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Wechselwarme und gleichwarme Tiere

Wieso sagt man wechselwarm? Was ist gleichwarm? Wieso gibt es das überhaupt und was bedeutet das für die Tiere? Welche Vorteile und Nachteile hat es, wechselwarm oder gleichwarm zu sein? Fangen wir mit einer übersichtlichen Zusammenfassung aller Besonderheiten und Merkmale an:

Wechselwarme Tiere:

  • Haben eine wechselnde Körpertemperatur (je nach Umgebung)
  • Sind Fische, Amphibien, Reptilien, Insekten und wirbellose Tiere

Gleichwarme Tiere:

  • Haben immer die gleiche Körpertemperatur (außer sie sind krank)
  • Sind Säugetiere und Vögel

Die Unterschiede

 Merkmalwechselwarmgleichwarm
Körpertemperatur abhängig unabhängig
Gefieder/Fell nein ja
Nahrungsbedarf unregelmäßig, niedrig regelmäßig, hoch
Stoffwechsel niedrig hoch
bei Hitze Schatten/Kälte suchen schwitzen
bei Kälte Sonne/Wärme suchen zittern
im Winter nicht aktiv aktiv

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1. Gleichwarme Tiere (= Säugetiere, Vögel)

Wie halten gleichwarme Tiere ihre Körpertemperatur?

Es kostet viel Energie, die Körpertemperatur immer gleich zu halten. Wie die Tiere an die Energie kommen oder wie sie Energie sparen:

• Nahrungsaufnahme

Gleichwarme Tiere nehmen über die Nahrung Energie auf. Ein großer Teil davon wird dazu verwendet, um die Körpertemperatur zu halten. Sie müssen viel häufiger fressen als wechselwarme Tiere. Beispiel: Wenn du lange nichts gegessen hast, merkst du vielleicht, dass du anfängst, zu frieren und zu zittern. Wenn du etwas isst, wird dir wieder wärmer.

• Gefieder, Fell und Körperfett

Gleichwarme Tiere haben fast alle ein Fell, Gefieder oder Körperfett. Manche Tiere bekommen im Winter sogar ein noch ein dickeres Fell, das so genannte Winterfell. Es beginnt zu wachsen, wenn es draußen kühler wird und wird im Frühjahr wieder abgeworfen. Hundebesitzer wissen ein Lied davon zu singen, denn dann liegen ganz besonders viele Haare herum.

Vögel halten sich dagegen mit ihren flauschigen Daunen warm. Die Federn sind so kuschelig warm, dass sie auch häufig in Winterjacken verwendet werden. Meeressäuger wie Wale haben eine dicke Speckschicht, die sie vor der Kälte schützt.

Wie passen gleichwarme Tiere ihre Körpertemperatur an?

Was passiert eigentlich, wenn es den gleichwarmen Tieren zu warm wird? Sie schwitzen! Jedes Tier auf seine Art. Hunde schwitzen über ihre Zunge (hecheln). Elefanten pumpen das warme Blut in ihre großen, flachen Ohren und wedeln damit.

Schon gewusst?

Nicht jedes gleichwarme Tier hat dieselbe Körpertemperatur: Menschen haben etwa 37 Grad Celsius, Pferde etwa 38 Grad Celsius, Hunde etwa 39 Grad Celsius und Vögel sogar etwa 42 Grad Celsius.

Polarfuchs Polarfuchs - Foto: outdoorsman/Shutterstock

2. Wechselwarme Tiere

(= Fische, Amphibien, Reptilien, Insekten und wirbellose Tiere)

Wechselwarme Tiere können ihre Körpertemperatur nicht selbst bestimmen. Sie passt sich der Außentemperatur an. Wenn es draußen sehr kalt ist, sinkt ihre Körpertemperatur und wenn es sehr warm ist, steigt diese.

Bei Kälte sind die Tiere nicht sehr aktiv, denn das würde zu viel Energie kosten. Sie brauchen die Energie, die ihnen die Sonne in Form von Wärme gibt. Deshalb kann man Reptilien und Amphibien dabei beobachten, wie sie sich auf Felsen sonnen, um ihre Körpertemperatur aktiv zu erhöhen. Wenn ihnen zu warm wird, verkriechen sie sich in einer Höhle.

Im Winter erstarren wechselwarme Tiere. Sie atmen sehr langsam, haben einen sehr langsamen Herzschlag und fressen nicht. Erst wenn es Frühjahr wird, können sich die Tiere wieder bewegen. Das nennt man auch Kältestarre. Der ist ganz besonders kälteunempfindlich. Ihm machen selbst -6 Grad Celsius nichts aus!

Der Frosch - ein wechselwarmes Tier Der Frosch - ein wechselwarmes Tier - Foto: Dirk Ercken/Shutterstock