Warum laufen Krabben eigentlich seitwärts?
- Im Laufe der Evolution haben Krabben das Seitwärtslaufen entwickelt.
- Es ermöglicht ihnen, sich schneller in engen Spalten zu verstecken und besser zu graben.
- Der Hauptgrund für die Seitwärtsbewegung ist aber ihr flacher, breiter Körper.
Das Geheimnis des Seitwärtsgangs
Fast jeder kennt es vom Strand: Krabben flitzen flink von links nach rechts. Doch warum eigentlich? Wissenschaftler haben das Erbgut und den Körperbau von hunderten Arten untersucht. Das Ergebnis: Das Seitwärtslaufen (die sogenannte „Brachyurisierung“) ist kein Zufall, sondern ein echter Überlebensvorteil. Durch die Entwicklung eines breiteren und flacheren Körpers veränderten sich die Gelenke der Beine so, dass die Seitwärtsbewegung viel natürlicher und kraftsparender wurde als das Laufen nach vorne.
Ein Erfolgsmodell der Natur
Besonders spannend ist, dass die Evolution diesen Trick nicht nur einmal erfunden hat. Die Studie belegt, dass verschiedene Krabbenfamilien unabhängig voneinander zum Seitwärtsgang gefunden haben. Immer wenn Krabben begannen, sich in engen Felsspalten zu verstecken oder sich im Sand einzugraben, wurde das Seitwärtslaufen zum entscheidenden Vorteil. Es half ihnen, Feinden zu entkommen, die auf herkömmliche Vorwärtsbewegungen spezialisiert waren.
Flexibilität gewinnt das Rennen
Trotz des Trends zum Seitwärtsgang gibt es immer noch Krabbenarten, die vorwärts oder sogar diagonal laufen können. Die Forscher fanden heraus, dass die Evolution sehr flexibel ist: Manche Arten kehrten sogar zum Vorwärtslaufen zurück, wenn sich ihr Lebensraum änderte. Das zeigt, dass die Lebensweise am Ende entscheidet, wie sich eine Krabbe weiterentwickelt.
Über die Studie
Die Studie der Harvard University (USA) und des Smithsonian Institution wurde April 2026 in der Fachzeitschrift eLife veröffentlicht.
Quellen:
















