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Giftige Säugetiere

Schlitzrüssler

Schlitzrüssler sind Säugetiere und gehören zu den Insektenfressern. Die meisten Schlitzrüssler-Arten sind bereits ausgestorben und auch von den zwei verbliebenen Arten gibt es nur noch wenige Exemplare. Es sind der Kuba-Schlitzrüssler und der Haiti-Schlitzrüssler.

Die Tiere sehen aus wie große Spitzmäuse, haben einen dicken, schuppigen Schwanz und kräftige Krallen. Man findet sie nur auf Kuba und Haiti, wo sie hauptsächlich als Einzelgänger in Wäldern leben.

Gift aus der Speicheldrüse

Ihr Gift wird in der Speicheldrüse produziert und gelangt durch die Zahnrillen der unteren Schneidezähne in die Beute. Schlitzrüssler werden bis zu 39 cm groß, bis zu 1 kg schwer, sind rotbraun bis schwarz und ernähren sich von Insekten, Würmern und Eidechsen.

Sind Schlitzrüssler für den Menschen gefährlich?

Gefährlich kann ein Schlitzrüssler erst werden, wenn du dort bist, wo er lebt. Also in Kuba und/oder Haiti. Dann musst du auch noch einen finden. Das ist gar nicht so einfach, denn der Schlitzrüssler ist eine stark gefährdete Tierart. Vor allem eingeschleppte Tierarten wie Hunde, Katzen und Mungos sind für ihn gefährlich.

Ach, Moment, es ging ja nicht darum, wer für sie gefährlich ist, sondern andersherum ;) Du müsstest also in die Nähe eines Schlitzrüsslers kommen und ihn dann auch noch dazu bringen, dich zu beißen.

Aber: Schlitzrüssler haben für gewöhnlich nicht genug Gift, als dass es für einen Menschen tödlich wäre. Anders ist das bei kleinen Wirbeltieren, wie z. B. Mäusen. Das Gift ist bei ihnen sehr wirksam und tötet sie in 2-6 Minuten. Fazit: Für uns Menschen ist das Klettern auf eine Leiter gefährlicher als der Biss eines Schlitzrüsslers.

Schlitzrüssler Schlitzrüssler - Foto: Katerina Kalinich/Shutterstock