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Giftige Säugetiere

Wasserspitzmaus

Wasserspitzmäuse sind Insektenfresser. Es gibt drei Arten: die eurasische Wasserspitzmaus, die Sumpfspitzmaus und die kaukasische Bachspitzmaus. Sie sind keine gefährdete Tierart. Während alle anderen giftigen Säugetiere in Asien, Amerika oder sonst wo leben, ist die Wasserspitzmaus das einzige giftige Säugetier, das vor allem in Europa (sowie in Asien) vorkommt. Obwohl sie die größte Spitzmaus in Europa ist, wird sie nur 96 mm lang und 25 g schwer. Unter ihrer Zunge befinden sich Drüsen, die Gift zu den Zähnen transportieren. Durch ihren Ruderschwanz ist sie eine geschickte Taucherin und erlegt ihre Beute sogar unter Wasser, beispielsweise kleine Krebse, Schnecken, Wasserinsekten und Fische. Sie kann bis zu 20 Sekunden unter Wasser bleiben.

Sind Wasserspitzmäuse gefährlich für Menschen?

Es ist wie bei den Kurzschwanzspitzmäusen: Ein Biss kann sehr weh tun und tagelang Schmerzen verursachen. Hinzu kommt, dass die Wunde anschwillt. Tödlich ist ihr Biss aber nicht und schon gar nicht häufig. Wer eine Wasserspitzmaus erblickt, darf sich sogar ganz besonders freuen. Die Tiere fressen eine Unmenge an Insekten und deren Larven - genau, die die wir Menschen nicht mögen.

Wie trocknen Wasserspitzmäuse ihr Fell?

Was macht man eigentlich, wenn man an Land krabbelt und dann mit einem patschnassen Fell dasteht? Hunde schütteln das Wasser aus dem Fell. Die Wasserspitzmaus hat eine lustige und ungewöhnliche Lösung dafür gefunden. Sie zwängt sich ein paar Mal durch den engen Eingang zu ihrem Bau, wodurch das Wasser aus dem Fell gewrungen wird und von den Tunnelwänden (die aus trockener Erde bestehen) aufgesaugt wird.

Obwohl Wasserspitzmäuse als nicht gefährdet gelten, stehen sie in Deutschland unter Naturschutz. Hier findest du unseren Spitzmaus-Steckbrief!

Wasserspitzmaus Wasserspitzmaus - Foto: CreativeNature.nl/Shutterstock