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Die 15 seltsamsten Tiere der Welt

12. Platz: Die blaue Ozeanschnecke (Glaucus atlanticus)

Eine blaue Ozeanschnecke Glaucus atlanticus treibt an der Wasseroberfläche und zeigt ihre fingerförmigen Fortsätze - Foto: Sahara Frost/stock.adobe.com

Steckbrief

  • Klasse: Schnecken
  • Ordnung: Nacktkiemer (Nudibranchia)
  • Familie: Glaucidae
  • Verbreitung: Südafrika, Europa, Australien, Mosambik
  • Lebensraum: Warme Gewässer, an der Wasseroberfläche

Ein „echtes“ Pokémon: Der kleine blaue Drache aus dem Meer

Aufgrund ihrer wunderschönen, fingerförmigen Fortsätze und der leuchtend blauen Farbe wird diese Kreatur auch Seeschwalbe, blauer Engel oder blauer Drache genannt. Wenn man sie so betrachtet, sieht sie aus wie ein Fabelwesen oder ein echtes Pokémon! Kaum zu glauben: Obwohl sie wie ein kleiner Miniatur-Drache wirkt, gehört sie zur Familie der Schnecken. Sie besitzt allerdings kein schützendes Schneckenhaus, sondern lebt komplett „nackt“.

Das Tier wird gerade einmal 2-3 cm lang, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Die blaue Ozeanschnecke verbringt ihr ganzes Leben kopfüber an der Wasseroberfläche. Damit sie nicht untergeht, schluckt sie eine kleine Luftblase, die sie in ihrem Magen speichert. So treibt sie wie eine kleine Luftmatratze ganz gemütlich durch die Weltmeere.

Eine blaue Ozeanschnecke Glaucus atlanticus Eine blaue Ozeanschnecke Glaucus atlanticus - Foto: Serkan Ogdum/Shutterstock

Diebische Meisterleistung: Wie die Schnecke Gift klaut

Lass dich von der hübschen Optik nicht täuschen – diese Nacktschnecke ist ein extrem gefährliches Raubtier! Sie macht Jagd auf Lebewesen, die viel größer und tödlicher sind als sie selbst, wie zum Beispiel die berüchtigte Portugiesische Galeere (eine hochgiftige Quallenart). Die Tentakel dieser Qualle sind mit Millionen winzigen Giftkapseln besetzt, die für andere Tiere und sogar Menschen tödlich sein können.

Der blauen Ozeanschnecke macht das jedoch überhaupt nichts aus. Sie ist absolut immun gegen das Quallengift. Sie knabbert die Tentakel der Qualle einfach an und verdaut sie. Das Verrückteste daran: Sie zerstört die giftigen Nesselkapseln der Qualle nicht. Stattdessen schleust sie die scharfen Kapseln unbeschadet durch ihren eigenen Körper und lagert sie in den Spitzen ihrer eigenen „Flügel“ (den Cerata) ein. So klaut sie das Gift ihrer Beute und nutzt es fortan als extrem starke Waffe gegen eigene Feinde.

Ozeanschnecke Ozeanschnecke - Foto: Serkan Ogdum/Shutterstock

Perfekte Tarnung durch die „Kopf-über-Taktik“

Da die Schnecke immer auf dem Rücken an der Oberfläche treibt, nutzt sie eine geniale Tarn-Methode. Sie wird von den Biologen Konterschattierung genannt. Ihre Unterseite (der Bauch), die im Wasser nach oben zum Himmel zeigt, ist leuchtend blau gefärbt. Vögel, die von oben auf das Meer blicken, können die Schnecke im blauen Wasser dadurch kaum erkennen.

Ihre Oberseite (der Rücken) zeigt dagegen nach unten zum Meeresboden und ist silber-grau gefärbt. Raubfische, die aus der Tiefe nach oben schauen, sehen die Schnecke vor dem hellen, vom Sonnenlicht angestrahlten Himmel ebenfalls fast gar nicht. Eine perfekte optische Täuschung in beide Richtungen!

Weiter zu Platz 13: Eine Riesen-Assel so groß wie ein Hund!

Auf der nächsten Seite wartet ein Tier auf dich, das fast jeder aus dem eigenen Keller oder Garten kennt – allerdings in einer absoluten XXL-Größe! Dieses Tiefsee-Wesen sieht aus wie ein riesiges Insekt in Ritterrüstung, wiegt so viel wie ein kleiner Hund und frisst verrottende Kadaver am Meeresgrund. Klicke jetzt weiter und lerne die gruselige Riesenassel kennen!


Quellen:

  • Observations on a collection of Glaucus from the Gulf of Aden with a critical review of published records of Glaucidae (Gastropod, Opisthobranchia (https://www.frontiersin.org)

  • Aktualisiert am