War der Megalodon wirklich so furchterregend groß? Verschollene Fossilen in einer Kiste lüften das Geheimnis
- Ein spektakulärer Knochen-Fund bestätigt, dass der Urzeit-Hai Megalodon bis zu 24,3 Metern lang werden konnte.
- Die Skeletteile gingen bei einem Umzug verloren und galten jahrelang als unauffindbar.
- Modernste Scans der Wirbel liefern sogar Infos über seine letzte Mahlzeit.
Wie eine vergessene Kiste für Überraschung sorgt
Manchmal lauern die größten Geheimnisse nicht tief in der Erde, sondern im Keller eines Museums. Im Jahr 1978 wurden in einer Tongrube in Dänemark rund 20 Wirbelknochen eines Megalodon (Otodus megalodon) entdeckt. Doch bei einem Umzug im Jahr 1989 zerbrachen die wertvollen Fossilien und wurden fälschlicherweise als Schutt eingelagert. Jahrzehntelang mussten sich Forscher auf alte Fotos verlassen. Erst kürzlich wurden die staubigen Boxen wieder geöffnet. Die Sensation war perfekt: Einer der gefundenen Knochen ist mit 23 cm Durchmesser der größte jemals dokumentierte Fischwirbel der Welt.
Wie groß war der Megalodon wirklich?
Die genaue Körpergröße des ausgestorbenen Urzeit-Hais war lange umstritten, da Knorpelskelette extrem selten gut erhalten bleiben. Die wiedergefundenen Riesen-Wirbel räumen nun alle Zweifel aus. Sie beweisen, dass die Theorie wahr ist: der Megalodon hatte eine gigantische Länge von 24,3 m. Zudem lieferten High-Tech-Scans noch mehr Infos über ihn: Der gigantische Räuber war mindestens 64 Jahre alt, als er starb, und lebte im damals deutlich kühleren Norden Europas.
Sensationeller Fund im Magen des Riesenhaies
Die Untersuchung brachte noch eine weitere Überraschung ans Licht. Das Team stieß auch auf unzählige winzige Schuppen eines Riesenhaies. Da diese Überreste genau in der Magengegend des Skeletts lagen, sind sich die Experten sicher: Es handelt sich um versteinerten Mageninhalt. Der gigantische Megalodon machte vor 10,8 Millionen Jahren offenbar Jagd auf andere große Haie und verspeiste diese kurz vor seinem Tod.
Über die Studie
Die Studie der DePaul University in Chicago (USA), der Universität Aarhus (Dänemark) sowie des Museums Südjütland (Dänemark) wurde im Juni 2026 in der Fachzeitschrift Palaeontologia Electronica veröffentlicht.
Quellen:
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