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Die 15 seltsamsten Tiere der Welt

13. Platz: Riesenassel (Bathynomus giganteus)

Die gigantische Riesenassel Bathynomus giganteus hat einen dicken Panzer und die vielen Beine Die gigantische Riesenassel Bathynomus giganteus hat einen dicken Panzer und die vielen Beine - Foto: kikujungboy/Shutterstock

Steckbrief

  • Klasse: Krebse
  • Ordnung: Asseln (Isopoda)
  • Familie: Cirolanidae
  • Verbreitung: Atlanik, Pazifik, Indischer Ozean
  • Lebensraum: Kalter Meeeresboden; in Tiefen von 150 bis über 2.000 m

Keller-Insekt im XXL-Format: Die Rüstung der Tiefsee

Wenn du im Garten einen alten Blumentopf oder im feuchten Keller eine Kiste anhebst, flitzen meist ein paar kleine, graue Kellerasseln davon. Sie sind völlig harmlos und gerade einmal einen Zentimeter groß. Wenn wir nun aber in die pechschwarze Tiefsee hinabtauchen, treffen wir auf eine Verwandte, die manchen Menschen einen gehörigen Schrecken einjagt: Die Riesenassel (wissenschaftlich: Bathynomus giganteus) wird bis zu 50 cm lang und können über 2 kg wiegen! Damit ist sie so groß wie ein kleiner Hund oder eine Katze.

Obwohl sie optisch stark an riesige Insekten erinnern, gehören Asseln überraschenderweise zur Klasse der Krebse. Der Körper der Riesenassel ist durch einen extrem harten Panzer aus Chitin geschützt. Genau wie ihre kleinen Verwandten an Land kann sich auch die Riesenassel bei Gefahr zu einer fast unknackbaren, runden Kugel zusammenrollen.

Warum wird dieses Tier so unnormal groß?

In der Biologie nennt man dieses Phänomen Tiefseegigantismus. Viele wirbellose Tiere, die in den eisigen Tiefen des Ozeans leben, wachsen zu wahren Monstern heran. Warum das so ist, erforschen Wissenschaftler noch immer. Zwei Gründe spielen aber die Hauptrolle: Das extrem kalte Wasser verlangsamt den Stoffwechsel der Tiere, wodurch sie viel älter werden und mehr Zeit zum Wachsen haben. Zudem schützt die Körpergröße davor, vom enormen Wasserdruck in der Tiefe erdrückt zu werden.

Riesenasseln besitzen zwei riesige, feste Komplexaugen, die aus fast 4.000 einzelnen Sehflächen bestehen. Da es am Meeresgrund jedoch stockdunkel ist, verlassen sie sich bei der Nahrungssuche vor allem auf ihre zwei langen Antennen-Paare. Mit diesen können sie selbst kleinste Erschütterungen und chemische Spuren im Wasser wahrnehmen.

Die Müllabfuhr des Meeresbodens: Fressen bis zum Umfallen

Am finsteren Meeresgrund wachsen keine Pflanzen. Die Riesenassel lebt deshalb von dem, was von oben herabfällt. Als reine Aasfresser machen sich die Tiere über herabsinkende Fischkadaver, verendete Tintenfische oder sogar tote Wale her. Wenn ein solcher Festschmaus auf dem Meeresboden landet, versammeln sich oft hunderte Riesenasseln und essen den Kadaver bis auf die Knochen kahl.

Weil Nahrung in dieser Tiefe jedoch extrem selten ist, hat sich die Riesenassel an ein Leben voller Hungersnöte angepasst. Sie isst sich bei einer Mahlzeit so voll, dass sie sich danach kaum noch bewegen kann. Das Geniale daran: Danach kann sie problemlos mehrere Jahre lang komplett ohne Nahrung überleben! In einem japanischen Aquarium verweigerte eine Riesenassel sogar über fünf Jahre lang jegliches Futter, bevor sie verstarb.

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Wir verlassen den eisigen, finsteren Meeresboden, bleiben aber im kühlen Nass. An den Küsten Australiens wartet ein Tier auf dich, das die perfekte Tarnung erfunden hat. Es sieht nicht aus wie ein Fisch, sondern wie ein abgerissenes Stück Alge, das durch die Wellen treibt. Klicke jetzt weiter und lerne den wunderschönen Fetzenfisch kennen!


Quellen:


  • Aktualisiert am