knapp 300 Zuchthengste und 8.000 Zuchtstuten – ähnlich wie beim Oldenburger und Westfalen.

Holsteiner Holsteiner - Foto: Konstantin Tronin/Shutterstock

Springtraining

Holsteiner werden im Alter von 2-3 Jahren spielerisch an das Springtraining herangeführt. Sie sind noch zu jung, bis sie einen Menschen tragen können, aber mit 5-6 Jahren sind ihre Muskeln stark genug. Dann geht es mitsamt Reiter über die ersten Hindernisse und mit 8-10 Jahren sind sie bereit für ihr erstes Turnier.

Schon gewusst?

Holstein-Fohlen werden nach einer Regel benannt: Der erste Buchstabe in seinem Namen ist derselbe wie bei seinem Vater.

Holsteiner Holsteiner - Foto: horsemen/Shutterstock